Mitarbeiterin von Schweizer Botschaft stürzt zu Tode

SDA

4.5.2021 - 14:45

A view of the city of Teheran, Iran, Sunday, February 28, 2016. Swiss President Johann N. Schneider-Ammann attends a three-day-visit to Iran, accompanied by an economic and scientific delegation. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Skyline von Teheran: In der iranischen Hauptstadt soll eine Schweizer Botschaftsmitarbeiterin zu Tode gekommen sein.
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Tödliches Drama in Teheran: Medienberichten zufolge starb eine Schweizer Botschaftsmitarbeiterin in der iranischen Hauptstadt bei einem Sturz aus einem Hochhaus.

SDA

4.5.2021 - 14:45

Im Iran ist Medienberichten zufolge am Dienstag eine hochrangige Mitarbeiterin der Schweizer Botschaft nach einem Sturz aus einem Hochhaus ums Leben gekommen. Wie die halbamtlichen Nachrichtenagenturen Isna und Ilna meldeten, handelt es sich um eine Frau, deren Alter mit Anfang 50 angegeben wurde.



Sie war demzufolge ihrem Rang nach die Nummer zwei in der Schweizer Botschaft. Sie sei aus einem Hochhaus im Norden der iranischen Hauptstadt gestürzt, wo sie im 18. Stock gewohnt habe. Weitere Informationen über die Umstände des Todes wurden zunächst nicht gemeldet. Isna zitierte einen Sprecher der Rettungsdienste, Ilna einen eigenen Reporter.

Mittlerweile bestätigte auch das Aussendepartement EDA den Todesfall. Man sei bestürzt und spreche der Familie der Toten sein Beileid aus, auch im Namen von Bundesrat Ignazio Cassis, heisst es in einer Stellungnahme, aus der SRF zitiert. Weiter heisst es, man stehe mit den Angehörigen sowie den Behörden vor Ort in Teheran in Kontakt. Weitere Angaben könne man aus Datenschutzgründen allerdings nicht machen.

Hochhaus im Stadtteil Kamranieh im Norden der iranischen Hauptstadt Teheran. Aus einem solchen Hochhaus stürzte am Montag eine hochrangige Schweizer Botschaftsmitarbeiterin zu Tode.
Aus einem solchen Hochhaus im Stadtteil Kamranieh stürzte am Montag eine hochrangige Schweizer Botschaftsmitarbeiterin zu Tode.
Keystone/EPA/ABEDIN TAHERKENAREH

Update: Spezialisierte Polizeieinheiten untersuchten den Fall, zitiert die Nachrichtenagentur «AFP» die iranischen Sicherheitsbehörden. Dabei könne keine Hypothese ausgeschlossen werden, «einschliesslich Mord, Selbstmord oder Unfall». Bei der Verunglückten handelt es sich offenbar um eine 51-jährige Schweizerin.

Die Schweiz vertritt die diplomatischen Interessen der USA im Iran. Die Vereinigten Staaten und der Iran hatten kurz nach der Islamischen Revolution 1979 ihre Beziehungen abgebrochen.