In Messehalle

Grösste Intensivstation der Welt in London eingerichtet

tafu

1.4.2020

Um im Kampf gegen Corona bestehen zu können, wurde in London eine komplette Messehalle zu einem temporären Spital umgebaut – in nur einer Woche.

Noch im Januar bestaunte die ganze Welt, wie im chinesischen Wuhan innerhalb von zehn Tagen ein Notspital mit tausend Betten gebaut wurde. Doch ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Massnahmen. So muss sich auch London nun wappnen, um mit der hohen Zahl Corona-infizierter Patienten zurecht zu kommen.

Wie «Blick» berichtet, wurde in der Hauptstadt Grossbritanniens in nur einer Woche eine Messehalle zur grössten Intensivstation der Welt umgerüstet. Das ExCel-Gebäude im Osten Londons beheimatet nun mehr als 80 Stationen mit rund 4’000 Betten und Tausenden Beatmungsgeräten.



Verantwortlich für den Bau des Feldlazaretts mit dem Namen «NHS Nightingale» sind Ingenieure des Militärs sowie private Bauunternehmen. Ziel ist es, nur schwerwiegende Fälle von Covid-19 zu behandeln, zunächst ist die Versorgung von 40 Patienten geplant, bis die Station bald komplett hochgefahren wird.

Tausendfach medizinisches Personal nötig

Zu einer vollen Auslastung könne es bereits in zwei Wochen kommen, erklärt Betriebsleiterin Natalie Forrest gegenüber der britischen «The Sun». Für diesen Fall benötige man «Tausende Ärzte, Krankenschwestern und Freiwillige, um sie weiter zu betreiben».



Dass die Einrichtung einer Intensivstation mit solch aussergewöhnlichen Ausmassen dringend notwendig ist, zeigen aktuelle Zahlen aus Grossbritannien. 25’000 Menschen sind bereits mit dem Coronavirus infiziert, etwa 1’800 Menschen sind verstorben. Neben der «NHS Nightingale» sollen in den kommenden Wochen weitere Intensivstationen für insgesamt 10’000 Patienten in Birmingham, Cardiff, Manchester und Glasgow errichtet werden.

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