Übersicht

Fünf weitere Corona-Todesfälle in der Zentralschweiz – Kritik an Einsätzen von Freiwilligen

Agenturen/red

10.11.2020

Das Wichtigste im Überblick

  • Das BAG meldet heute 5'980 Neuinfektionen bei 22'919 Tests. Das entspricht einer Positivitätsrate von 26,1 Prozent.
  • Die Schweizer Zulassungsbehörde Swissmedic prüft den möglichen Covid-19-Impfstoff von Pfizer und Biontech. Eine Zulassung wäre bereits innert 100 Tagen denkbar.
  • Die Kantonsärztinnen und Kantonsärzte haben an einer Medienkonferenz sieben Tipps für den Alltag genannt, die als Orientierungshilfe dienen sollen.
  • Der Basler Pharmakonzern Lonza soll zudem einen anderen Impfstoff-Kandidaten der US-Firma Altimmune herstellen.
  • US-Präsident Donald Trump kritisiert die Bekanntgabe vielversprechender Ergebnisse bei der Suche nach einem Impfstoff wenige Tage nach der Wahl als politisch motiviert.

Laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität liegt die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz bei bislang insgesamt 235’202; davon gelten 122’600 Personen als genesen. 2’974 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 verstorben. Weltweit stieg die Zahl der Infizierten auf 51’248’841, die Zahl der Toten auf 1’268’890.

Die Schweizer Spitäler gehen unterschiedlich mit den Herausforderungen durch Corona um:

Damit das Genfer Universitätsspital (HUG) in der jetzigen Krise seine Dienste aufrechterhalten kann, hat der Genfer Kantonsarzt das Pflegepersonal autorisiert zu arbeiten, auch wenn es positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Das Kantonsspital Aarau (KSA) setzt seit Montag neben den bisherigen PCR-Tests auch die neuen Schnelltests auf eine Coronavirus-Infektion ein. Wer sich damit testen lässt, erhält sein Resultat laut dem Spital garantiert noch am gleichen Tag.

Die SP wirft dem Kanton Luzern vor, via Freiwilligenarbeit medizinisches Fachpersonal zu Niedriglöhnen beschäftigen zu wollen. Der Kanton weist diese Vorhaltungen zurück.

22.00 Uhr: Wir beenden unseren heutigen Ticker

20.16 Uhr: Italien – Neue Reiseverbote in Regionen

Wegen der sich zuspitzenden Corona-Lage hat Italiens Regierung in sechs weiteren Landesteilen striktere Einschränkungen für die Bürger verhängt. Die Provinz Bozen-Südtirol wurde offiziell zur Roten Zone erklärt, in der die Menschen möglichst zu Hause bleiben sollen. Ausserdem stufte das Gesundheitsministerium mit dem Erlass vom Dienstag die Regionen Ligurien im Nordwesten, die Abruzzen, die Toskana und Umbrien in Mittelitalien sowie die Basilikata im Süden in die mittlere Risikogruppe (orange) hoch. In Bozen war die Verschärfung bereits vorweggenommen worden. In den anderen Gebieten wurde der Erlass aus Rom schon vorher so erwartet.

Das Land mit seinen rund seinen 60 Millionen Einwohnern ist seit kurzem in drei Corona-Risikozonen eingeteilt, wobei in den Roten Zonen die striktesten Massnahmen gelten. Orange ist die mittlere, gelb die niedrigste Stufe. In orangen Gebieten müssen Restaurants und Bars den ganzen Tag geschlossen bleiben. Ausserdem ist es dort verboten, sich zwischen Regionen und Kommunen zu bewegen. Ausnahmen gelten für die Fahrt zur Arbeit oder aus medizinischen Gründen. Einige der 20 Regionen waren schon seit der Vorwoche rot oder orange eingestuft.

19.47 Uhr: Italien zählt fast 600 Corona-Tote an einem Tag

In Italien ist die Zahl der Corona-Toten innerhalb eines Tages mit fast 600 auf den höchsten Wert seit über einem halben Jahr gestiegen. Binnen 24 Stunden registrierten die Gesundheitsbehörden nach Angaben vom Dienstag 580 Covid-19-Opfer. Damit starben in dem Land mit rund seinen 60 Millionen Einwohnern seit Februar insgesamt 42'330 Menschen im Zusammenhang mit der Viruskrankheit. Die Zahl der Neuinfektionen lag am Dienstag bei knapp 35'100 Fällen in 24 Stunden. Bei der Gesamtzahl der Ansteckungsfälle wird somit die Marke von einer Million in Kürze erreicht werden.

Seit Freitag versucht die Regierung, die steigenden Infektionswerte mit neuen Massnahmen einzudämmen. Für die Bürger gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens. Ausserdem schränkt Rom zum Gesundheitsschutz in immer mehr der 20 Regionen derzeit die Bewegungsfreiheit der Menschen weiter ein.

19.43 Uhr: 50 Schwestern im Kloster Ingenbohl SZ positiv auf Corona getestet

Das Coronavirus hat auch vor dem Kloster Ingenbohl bei Brunnen SZ nicht Halt gemacht. Wie das katholische Medienzentrum am Dienstag auf seiner Website kath.ch bekannt gab, wurden in dem Frauenkloster über 50 Schwestern positiv auf das Virus getestet. Bis auf eine Erkrankte hätten alle im Kloster gepflegt werden können, hiess es in der Meldung von kath.ch. Eine Schwester sei im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Weil im Kanton Schwyz als Massnahme gegen die Pandemie sich maximal nur 30 Personen versammeln dürfen, können laut kath.ch nicht alle der 280 Ingenbohler Schwestern jeden Tag einen Gottesdienst besuchen. Um die Ausbreitung des Virus zu unterbinden, wurden die neun Gemeinschaften innerhalb des Klosters voneinander getrennt. Bis Mitte Woche könnten alle positiv getesteten Schwestern aus der Isolation entlassen werden, hiess es weiter.

19.38 Uhr: Tessiner Regierung präzisiert: Ins Theater dürfen bis 30 Personen

Versammlungen von mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum sind verboten, ebenso private Veranstaltungen mit mehr als fünf Personen. Von dieser Regelung ausgenommen sind Kinos, Theater, Konzerte und Sportveranstaltungen, wie die Tessiner Regierung am Dienstagabend präzisierte: An solchen Anlässen dürfen bis 30 Personen zugegen sein.

In ihrer heutigen Sitzung habe die Regierung beschlossen, die seit Montag geltenden Massnahmen zu präzisieren, heisst es in einer am Dienstagabend verschickten Medienmitteilung. Damit wolle die Regierung sowohl bei Bürgern als auch bei Veranstaltern Klarheit schaffen.

Während an privaten Nachtessen und Festen sowohl drinnen als auch draussen maximal fünf Personen erlaubt seien, dürften an öffentlichen Veranstaltungen im Kultur- und Sportbereich bis zu 30 Personen teilnehmen – Personal und Veranstalter ausgenommen. Bei Privatanlässen würden Kinder als volle Personen gelten.

19.26 Uhr: Tessiner Theaterschaffende wehren sich gegen Massnahmen

Die Vereinigten Theaterschaffenden der italienischen Schweiz fordern die Regierung auf, die am Sonntag verfügten Massnahmen zu revidieren. Das Verbot von öffentlichen Veranstaltungen mit mehr als fünf Personen mache alle Anstrengungen der letzten Monate zunichte.

Die seit Montag geltenden Massnahmen hätten die Theater der Südschweiz gezwungen, Vorstellungen kurzfristig abzusagen und Ensembles sowie Künstler ein weiteres Mal zu entlassen, schreiben die Vereinigten Theaterschaffenden der italienischen Schweiz (Tasi) in einer am Dienstag verschickten Medienmitteilung. Die neuen Regeln machten alle Anstrengungen der letzten Monate zunichte.

19.10 Uhr: Kantonsspital Aarau setzt Covid-Schnelltests ein

Das Kantonsspital Aarau (KSA) setzt seit Montag neben den bisherigen PCR-Tests auch die neuen Schnelltests auf eine Coronavirus-Infektion ein. Wer sich damit testen lässt, erhält sein Resultat laut dem Spital garantiert noch am gleichen Tag.

Für einen Schnelltest kommen nur bestimmte Personen infrage, wie das KSA am Dienstag mitteilte, und zwar unter 50-Jährige ohne Grunderkrankungen, bei denen seit dem ersten Auftreten der Symptome weniger als vier Tage vergangen sind. Denn die Konzentration der Viren im Nasen-Rachen-Raum sei in den ersten vier Tagen am grössten und werde deshalb vom Schnelltest «mit grosser Sicherheit» erfasst.

Wie beim herkömmlichen PCR-Test muss auch bei einem Schnelltest zuerst geschultes Personal einen Hals-Rachen-Abstrich durchführen. Dann wird die Probe – ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest – auf einem Teststreifen analysiert. Aus Sicherheitsgründen könnten potenziell ansteckende Personen nicht vor Ort auf das Ergebnis warten, schrieb das KSA weiter. Sie würden nach Hause in die Selbstisolation entlassen, bis ihnen das Testergebnis per Telefon bekannt gegeben werde.

Man hoffe, mit den Schnelltests die Testbereitschaft der Bevölkerung weiter zu erhöhen, nachdem lange Wartezeiten an vielen Orten zu Unmut geführt hätten, wurde Sebastian Haubitz, Leiter des Covid-Testcenters am KSA, in der Mitteilung zitiert. Durch die Schnelltests soll auch das Labor des KSA entlastet werden. Damit dürften die nach wie vor durchgeführten PCR-Tests zu einem schnelleren Resultat führen. Für diese Tests strebt das KSA nach eigenen Angaben eine Resultatbekanntgabe innert höchstens zwei Tagen an.

Anmelden kann man sich für einen Test im KSA über dessen Website oder Hotline. Ausserdem können Hausärzte eine Anmeldung per E-Mail vornehmen.

18.58 Uhr: Deutschland – Positive Corona-Tests werden immer häufige per App geteilt

Immer mehr Menschen teilen in Deutschland positive Testergebnisse über die Corona-App. Durchschnittlich warnten derzeit pro Tag rund 2200 App-Nutzer auf diese Weise andere Menschen, zu denen sie persönlichen Kontakt hatten, hieß es am Dienstag aus Regierungskreisen in Berlin. Mitte Oktober waren dies etwa 500 Menschen gewesen.

Die Anwendung werde auch immer mehr dazu verwendet, Testresultate an Nutzer weiterzugeben. Allein in der vergangenen Woche sei dies in rund einer halben Million Fälle geschehen, insgesamt bisher in mehr als 3,3 Millionen Fällen. Die steigenden Zahlen dürften dabei auch mit der starken Zunahme der Neuinfektionen zusammenhängen. Insgesamt wurde die Warnapp den Angaben zufolge inzwischen von 22,2 Millionen Nutzern aufs Smartphone heruntergeladen. 

18.35 Uhr: Kühne+Nagel hat Aufträge im Zusammenhang mit Corona-Impfstoffen

Der Logistikkonzern Kühne+Nagel sieht sich für die Verteilung von Coronavirus-Impfstoffen gerüstet. «Wir konnten bereits erste Verträge im Zusammenhang mit der Covid-19-Impfstoffproduktion abschliessen», sagte ein Sprecher des Unternehmens am Dienstag.

Kundennamen nannte er keine. Der Konzern verfüge weltweit über ein Netzwerk von mehr als 230 Standorten, um Pharmaprodukte zu lagern und zu transportieren. Auch temperatursensible Waren könnten umgeschlagen werden, erklärte der Sprecher. In Europa beispielsweise stehe eine Flotte von 200 klimatisierten Anhängern für den Transport von Medikamenten und pharmazeutischen Produkten sowie Kühlkammern zur Verfügung.

Die Verteilung von Milliarden Impfstoff-Dosen wird die Logistikbranche vor grosse Herausforderungen stellen. Neben dem Duo Biontech/Pfizer gehören der US-Biotech-Konzern Moderna und die britische AstraZeneca zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Impfstoff.

18.26 Uhr: Luzerner SP kritisiert Corona-Einsätze von Freiwilligen

Die SP wirft dem Kanton Luzern vor, via Freiwilligenarbeit medizinisches Fachpersonal zu Niedriglöhnen beschäftigen zu wollen. Der Kanton weist diese Vorhaltungen zurück. Er komme mit der Freiwilligenarbeit nur dem Interesse aus der Zivilgesellschaft nach, in der Coronapandemie zu helfen.

Der Kanton Luzern hatte am Montag mitgeteilt, dass sich Personen mit medizinischer Grundausbildung für freiwillige Einsätze über ein Onlineformular beim Kanton melden könnten. Als mögliche Arbeitsorte erwähnte er die drei kantonalen Drive-in-Testzentren oder die Administration. Die finanzielle Entschädigung werde direkt mit den Institutionen besprochen, für welche die Einsätze geleistet würden.

Die SP des Kantons Luzern kritisiert den Einsatz von Freiwilligen an Orten wie Drive-in-Testzentren. (Archivaufnahme)
Die SP des Kantons Luzern kritisiert den Einsatz von Freiwilligen an Orten wie Drive-in-Testzentren. (Archivaufnahme)
Source: SDA

Mit diesen Einsätzen nicht einverstanden ist die SP. Der Kanton engagiere via Freiwilligenarbeit qualifizierte Personen zum Niedriglohn, erklärte die Partei am Dienstag. Damit würden Menschen, denen ein Abrutschen in die Sozialhilfe drohe und die sich an jeden Strohhalm klammerten, auf unfaire Weise ausgenutzt. Mit dem Aufruf zur Freiwilligenarbeit sende der Kanton ein «fragwürdiges Signal» aus, erklärte die SP. Das Pflegepersonal fordere derzeit bessere Arbeitsbedingungen. Nun solle es sich freiwillig engagieren und helfen, die Krise zu bewältigen.

Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf (CVP) wies die Vorwürfe in einer schriftlichen Stellungnahme zurück. Zahlreiche Personen hätten sich während der Pandemie von sich aus beim Kanton gemeldet und ihre Hilfe angeboten. Mit dem Onlineformular könne der Kanton nun diese Angebote aus der Zivilgesellschaft kanalisieren. Gemäss Graf können die Freiwilligen je nach Pandemieverlauf dazu beitragen, Belastungsspitzen zu brechen. Diese Menschen, die aus Überzeugung einen Einsatz zu Gunsten der Allgemeinheit leisten möchten, seien deswegen willkommen, erklärte der Regierungsrat. Er fügte an, dass die Frage der Entschädigung noch im Kantonalen Führungsstab thematisiert werde.

18.05 Uhr: Fünf weitere Corona-Todesfälle in der Zentralschweiz

Das Spital in Schwyz
Das Spital in Schwyz: In der Zentralschweiz sind weiterhin weit über 100 Personen wegen Corona hospitalisiert. (Archivaufnahme)
Source: SDA

In der Zentralschweiz sind am Dienstag 264 weitere Coronafälle dazugekommen. Fünf Personen starben im Zusammenhang mit Covid-19.

Im Kanton Luzern erhöhte sich die Zahl der positiven Coronatests bis Montag 24 Uhr um 161 auf 6945. In Zug wurden bis Dienstagabend 37 neue Fälle (total: 2313), in Nidwalden 27 (707), in Schwyz 24 (3982), in Uri 10 (599) und in Obwalden 5 (593) gemeldet. 173 Covid-Patienten waren in der Zentralschweiz hospitalisiert.

In drei Kantonen starben Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert waren. In Luzern und Schwyz waren es je zwei Todesfälle, im Kanton Zug wurde ein Todesfall gemeldet. Insgesamt starben bisher in der Zentralschweiz 155 Personen im Zusammenhang mit Corona.

17.03 Uhr: Keine Trendwende in St. Gallen

Mitglieder der St. Galler Regierung haben am Dienstag über die aktuelle Corona-Situation informiert. Eine Stabilisierung zeichnet sich ab, es ist aber noch zu früh, um von einer Trendwende zu sprechen. Die Lage sei weiterhin ernst, aber stabil auf hohem Niveau, sagte Gesundheitschef Bruno Damann (CVP) vor den Medien. 

Seit Beginn der zweiten Welle seien im Kanton St. Gallen 95 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert worden, gab Kantonsärztin Danuta Zemp bekannt. Das Durchschnittsalter liege bei 82 Jahren. In den Spitälern bleibe die Situation angespannt. Dies wirke sich vor allem durch eine enorme Beanspruchung des hochqualifizierten Personals aus. Wie im Frühjahr geplant, würden nun 20 bis 25 Prozent der nicht dringenden Eingriff zurückgefahren. Dies sei momentan in allen Ostschweizer Spitälern der Fall.

Die zweite Welle der Corona-Pandemie hat auch die St. Galler Betagten- und Pflegeheime erfasst. Aktuell sind zwölf Heime betroffen. Es gibt 174 bestätigte Fälle unter den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie 140 beim Personal. Seit Oktober sind 22 Heimbewohner gestorben.

16.48 Uhr: Positiv getestetes Genfer Spitalpersonal soll arbeiten

Damit das Genfer Universitätsspital (HUG) in der jetzigen Krise seine Dienste aufrechterhalten kann, hat der Genfer Kantonsarzt das Pflegepersonal autorisiert zu arbeiten, auch wenn es positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Allerdings gilt dies unter bestimmten Voraussetzungen. Zudem ist der Einsatz freiwillig.

«Den Mitarbeitenden wird nichts aufgezwungen», sagte der Sprecher des Departementes für Sicherheit, Arbeit und Gesundheit, Laurent Paoliello, am Dienstag zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte einen Bericht der Zeitung «Le Courrier». Diese Option war bereits im Frühjahr während der ersten Pandemie-Welle genutzt worden, wie Paoliello weiter ausführte.

So kann Personal, das positiv auf das Coronavirus getestet wurde, sieben Tage nach Auftreten der ersten Krankheitssymptome wieder arbeiten. Nach Ablauf dieser Frist sei das Ansteckungsrisiko fast vollständig verschwunden, während das Risiko, mit dem Mangel an Personal fertig zu werden, erwiesen sei, erklärte Paoliello. Es sei eine Interessenabwägung getroffen worden.

Das Personal des Genfer Universitätsspitals (HUG) kann unter Umständen auch mit einem positiven Corona-Test arbeiten (Archiv)
Bild: Keystone

16.38 Uhr: Niederlande vor möglicher Lockerung

Die Niederlande nehmen angesichts gesunkener Infektionszahlen vorsichtig Kurs auf eine Lockerung ihrer strengen Corona-Schutzmassnahmen. Möglicherweise könnten in der kommenden Woche Kinos, Museen und Bibliotheken wieder öffnen, sagte Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Dienstag nach Angaben des Senders NOS. Regionale abendliche Ausgangssperren seien bis auf weiteres vom Tisch; Gaststätten müssten allerdings voraussichtlich noch bis Mitte Dezember geschlossen bleiben.

Wie das niederländische Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Dienstag mitteilte, gingen die registrierten Corona-Infektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage um 32 Prozent auf 43'621 zurück. In der Woche davor sei nur ein Rückgang um 5 Prozent verzeichnet worden. Die Regierung in Den Haag hatte Mitte Oktober einen Teil-Lockdown angeordnet, der vor einer Woche durch die Schliessung von Museen, Theatern, Schwimmbädern, Vergnügungsparks und Zoos noch verschärft wurde.

16.34 Uhr: Vereinbarungen für 570 Millionen Impfdosen

Das deutsche Pharmaunternehmen Biontech hat nach eigenen Angaben mit seinem US-Partner Pfizer Liefervereinbarungen mit mehreren Ländern und der EU für insgesamt 570 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs für dieses und das nächste Jahr geschlossen. Darüber hinaus gebe es Kaufoptionen für weitere 600 Millionen Dosen, teilte Biontech am Dienstag mit. Alle Vereinbarungen sind den Angaben zufolge abhängig vom klinischen Erfolg und der Zulassung.

Das Unternehmen hatte zuvor ermutigende Zwischenergebnisse zur Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffs vorgelegt und angekündigt, voraussichtlich schon ab der kommenden Woche mit Pfizer die Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA zu beantragen.

Neben der EU gibt es laut Biontech auch Liefervereinbarungen unter anderem mit den USA, Kanada und Japan. Auf der Grundlage von Lieferprognosen geht Biontech davon aus, dass in diesem Jahr weltweit bis zu 50 Millionen Impfstoffdosen geliefert und im nächsten Jahr bis zu 1,3 Milliarden Dosen hergestellt werden. Eine wichtige Rolle bei der Herstellung soll die Produktionsanlage im hessischen Marburg spielen. Die Übernahme des Werks von dem Schweizer Pharmakonzern Novartis wurde laut Biontech im Oktober abgeschlossen.

Ein Mitarbeiter des Biotechnologie-Unternehmens Biontech arbeitet im September in einem Labor.
Keystone/Biontech

15.58 Uhr: Rekordzahl an Briten hat Arbeit verloren

Mehr als 310'000 Briten haben zwischen Juli und September dieses Jahres ihren Job verloren. Damit habe die Zahl der Entlassungen in Grossbritannien ein Rekordhoch erreicht, erklärte das Office for National Statistics am Dienstag in London.

Im Quartal zuvor, in das der erste Teil-Lockdown fiel, hatte die Zahl bei 181'000 Entlassungen gelegen. Die Arbeitslosenquote erreichte im Sommerquartal einen Stand von 4,8 Prozent – sie liegt damit knapp ein Prozent über dem Vorjahreswert. Insgesamt haben der Behörde zufolge seit Beginn der Pandemie rund 780'000 Briten ihre Arbeit verloren.

15.37 Uhr: Machtkampf um Impfstoff in Brasilien

Der Impfstoff CoronaVac des chinesischen Herstellers Sinovac Biotech gilt als vielversprechendes Mittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Jetzt hat Brasilien die klinischen Studien mit dem Impfstoff gestoppt – nach Behördenangaben wegen eines «ernsten negativen Vorfalls». Offenbar steckt hinter dem Teststopp aber ein knallharter Machtkampf.

15.20 Uhr: Parlamentarier dürfen nicht virtuell abstimmen

Mitglieder von National- und Ständerat, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht an Sitzungen teilnehmen können, sollen auch künftig nicht von zu Hause abstimmen können. Die zuständige Staatspolitischen Kommission des Ständerats (SPK-S) habe einen entsprechenden Vorstoss mit sieben zu sechs Stimmen abgelehnt, berichtet SRF.

Die Mehrheit der Kommission habe hauptsächlich mit staatspolitischen Bedenken argumentiert. So würden zum parlamentarischen Prozess nicht nur das Abstimmen gehören, sondern auch die Debatte und der Austausch zwischen den Ratsmitgliedern. Dafür müssten die Parlamentarier leibhaftig anwesend sein.

Herbstsession hinter Plexiglasscheiben: Auch künftig müssen die Parlamentarier persönlich anwesend sein und dürfen nicht virtuell abstimmen. (Archiv)
Bild: Keystone

14.55 Uhr: Hotelplan Suisse mit schlechtestem Geschäftsjahr

Der Reiseveranstalter Hotelplan Suisse hat wegen der Coronapandemie das schlechteste Geschäftsjahr seiner 85-jährigen Geschichte erlebt. Der Umsatz stürzte um zwei Drittel ab. Die Migros-Tochter erlitt einen happigen Verlust.

Insgesamt sei der Umsatz im Ende Oktober abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 um 65 Prozent eingebrochen, sagte Hotelplan Suisse-Chef Tim Bachmann am Dienstag vor den Medien in Glattbrugg. Dabei habe das Jahr gut angefangen: «Bis Mitte März waren wir sogar besser unterwegs als im Vorjahr.»

14.35 Uhr: Moskau schränkt öffentliches Leben ein

Europas grösste Stadt Moskau hat wegen dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen für zwei Monate die Schliessung von Restaurants, Bars und Nachtclubs zwischen 23.00 und 6.00 Uhr angeordnet. Bis 15. Januar seien auch alle Massenveranstaltungen verboten, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Dienstag mit.

Die Schritte seien nötig, um den Anstieg der Zahlen zu stoppen, sagte er. Studenten von Hochschulen und Colleges müssen demnach zum Online-Unterricht übergehen. Die Zahlen in der russischen Hauptstadt stiegen zuletzt um etwa 6'000 neue Fälle täglich. Einen Lockdown wollten die Behörden in Moskau aber weiter vermeiden. Theater, Kinos und Konzertsäle dürfen nur maximal 25 Prozent der verfügbaren Plätze besetzen.

Sobjanin hatte bereits angewiesen, dass 30 Prozent der Werktätigen von zuhause aus arbeiten müssten. Auch Schüler ab der sechsten Klasse lernen im Online-Unterricht. Zudem sollen Menschen im Alter von über 65 Jahren ihre Wohnungen nicht verlassen. Diese Regelung galt zunächst bis Ende November. In öffentlichen Verkehrsmitteln, in Einkaufszentren und an anderen Orten mit Menschenansammlungen ist das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes vorgeschrieben. Auch Handschuhe müssen vielerorts getragen werden.

Ein Passant geht am 9. November 2020 über den Roten Platz in Moskau: Russlands Hauptstadt verschärft wegen einer hohen Zahl von Corona-Fällen die Massnahmen.  
Bild: Keystone

14.09 Uhr: Ende der Medienkonferenz

Da keine weiteren Fragen mehr aufkommen, wird die Presskonferenz beendet. Vielen Dank für das Interesse. 

14.07 Uhr: Nichts Neues

Kuster präzisiert auf eine Journalistenfrage, dass man zwar eine Abflachung der Kurve sehe, aber noch keine Trendwende erreicht sei.

14.06 Uhr: Wie viel Impfstoff braucht das Land?

Wie viele Dosen braucht die Schweiz? «60 bis 70 Prozent der Bevölkerung» müssten laut Kuster geimpft werden, aber weil nicht klar ist, wie viele Impfdosen vonnöten sind und wie lange der Schutz hält, seien keine genaueren Prognosen möglich. 

14.02 Uhr: Reproduktionswert muss deutlich runter

Zeit für Optimismus sei dann, wenn die Trendumkehr gelungen und die Reproduktionszahl deutlich unter den Wert 1 gesenkt werden könne, erklärt Kuster. Er sei aber von Natur aus ein Optimist.

Der aktuell erreichte Trend bei den Fallzahlen führe noch nicht zu einem Abflachen der Kurve, ergänzt Samina Hurst von der Taskforce, sondern erst zu einer Stabilisierung. Sie kommt erneut auf die Situation im Wallis zu sprechen: Die Reproduktionszahl liege dort trotz rigoroser Massnahmen immer noch zwischen 0,8 und 0,9, womit man nicht zufrieden sein könne. 

13.58 Uhr: Stichwort Contact Tracing

Basel-Land muss angeblich sein Contact Tracing einschränken. Was sagt Kuster dazu? «Die massiv erhöhten Fallzahlen bringen alle Kantone an die Kapazitätsgrenzen», antwortet er. «Es ist klar, dass sich die Kantone in der aktuellen Situation so aufstellen, dass sie ihrer Kapazitäten effektiv nutzen.»

Steffen ergänzt, es sei besser, bei Überlastung einen Schritt zurückzutreten und sich auf einem tieferen Niveau neu zu ordnen. Eine Bremsklotz sei auch das Personal: «Selbst in einem kleinen Kanton wie Basel-Land kommt man schnell auf 70 Leute.» Die müssten vor allem auch noch geschult werden.

Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten des BAG. (Archiv)
Bild: Keystone

13.52 Uhr: Was ist mit Langzeitfolgen?

Gefragt nach Langzeitfolgen einer Covid-Erkrankung erklärt Kuster, die Studien kämen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Man verfolge die Situation und wolle nicht zuletzt aus Sorge vor Langzeitfolgen die Zahl der Infektionen zu senken – es gehe hier nicht nur darum, eine Überlastung der Spitäler zu vermeiden. 

13.50 Uhr: Wer wird zuerst geimpft?

Gibt es eine nationale Strategie, welche Bevölkerungsgruppen als erste geimpft werden, wenn denn einmal ein wirksames Mittel verfügbar ist? Stefan Kuster erklärt, die Strategie hänge auch davon ab, welcher Impfstoff effektiv erhältlich sein werde. Man sei jedoch dabei, die nötigen Vorarbeiten zu machen. Die besonders vulnerablen Gruppen dürften aber sicherlich im Fokus stehen. 

13.44 Uhr: Ist die Schweiz am neuen Impfstoff dran?

Nun können die Journalist*innen Fragen stellen. Kuster erkärt auf eine Frage, der Bund sei mit «verschiedenen Herstellern in Kontakt», die genannten Stoffe seien «in der Studienphase» – und mehr könne er nicht sagen.

Samia Hurst von der Covid-Taskforce ergänzt, sie hoffe, dass bald auch weitere vielversprechende Impfstoff-Kandidaten erhältlich seien – das sei immer wünschenswerter, als von einem Mittel abhängig zu sein. Er dämpft die Erwartungen, die aufgrund einer ersten Zwischenstudie nun an den Impfstoff von Pfizer-Biontech gestellt werden. Man müsse dazu viel mehr wissen.

14.42 Uhr: Pflichten der Arbeitsgeber

Boris Zürcher vom Seco ist an der Reihe: Er erinnert die Arbeitgeber daran, ihre Pflichten einzuhalten, was Hygienemassnahmen oder das Tragen von Masken im Innenraum angeht. Auch er preist nochmal das Homeoffice, das die Zahl der sozialen Kontakte begrenze. Wenn Homeoffice nicht möglich sei, brauche es Trennwände, regelmässiges Reinigen, Lüften, das Einhalten des Abstands «und natürlich ganz entscheidend: Immer wenn möglich die Maske tragen!»

13.36 Uhr: Update Bettenfront

Andreas Stettbacher vom Sanitätsdienst mit einem Update von der Bettenfront:

13.33 Uhr: Sieben Verhaltenstipps

Jeder könne einen Beitrag leisten, mahnt Steffen. Sieben Hinweise sollten den Bürgern im Alltag helfen:

Thomas Steffens sieben Tipps

  • Es gelte: Wenn Abstandhalten nicht möglich sei, eine Maske tragen. Das sei gut, aber noch besser wäre es, auch mit Maske Abstand zu halten.
  • Eine Maske beim «einsamen Waldlauf» ist unnötig.
  • Ein Schutzkonzept am Arbeitsplatz ist «zentral wichtig». Homeoffice hilft.
  • Wenn das Bauchgefühl sagt, man solle sich testen lassen, dann solle man das auch tun.
  • Gut ist besser als perfekt: Nicht mit der Hygiene sinnlos übertreiben. Man müsse eine Oberfläche nicht siebenmal nacheinander desinfizieren, einmal reiche.
  • Vor geplanten Treffen im privaten Rahmen sollten die Teilnehmer offen über Corona-Massnahmen reden.
  • Die Bürger sollen auf die eigene psychische Belastung achten. «Schaffen Sie sich Ruheinseln, in denen auch Corona mal Pause hat», rät Thomas Steffen.

13.27 Uhr: Was die Kantonsärzte denken

Thomas Steffen, der die Kantonsärzte vertritt, sieht die «ersten positiven Wirkungen der Massnahmen vom Oktober», doch die Bemühungen reichten noch nicht aus, «um im Winter stabil zu sein». Nun könne man versuchen, das individuelle Verhalten zu beeinflussen oder die Lebensverhältnisse zu regeln – via Bestimmungen. Beide Ansätze hätten Vor- und Nachteile, so Steffen.

13.25 Uhr: Nicht die Zeit, um nachzulassen

Es sei jetzt sicherlich nicht der Zeitpunkt, die Anstrengungen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen, zu lockern, warnt Hurst. So sei im Wallis, das noch vor dem Bund strengere Massnahmen erlassen hatte, die Reproduktionszahl zwar gesunken – sie sei aber immer noch zu hoch, um die Fallzahlen merklich zu senken. «Wir müssen das zusammen hinbekommen», schliesst sie. 

13.20 Uhr: Impfstoff klingt vielversprechend

Nun spricht Samia Hurst, Vizepräsidentin der wissenschaftlichen Covid-19-Taskforce. Sie kommt als erstes auf die Meldung des erfolgversprechenden Impfstoff-Kandidaten von Pfizer-Biontech zu sprechen, die gestern viel zu reden gab. Die bisher bekannten Daten wirkten tatsächlich vielversprechend, so Hurst, dennoch müsse man erst noch den vollständigen Bericht einsehen können. Wann dieser erhältlich sein werde, sei noch nicht bekannt.

13.14 Uhr: Verständnis für Handicapierte

Urs Germann vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen macht auf ein Problem aufmerksam: Menschen mit psychischen oder körperlichen Beeinträchtigungen können unter Umständen keine Masken tragen. Sie haben dafür in der Regel ärztliche Atteste, werden aber trotzdem mitunter in der Öffentlichkeit diskriminiert.

Gerade auch Hörgeschädigte leiden darunter, dass sie nicht mehr Lippen lesen können. Diesen Personen sollte die Gesellschaft toleranter gegenübertreten, so Germann, und Verständnis zeigen.

13.08 Uhr: Hospitalisierungen in der Schweiz

Kuster ist «vorsichtig optimistisch», dass es aufwärts geht. Im europäischen Vergleich sieht es allerdings nur in Belgien ähnlich schlecht aus wie bei uns. Die Westschweiz sei stärker betroffen als der Rest des Landes, so Kuster. Insgesamt flache die Kurve aber ab. Interessant: die Karte der Hospitalisierungen im Land.

13.05 Uhr: Zahlen-Update

Stefan Kuster berichtet von den neuen Corona-Zahlen: 243 zusätzliche Hospitalisierungen müssen vermeldet werden. 45'000 Personen befinden sich in Isolation und knapp 40'000 in Quarantäne. Mittlerweile würden täglich «einige hundert» Schnelltests durchgeführt. «Wir sehen, dass die Fallzahlen anhaltend hoch bleiben», so Kuster – auch wenn es eine Verlangsamung gebe. Die Zahl der Hospitalisierungen müsse jedoch sinken. Und: Eine Beurteilung, welchen Effekt die jüngsten Massnahmen hätten, sei noch nicht möglich.

13 Uhr: Beginn der Medienkonferenz

Experten des BAG, die Kantonsärzte, Seco und Armee sind vertreten, um auf Fachebene zu informieren. Politische Fragen können nicht erörtert werden, heisst es.

12.45 Uhr: Medienkonferenz um 13 Uhr

Experten des Bundesamtes für Gesundheit informieren über den neuesten Stand der Dinge.

12 Uhr: 5'980 neue Ansteckungen innert 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Dienstag 5‘980 Coronavirus-Ansteckungen bei 22‘919 Tests innerhalb eines Tages gemeldet worden. Das entspricht einer Positivitätsrate von 26,1 Prozent. 107 Personen sind an den Folgen von Covid-19 gestorben, 243 Personen mussten ins Spital eingewiesen werden.

Am vergangenen Dienstag waren dem Bundesamt 6'126 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Damit ist die Zahl der positiv gemeldeten Fälle im Wochenvergleich leicht gesunken. Am Montag hatte das Bundesamt für die 72 Stunden über das Wochenende 17'309 neue Ansteckungen gemeldet.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 2'254'471 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19. Über die vergangenen zwei Wochen gesehen fiel das Resultat bei 26,7 Prozent der Tests positiv aus. Pro 100'000 Einwohner wurden im gleichen Zeitraum 4'771,1 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet

Intensivbett am 5. November 2020 im Spital «Reseau hospitalier neuchatelois» in Neuenburg. 
Bild: Keystone

11.53 Uhr: PLO-Generalsekretär gestorben

Der Generalsekretär der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Saeb Erekat, ist tot. Dies teilte die Fatah-Partei am Dienstag mit. Der 65-Jährige war wegen schwerer Atemprobleme nach einer Corona-Erkrankung Mitte Oktober nach Jerusalem ins Krankenhaus gebracht worden.

Seither hatten Ärzte um das Leben des ehemaligen Unterhändlers bei Friedensgesprächen gekämpft. Nach einer Verschlechterung seines Zustands war er in Vollnarkose versetzt und künstlich beatmet worden. Nach Angaben der Ärzte war die Behandlung besonders schwierig, weil Erekats Immunsystem nach einer Lungentransplantation vor drei Jahren unterdrückt war. Dazu seien die Corona-Erkrankung sowie eine bakterielle Infektion gekommen.

Saeb Erekat nimmt im Jahr 2015 als palästinensischer Chefunterhändler an einer Konferenz teil. (Archiv)
Bild: dpa

11.25 Uhr: Ende der Medienkonferenz

Gregor Zünd, CEO am USZ, schliesst die Medienkonferenz in der Hoffnung, dass man die zweite Welle mit gemeinsamen Kräften bewältigen könne. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. 

11.19 Uhr: Covid-Patienten im Doppelzimmer

Brenner sagt, dass nur positiv getestete Patienten in einem Zimmer zusammengelegt werden, da sich diese nicht mehr gegenseitig anstecken können. Das geschehe aber auch nur, wenn es sonst keine Kontraindikationen gebe. 

11.15 Uhr: Schnelltests

Zinkernagel erklärt zu den Schnelltests, dass diese ja funktionieren würden, wenn sie positiv ausfallen würden. Man könne sie einsetzen, aber man müsse sich halt der Lücken bewusst sein. Sorgen würde es bereiten, wenn ein Schnelltest negativ sei, da müsse man dann halt einen PCR-Test hinterherschieben.  

11.11 Uhr: Freiwillige gesucht

Pflege-Direktorin Brenner erklärt, dass man auch Studierende als Freiwillige gewinnen will. Man spreche diese gezielt an, um die Teams auf den Stationen zu unterstützen. 

11.06 Uhr: «Wir sind gut voll.»

Zu den knappen Betten auf der Intensivstation erklärt Steiger,  es gebe einen Erweiterungsplan, doch dafür benötige man eben auch Personal. Er sagte: «Wir sind nicht am Anschlag, aber wir sind gut voll.»

Im März 2020 stehen zwei Zelte vor der Notfallstation des Unispitals Zürich, bei denen infizierte Coronavirus-Patienten zuerst in die Triage kommen. (Archiv)
Bild: Keystone

10.55 Uhr: Problem der Selektion

Steiger erklärt, es sei schwer zu entschieden, welche Operationen man angesichts der Lage zurückstellen solle. Auch wenn man von Wahleingriffen spreche, ginge es etwa auch um krebskranke Paienten, die «eine dringende Operation benötigen». Lediglich Schönheits-Operationen würden in jedem Fall verschoben. 

10.46 Uhr: Rigoroses Testen

Prof. Annelies Zinkernagel, Direktorin der Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene, erklärt, man «teste rigoros». Allein gestern habe man 442 Tests durchgeführt, die Positivitätsrate habe bei 13,5 Prozent gelegen.

10.43 Uhr: Weniger Patienten werden beatmet

In der zweiten Welle habe das Unispital Zürich auf der Intensivstation bereits 64 Patienten behandelt, 30 Prozent davon seien ausserkantonale Patienten, sagt Peter Steiger, Stv. Leiter Institut für Intensivmedizin. Zum Vergleich: In der ersten Welle habe man ungefähr 50 Coronakranke gepflegt. «Im Moment haben wir zwei freie Covid-Betten – der Rest ist belegt», so Steiger. 

Im Unterschied zur ersten Welle seien die Patientinnen und Patienten jünger. Zudem würden weniger Patienten beatmet als noch in der ersten Welle. Die Mortalitätsrate liege aktuell bei unter zehn Prozent. Er hoffe, dass das so bleibt, sagt Steiger. 

10.40 Uhr: Sperrung von Normalbettenstationen

Das Unispital Zürich hat im Moment vier Normalbettenstationen gesperrt, um personelle Ressourcen zu schaffen, sagt Gabi Brenner, Direktorin Pflege. Zudem würden Angestellte aus der Anästhesie die Pflegenden, die sich um Corona-Patienten kümmern, unterstützen. 

Das Personal werde breit unterstützt, dafür habe man schon länger Schulungen initiiert. Die Pflege von Covid-Patienten sei wegen den Hygienemassnahmen besonders aufwendig. Auch seien die Patienten «schwer krank» und müssten mit «speziellen Lagerungsmassnahmen» behandelt werden. Deshalb brauche man hier mehr Personal, so Brenner.

10.35 Uhr: 21 Personen auf Intensivstation im Unispital 

Man habe aktuell 21 Corona-Patientinnen und -Patienten auf der Intensivstation, 13 von ihnen würden beatmet, sagt CEO Gregor Zünd. Darunter seien auch Personen aus anderen Kantonen. Das Unispital habe aktuell sowohl auf der Intensivstation als auch auf den Bettenstationen noch genügend Kapazitäten, so Zünd. 

10.20 Uhr: Das Unispital Zürich informiert

Das Universitätsspital Zürich informiert um 10.30 Uhr in einer Medienkonferenz über den aktuellen Stand. Anwesend werden sein: Prof. Gregor Zünd, CEO, Gabi Brenner, Direktorin Pflege, Peter Steiger, Stv. Leiter Institut für Intensivmedizin, Prof. Annelies Zinkernagel, Direktorin der Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene.

10 Uhr: Trump-Mitarbeiter nach Wahlparty infiziert

Nach Donald Trumps voreiliger Siegesparty in der Wahlnacht sind mindestens drei hochrangige Mitarbeiter des Präsidenten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie e wurde Minister Ben Carson positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet. Der Minister, der selbst Mediziner ist, sei «guter Dinge» und schätze sich «glücklich, Zugang zu effektiven Therapien» zu haben, sagte dessen stellvertretender Stabschef, Coalter Baker.

Ebenfalls angesteckt wurde David Bossie aus dem Wahlkampfteam des Präsidenten, der zuletzt beauftragt war, die Anfechtungen des Wahlergebnisses zu überwachen. Die Wahlparty ist mit Blick auf die Corona-Pandemie in die Kritik geraten, nachdem bekannt wurde, dass der Stabschef des Weissen Hauses, Mark Meadows, am Tag danach positiv auf das Virus getestet worden ist. Meadows hatte vor der Wahlparty Trump noch zu Terminen begleitet und war dabei wie die übrigen Angestellten des Weissen Hauses ohne Mund-Nasen-Schutz aufgetreten – im Gegensatz zu zahlreichen Wahlkampfhelfern. Auch bei der Party in der Wahlnacht trug er keine Maske.

9.30 Uhr: UBS erwartet mehr Konkurse

Die Schweizer Wirtschaft dürfte angesichts der zweiten Welle zum Jahresende noch einmal schrumpfen, schreibt die UBS in einer Mitteilung vom Dienstag. Eine tiefe Rezession sei zwar nicht zu erwarten. Allerdings verstärke sich mit der Eintrübung der Stimmung die Zweiteilung der wirtschaftlichen Genesung. Diese wird als K-förmige Erholung bezeichnet.

Auf der einen Seite seien solche, die von der Krise wenig getroffen wurden – wie etwa die Pharma- oder Finanzbranche – oder sich seither deutlich erholt hätten, so die Grossbank. Auf der anderen Seite stünden Branchen, die durch die Rezession bereits im ersten Halbjahr geschwächt worden seien, wie die Gastronomie und die Reisebranche. Diese seien auch jetzt wieder am stärksten betroffen. Die UBS-Ökonomen gehen daher davon aus, dass sowohl die Konkurse als auch die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten ansteigen werden.

Insgesamt halten sie weiter an ihrer Prognose fest, dass die Schweizer Wirtschaft 2020 um 4,5 Prozent schrumpfen wird. 2021 rechnen sie mit einer Erholung von +3,2 Prozent. Noch im September waren sie mit erwarteten +3,9 Prozent etwas optimistischer. 2022 erwartet die UBS ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 3,1 Prozent.

Die Zahl der Konkurse wird laut der UBS zum Jahresende steigen. (Symbolbild)
Bild: Keystone

8.25 Uhr: In der Toskana droht Restaurants die Schliessung

Wegen der sich zuspitzenden Corona-Situation will Italien für einige Landesteile striktere Einschränkungen verhängen. Die Region Ligurien im Nordwesten und die Abruzzen in Mittelitalien sollen am Mittwoch zu sogenannten orangen Zonen erklärt werden, wie die dortigen Präsidenten auf Twitter schrieben. Auch die Toskana soll dem Bürgermeister von Florenz, Dario Nardella, zufolge in diese Kategorie fallen. Die Nachrichtenagentur Ansa nannte zudem die Basilikata und Umbrien als weitere Kandidaten.

Italien ist in drei Corona-Zonen eingeteilt, wobei in den roten Zonen die striktesten Massnahmen gelten. Orange ist die mittlere, gelb die niedrigste Stufe. In orangen Gebieten müssen Restaurants und Bars den ganzen Tag über geschlossen bleiben. Ausserdem ist es verboten, sich zwischen verschiedenen Regionen und Kommunen zu bewegen. Ausnahmen gelten für die Fahrt zur Arbeit oder Reisen aus gesundheitlichen Gründen.

Will die Schraube anziehen: Italiens Premierminister Giuseppe Conte.
Bild: Keystone/EPA/Filippo Attili

8.12 Uhr: SBB-Züge leeren sich wegen Homeoffice

Die zweite Welle kommt die SBB teuer zu stehen. Weil der Bundesrat wieder das Arbeiten im Homeoffice empfohlen hat, haben sich die Züge der SBB markant geleert. In der letzten Oktoberwoche wurden im Fernverkehr nur noch halb so viele Passagiere gezählt wie im Vorjahr, berichtet SRF. Im Regionalverkehr war der Rückgang geringer, dennoch betrug die Auslastung nur noch 70 Prozent. 

Die SBB mussten bereits für das erste Halbjahr 2020 ein Minus von 479 Millionen Franken vermelden. Und das zweite Halbjahr werde kaum viel besser, sagte SBB-Sprecher Reto Schärli zu SRF. In der gesamten ÖV-Branche rechnet man dem Bericht zufolge mit einem Minus von 1,7 Milliarden Franken. 

In den SBB-Zügen bleiben viele Plätze unbesetzt. Im Bild: ein Zug am Bahnhof Basel.
Bild: Keystone

7.26 Uhr: Lonza soll Impfstoff-Kandidat herstellen

Bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus vermeldet auch Lonza Neuigkeiten: Das Basler Pharmaunternehmen wird für den US-Konzern Altimmune einen möglichen Impfstoff herstellen. Dabei handelt es sich um das Mittel Adcovid, das einmalig über einen Nasenspray verabreicht wird.

Altimmune hofft, den Impfstoff 2021 auf den Markt zu bringen, wie beide Unternehmen am Dienstag mitteilten. Im Schlussquartal 2020 soll eine klinische Studie lanciert werden, deren Resultate im ersten Quartal 2021 vorliegen sollen. 

Altimmune mit Sitz im US-Bundesstaat Maryland erwartet, dass der Impfstoff Menschen bis zu einem Jahr oder länger vor Covid-19 schützen könnte. Zudem soll der Impfstoff ohne Sicherstellung einer Kühlkette transportiert werden können.

Lonza ist bereits Herstellungspartner für den Impfstoff von Moderna. Mit Moderna hatte der Bund bereits im August einen Vertrag für den Bezug von 4,5 Millionen Impfdosen abgeschlossen.

7.10 Uhr: Kantone wollen zurück zum Bussen-Regime

Im Frühling konnte die Polizei für Verstösse gegen die Coronamassnahmen eine Busse sprechen. Seit nicht mehr die «ausserordentliche Lage» gilt, ist das nicht mehr möglich – eine Sanktionierung ist nun nur über den Weg einer Strafanzeige möglich.

Die Kantone würden gerne wieder Bussen verteilen können: «Für die Durchsetzung ist es wichtig, dass die Bestrafung geringfügiger Übertretungen im Ordnungsbussenverfahren möglich ist», schrieb die kantonale Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) in einer Stellungnahme an den Bundesrat, die dem «Blick» vorliegt.

Gegenüber der Zeitung führt GDK-Generalsekretär Michael Jordi aus, dass man nicht reihenweise Bussen verteilen möchte: «Nicht jeder, der keine Maske trägt, soll gleich eine Ordnungsbusse erhalten», so Jordi. «Mit der Bussen-Option könnte die Polizei aber dosiert Druck ausüben und die Betroffenen im Gespräch eher von der Einhaltung der Regeln überzeugen.»

Beim Bundesamt für Gesundheit verweist man darauf, dass es für eine Rückkehr zum Bussen-Regime erst eine Änderung des Ordnungsbussengesetzes brauche: «Das ist im Moment nicht vorgesehen.»

Die Polizei nimmt im Mai die Personalien einer Demonstrationsteilnehmerin in Bern auf.
Bild: Keystone/Anthony Anex

6.14 Uhr: Swissmedic prüft Pfizer-Biontech-Impfstoff

Die Schweizer Zulassungsbehörde Swissmedic prüft bereits den Covid-19-Impfstoffkandidaten mit dem sperrigen Namen «BNT162 b2», der am Montag Schlagzeilen machte und an den Börsen Kurssprünge verursachte. Die Entwickler, der US-Pharmakonzern Pfizer und der deutsche Immuntherapie-Spezialist Biontech, haben in der Schweiz einen Antrag gestellt. «Ich denke sogar, dass wir eine Zulassung schneller als in 100 Tagen erteilen können», sagt Swissmedic-Vizedirektor Philippe Girard im Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Voraussetzung sei, dass alle Daten vorliegen. Die Antragsteller reichen diese laut Girard im Schnellverfahren nur schrittweise ein.

Der Swissmedic-Vizedirektor sagte weiter, dass eine Zulassung in diesem Jahr undenkbar sei, möglich sei diese aber Anfang 2021. Die Schweiz hat für das in der Entwicklung befindliche Pfizer-Biontech-Produkt keine Vorbestellung aufgegeben, sondern bei zwei anderen Firmen mögliche Impfstoffe reserviert. Der Verteilungskampf dürfte sich laut «Tages-Anzeiger» nun verschärfen.

Der erste Patient der klinischen Studie für einen von vier Covid-19-Impfstoffkandidaten von Biontech und Pfizer erhält am 4. Mai 2020 an der University of Maryland School of Medicine eine Injektion.
Bild: Keystone/University of Maryland School of Medicine via AP

Als erste westliche Hersteller hatten Biontech und Pfizer am Montag vielversprechende – aber im Umfang der Details begrenzte – Ergebnisse veröffentlicht. Demnach bietet ihr Impfstoff einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19. Die Unternehmen wollen wohl ab der kommenden Woche eine Notfallzulassung bei der FDA beantragen.



5.30 Uhr: FDA erteilt Notfallgenehmigung für Behandlung

Die US-Gesundheitsbehörde FDA lässt die vom US-Pharmakonzern Eli Lilly entwickelte Methode, Covid-19-Patienten mit Antikörpern zu behandeln, als Notfallanwendung zu. Das teilte die FDA am Montagabend mit.

Die Genehmigung basiere auf klinischen Studien, die zeigten, dass eine Behandlung mit dem Mittel «Bamlanivimab» die Notwendigkeit von Spitalaufenthalten bei Covid-19-Patienten verringere. Es könne zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Erkrankungen bei Erwachsenen und Kindern über zwölf Jahren angewendet werden.

Eine Forscherin testet im Mai 2020 mögliche Covid-19-Antikörper in einem Labor des amerikanischen Pharmakonzerns Eli Lilly in Indianapolis.
Bild: Keystone/David Morrison/Eli Lilly via AP, File

5 Uhr: Trump beklagt sich über Timing von Impfstoff-News

Der amtierende Präsident Donald Trump hat die Bekanntgabe vielversprechender Ergebnisse der Hersteller eines Corona-Impfstoffs wenige Tage nach der US-Wahl als politisch motiviert dargestellt. Der Pharmakonzern Pfizer «hatte nicht den Mut», die guten Nachrichten vor der Wahl bekannt zu geben, kritisierte Trump am Montagabend (Ortszeit) auf Twitter. Das US-Unternehmen arbeitet bei dem Impfstoff mit der deutschen Firma Biontech zusammen.



Trump kritisierte in seinem Tweet auch die für die Zulassung zuständige Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) seiner Regierung. Die FDA hätte die Ergebnisse früher bekannt machen sollen, klagte er. «Nicht aus politischen Gründen, sondern um Leben zu retten», schrieb Trump. Er hatte während des Wahlkampfs immer wieder versprochen, dass es noch vor der Abstimmung gute Neuigkeiten zu Impfstoffen geben werde – und sich davon offenbar politischen Rückenwind erhofft.

«Die FDA und die Demokraten wollten nicht, dass ich vor der Wahl einen Impfstoff-Erfolg habe, deswegen kam es fünf Tage später raus», schrieb Trump auf Twitter weiter. Die FDA seiner Regierung wird von Stephen Hahn geleitet, den der Republikaner Trump selbst ernannt hat.

4 Uhr: Kurz vor Antrag für Impfstoff: Biontech legt Zahlen vor

Kurz nach der Veröffentlichung ermutigender Zwischenergebnisse zu seinem Corona-Impfstoff legt das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech heute Zahlen zum dritten Quartal vor. Zudem will Biontech um 14:00 Uhr in einer Telefonkonferenz «Informationen zum operativen Fortschritt» geben.

Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer hatten am Montag als erste westliche Hersteller vielversprechende Ergebnisse einer für die Zulassung entscheidenden Impfstoff-Studie veröffentlicht. Ihr Impfstoff biete einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19, erklärten die beiden Unternehmen. Schwere Nebenwirkungen seien nicht festgestellt worden.



3.31 Uhr: Fachexperten des Bundes informieren heute

In Bern informieren heute erneut Fachexperten des Bundes über die aktuelle Lage in der Pandemie. Am vergangenen Wochenende waren die Fallzahlen bei den Neuansteckungen leicht rückläufig. Innerhalb von drei Tagen steckten sich über 17'000 Personen mit dem Coronavirus an. Insgesamt 169 Personen starben an der Lungenkrankheit Covid-19. Gesundheitsminister Alain Berset warnte jedoch vor zu viel Euphorie. Es sei verfrüht, eine Tendenz auszumachen. Die Lage bleibe ernst. Am meisten Sorge bereite nach wie vor die Situation auf den Intensivstationen der Spitäler.

2.46 Uhr: Wie kommt Hotelplan durch die Pandemie?

Der Reiseveranstalter Hotelplan stellt heute Dienstag seinen Ausblick für das Wintergeschäft und die Prognosen für den Sommer 2021 vor. Die Pandemie dürfte im internationalen Geschäft weiterhin tiefe Spuren hinterlassen haben. Zahlreiche Länder, darunter Deutschland und Frankreich, haben nach wie vor strenge Reisebeschränkungen. Dagegen dürften Schweizerinnen und Schweizer rege Ferien im Inland buchen, namentlich mit Blick auf die kommende Skisaison. Die Krise im Tourismus wegen der Pandemie dürfte sich hinziehen und auch das Sommergeschäft 2021 beeinträchtigen. Vor allem der grenzüberschreitende Tourismus liegt nach wie vor am Boden. Eine Erholung wird frühestens 2022 erwartet.

2 Uhr: Biden-Sieg und Impfstoff treiben Dow auf Rekordhoch

Der Sieg des Demokraten Joe Biden bei der US-Präsidentenwahl und ein möglicher Durchbruch bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus hat den US-Börsen zum Wochenbeginn neue Rekorde beschert. Der Leitindex Dow Jones Industrial und der marktbreite S&P 500 schnellten am Montag bereits in den ersten Handelsminuten auf Höchststände. Aktien, die unter der Pandemie besonders gelitten hatten, erlebten Kursfeuerwerke.

Zur Schlussglocke stand für den Dow Jones Industrial ein Gewinn von 2,95 Prozent auf 29'157,97 Punkte zu Buche. Der Leitindex hatte zuvor den Sprung über die Marke von 30'000 Zählern nur knapp verpasst. Vor dem regulären Handel war der Dow zeitweise über dieser Marke indiziert worden. Der S&P 500 stieg um 1,17 Prozent auf 3550,50 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 blieb dagegen mit einem Minus von 2,16 Prozent auf 11'830,39 Zähler merklich zurück.

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