Polizei und Rettungskräfte sind in der Nähe des Sawjolowski-Bahnhofs in Moskau zu sehen. Foto: Uncredited/AP/dpa
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Bei einer Explosion an einem Polizeiauto im Norden Moskaus ist nach Angaben russischer Ermittler ein Polizist getötet worden. Zwei weitere Mitarbeiter der Verkehrspolizei seien verletzt worden.
Keystone-SDA
24.02.2026, 16:53
SDA
Das teilten das staatliche Ermittlungskomitee und das Innenministerium mit. Die Polizisten sassen demnach in dem Dienstwagen am Sawjolowoer Bahnhof, als der Angreifer, ein 22 Jahre alter Mann, sich näherte. Er sprengte sich dem Ermittlungskomitee zufolge selbst in die Luft.
Zu möglichen Hintergründen machten die Behörden keine Angaben. Ermittelt werde unter anderem wegen eines Anschlags auf das Leben eines Polizeibeamten, hiess es.
Putin: Terror hat zugenommen
Kremlchef Wladimir Putin sprach der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge bei einer Sitzung des Inlandsgeheimdienstes FSB von Terror. Es handele sich höchstwahrscheinlich um eine inzwischen übliche Anwerbung über das Internet, sagte er demnach. Dem Menschen sei ein Sprengsatz angedreht worden, und dann seien er und das mutmassliche Ziel aus der Ferne gesprengt worden. «Mit grosser Wahrscheinlichkeit wusste er überhaupt nichts davon», vermutete der Kremlchef.
Die Zahl der Terrorverbrechen sei gestiegen, sagte Putin. Einen Grossteil davon schrieb Putin ukrainischen Geheimdiensten zu. Auch die Zahl der Angriffe auf Infrastrukturobjekte sei gestiegen, sagte er und kündigte Schutzmassnahmen an. Es sei nötig, den Kampf gegen Terrorismus zu forcieren.
Erst im Dezember hatte sich ein ähnlicher Fall in Moskau ereignet. Bei einer Sprengstoffexplosion im Süden der russischen Hauptstadt starben zwei Polizisten und ein Mann. Die Hintergründe waren ebenfalls unklar. Die Beamten wollten den Ermittlern zufolge einen Mann überprüfen, der sich in der Nähe eines Polizeiautos aufhielt. Als sie sich auf den Mann zubewegten, kam es den Angaben nach zu der Explosion. Die Polizisten und eine neben ihnen stehende Person wurden getötet, wie die Behörde weiter mitteilte.
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