GrossbritannienTermin in Florida: Britischer Aussenminister Cameron trifft Trump
SDA
9.4.2024 - 13:37
ARCHIV - Der britische Außenminister David Cameron (Archivbild). Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Keystone
Grossbritanniens Aussenminister David Cameron hat sich bei seinem USA-Besuch mit dem früheren amerikanischen Präsidenten Donald Trump getroffen. Das Gespräch habe am Montag im Bundesstaat Florida stattgefunden, meldete die britische Nachrichtenagentur PA in der Nacht zum Dienstag.
Keystone-SDA
09.04.2024, 13:37
SDA
Es sei übliche Praxis, dass sich Minister bei ihren internationalen Reisen auch mit Kandidaten der Opposition träfen, zitierte PA einen Sprecher des Aussenministeriums in London.
Cameron sollte anschliessend nach Washington weiterreisen und dort um Unterstützung für die Ukraine zu werben, die sich seit mehr als zwei Jahren gegen einen Angriffskrieg Russlands verteidigt. Cameron wollte einer Mitteilung zufolge dort klarmachen, dass ein Erfolg Kiews gegen Russland entscheidend für die amerikanische und europäische Sicherheit ist.
Die britische Zeitung «Times» wertete die Reise als Charmeoffensive, um Republikaner zurückzugewinnen, die sich gegen weitere Hilfe für die Ukraine stellten. Trump will bei den nächsten US-Präsidentschaftswahlen im November erneut für die Republikaner antreten. Er ist ein ausgewiesener Kritiker der Nato. In seiner Amtszeit von 2017 bis 2021 drohte er immer wieder offen mit einem Rückzug der USA aus dem Bündnis.
Zum Inhalt des Gesprächs von Cameron und Trump wurde nichts bekannt. Zwischen beiden hatte es in der Vergangenheit Spannungen gegeben. Während seiner Zeit als Premier hatte Cameron Drohungen Trumps kritisiert, Muslimen die Einreise in die USA zu verweigern. Cameron nannte dies"dumm und falsch». Trump war damals noch nicht im Amt und sagte in einem Interview: «Es sieht so aus, als würden wir keine sehr gute Beziehung bekommen.»
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Versöhnliche Töne bei der Münchner Sicherheitskonferenz: US-Aussenminister Marco Rubio bekommt für seine Rede viel Applaus – doch Vizekanzler Lars Klingbeil sieht noch keinen Grund für Entwarnung in den transatlantischen Beziehungen.
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US-Aussenminister Marco Rubio lässt in seiner Rede versöhnliche Töne gegenüber Europa anklingen – doch wer genau hinhört, findet viele Gründe für Zweifel. Kooperation kann es demnach nur geben, wenn die Europäer dem politischen Kurs von Trump folgen.
Europa gibt sich hingegen pragmatisch, laut Bundeskanzler Friedrich Merz müsse man nun mit mehr Eigenständigkeit reagieren. Deutschland und Frankreich sprechen etwa über einen möglichen europäischen Atomschirm.
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Bundeskanzler Friedrich Merz hat diese Entwicklung bereits in zwei Reden beim Weltwirtschaftsforum in Davos und im Bundestag im Januar beschrieben und den Schluss gezogen: Europa werde seine Vorstellungen nur dann durchsetzen können, «wenn wir auch selbst die Sprache der Machtpolitik sprechen lernen, wenn wir selbst eine europäische Macht werden». Daran wird Merz anknüpfen, wenn er am frühen Nachmittag die diesjährige Konferenz eröffnet.
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