Harter Kern der Impfgegner ist leicht rückläufig

sda

9.11.2021 - 01:18

Des personnes manifestent lors d'un rassemblement
Impfgegner demonstrieren am 16. Oktober 2021 in Lausanne. 
Bild: Keystone/Jean-Christophe Bott

Die Corona-Pandemie hat laut einer Umfrage des Vergleichsdienstes Comparis die generelle Einstellung gegenüber Impfungen kaum verändert. Der harte Kern der Impfgegner ist seit 2019 sogar leicht von zwölf auf zehn Prozent gesunken, teilte Comparis am Dienstagmorgen mit.

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9.11.2021 - 01:18

Nur 15 Prozent der befragten Personen habe bei der Umfrage in der Deutschschweiz angegeben, dass sich wegen Covid-19 die eigene Einstellung im Zuge der Pandemie stark bis sehr stark verändert habe. Jeder zweite Befragte habe keine oder nur eine kleine Änderung der Einstellung gegenüber dem Impfen festgestellt.

Das Hauptargument der Impfgegner ist unverändert die Ansicht, durchgestandene Krankheiten stärkten das Immunsystem besser als Impfungen. Das sei aber ein Irrtum, wird Comparis-Gesundheitsexperte Felix Schneuwly in der Mitteilung zitiert. Es gehe darum, Krankheiten zumindest regional aus der Welt zu schaffen.

Die Impf-Debatte rund um das Coronavirus zeige, dass Information wichtig sei. Den harten Kern der Impfgegner vermöge dies jedoch nicht zu überzeugen. Impfstoff-Hersteller und Behörden hätten allerdings die Erwartungen an die Impfstoffe zu stark geschürt. Sie müssten nun angesichts der Faktenlage teilweise zurückrudern.



Impfwissen nimmt stark zu

Derweil habe das Impfwissen der Bevölkerung in Corona-Zeiten stark zugenommen. So hätten vor zwei Jahren noch 17 Prozent der befragten Personen nicht gewusst, gegen welche Krankheiten sie geimpft seien. Bis Oktober 2021 sei dieser Anteil auf sieben Prozent gesunken. Auch das Wissen über die Impfrate bei Herdenimmunität sei stark gestiegen.

Das Marktforschungsinstitut innofact hat im Auftrag von Comparis im Oktober 2021 insgesamt 714 Personen in der Deutschschweiz zu ihrer Haltung in der Impf-Debatte befragt.

sda