Zoff in Kloten ZHNachbarn ärgern sich über Airbnb-Touristen im eigenen Garten
Dominik Müller
24.2.2026
In einem Klotener Weiler stört die Nutzung einer Airbnb-Wohnung den Landfrieden.
Symbolbild: Google Street View
Die Nähe zum Flughafen Zürich macht eine Dachwohnung bei Kloten ZH attraktiv für internationale Gäste – und zum Ärgernis für die Nachbarschaft. Nun hat die Stadt die Airbnb-Nutzung untersagt.
Nächtliches Klingeln, fremde Menschen im Garten, Lärm bis spät in die Nacht: Für eine Familie in einem Weiler bei Kloten ZH ist die Situation um eine Airbnb-Wohnung «unhaltbar», wie der «Zürcher Unterländer» berichtet. «Wir fühlen uns unsicher», wird eine Mutter zitiert. Niemand will namentlich auftreten.
Die betroffene Dachwohnung liegt gemäss Bericht zwischen Feldern, ohne ÖV-Anschluss, aber nur wenige Minuten vom Flughafen entfernt. Genau das machte sie offenbar attraktiv für internationale Gäste.
Anwohnende berichten von deutlich mehr Verkehr: Autos, Shuttlebusse, teils Ankünfte mitten in der Nacht. Rollkoffer auf Kies und zuschlagende Türen verärgern die Anwohner zusätzlich. Aus der Nachbarschaft heisse es, es fehle oft an Verständnis für Privatsphäre und Nachtruhe.
Stadt greift ein
Ende Januar schritt der Klotener Stadtrat ein und verbot die Nutzungsänderung zu einer Airbnb-Wohnung. In der amtlichen Mitteilung wurde die «Wiederherstellung rechtmässiger Zustand» verlangt.
Andreas Stoll, Leiter Lebensraum der Stadt Kloten, sagt zum «Zürcher Unterländer»: «Die Nutzung einer Liegenschaft als Airbnb ist in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform und damit baurechtlich nicht zulässig.» Es sei das erste Nutzungsverbot dieser Art in Kloten.
Eigentümerin nimmt Stellung
Die Eigentümerin der Wohnung betont, die Idee für Airbnb sei nicht von ihr gekommen. Sie habe das Objekt geerbt und erfolglos versucht, es regulär zu vermieten. Über ein Treuhandbüro seien Geschäftspartner eingestiegen, danach sei die Wohnung online angeboten worden.
Die Inserate sind inzwischen verschwunden. Laut Anwohnenden gehen aber weiterhin Personen ein und aus. Dabei soll es sich vor allem um um Chauffeure und Angestellte des Airbnb-Betreibers handeln.
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