Nächster Akt im Brexit-Drama – Labour will Vereinbarung blockieren

AP

25.11.2018

Ist Londons Brexit-Deal mit der EU das Papier wert, auf dem er steht? Theresa May muss nicht nur Kritiker in den eigenen Reihen überzeugen, sondern bekommt auch heftigen Gegenwind aus der Opposition.

Die grösste britische Oppositionspartei will laut ihrem Vorsitzenden Jeremy Corbyn gegen die Brexit-Vereinbarung stimmen, die gerade erst von Grossbritanniens Regieerungschefin Theresa May und den 27 EU-Staatschefs gebilligt wurde. Das Ziel von Labour sei, dass das Abkommen im Parlament abgelehnt werde und die Partei dann «mit anderen zusammenarbeitet, um ein No-Deal-Ergebnis zu blockieren», sagte er am Sonntag.

Theresa May, Premierministerin von Grossbritannien,hat gerade erst das Brexit-Abkommen mit der EU vereinbart. Zu Hause läuft jetzt auch die Opposition Sturm dagegen.
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Labour werde für ein «vernünftiges Abkommen» kämpfen, wozu eine dauerhafte Zollunion, eine Vereinbarung für einen gemeinsamen Binnenmarkt und Garantien für die Rechte von Beschäftigten zählen würden.
Der Widerstand von Labour erschwert es Premierministerin Theresa May, im Parlament eine Mehrheit für die am Sonntagvormittag von Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsländer auf einem Gipfel in Brüssel gebilligte Vereinbarung zu finden.



Corbyn sagte, sie sei ein «schlechtes Abkommen für das Land» und bedeute für Grossbritannien die schlechteste aller Welten.  Auch der frühere Vorsitzende von Mays Konservativer Partei, Michael Howard, sprach sich gegen die Vereinbarung aus. Der Oberhausabgeordnete kritisierte, dass Grossbritannien eine Zustimmung der Europäischen Union benötigen würde, um die Verbindungen kappen zu können.

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