Mitholz benötigt 17'500 Quadratmeter Ersatzbauland

SDA

28.6.2021 - 06:15

Sicht auf die Abrissstelle im Fels, Mitte rechts, waehrend einer Begehung fuer Medienschaffende im ehemaligen Munitionslager Mitholz, am Freitag, 29. Juni 2018, in Mitholz im Kandertal. Im vor 71 Jahren explodierten ehemaligen Munitionsdepot Mitholz der Armee im Berner Oberland besteht ein hoeheres Explosionsrisiko als bisher angenommen. Der Bund haelt es allerdings nicht fuer noetig, Sofortmassnahmen zu ergreifen. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Die unsichtbare Gefahr im Felsen: dort befindet sich ein in den 1940er-Jahren eingestürztes Munitionslager der Armee. Nun will der Bund die weiterhin explosive Altlast räumen. Viele Dorfbewohner müssen ihre Häuser wohl jahrelang aufgeben. (Archiv)
Bild: Keystone

Wenn das ehemalige Munitionslager in Mitholz saniert wird, muss ein grosser Teil der Bevölkerung ihre Häuser für lange Zeit verlassen. Um Betroffenen den Wegzug zu ersparen, sind Ersatzbauzonen geplant.

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28.6.2021 - 06:15

Weil Teile des Berner Oberländer Dorfs Mitholz mehrere Jahre lang aufgegeben werden müssen, braucht die Gemeinde Ersatzbauland, das sie den betroffenen anbieten kann. Planer schätzen den Bedarf auf rund 17'500 Quadratmeter.

Wenn die Armee spätestens 2031 das alte Munitionslager im Fels am Dorfrand räumt, muss ein Teil der Mitholzer Bevölkerung ihr zu Hause aus Sicherheitsgründen für lange Zeit, vielleicht sogar für immer, verlassen.



Im Rahmen einer Ortsplanungsrevision will die Gemeinde nun dafür sorgen, dass alle Betroffenen, die wollen, im Ort bleiben können. Geplant sind Ersatzbauzonen. Dabei muss sich die ländlich geprägte Gemeinde an die Vorgaben des Raumplanungsgesetzes halten. So müssen zum Beispiel Bauzonen an bestehende angrenzen.

Neueinzonungen sollen möglich sein

«Jedoch hat der Kanton zugesichert, dass Neueinzonungen für die Bewohner von Mitholz möglich sind und bei der Planung nicht nach den sonst üblichen Berechnungsformeln des kantonalen Richtplans vorgegangen werden muss», zitiert das Onlineportal des «Berner Oberländer» eine Mitteilung der Gemeinde vom Wochenende.



Die Gemeinde rechnet damit, dass die Mitwirkung zur Ortsplanungsrevision diesen Sommer über die Bühne geht. Nächstes Jahr soll dann die Gemeinde darüber befinden und wieder ein Jahr später möchte die Gemeinde dann die Planung der Ersatzbauten und der Erschliessung in Angriff nehmen.

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