Patti Basler: «Wünsche nächster Frauengeneration guten Sex»

Mara Ittig, Carlotta Henggeler, Anna Kappeler

14.6.2019 - 09:10

Patti Basler ist Bühnenpoetin, Kabarettistin und Autorin. Dieses Jahr gewann sie mit dem Salzburger Stier den renommiertesten Kleinkunstpreis im deutschen Sprachraum.
Bild: Tibor Nad

Der Frauenstreik vom 14. Juni treibt viele Frauen auf die Strasse. Wir haben einige Frauen ausgewählt und sie gefragt, wie wichtig ihnen Gleichstellung ist – und was sich diesbezüglich verbessern muss.

Die Gleichstellung von Frau und Mann ist ein Anliegen, das seit dem letzten nationalen Frauenstreik von 1991 nichts an Aktualität eingebüsst hat: Lohngleichheit, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, mehr Respekt – so lauteten die Forderungen damals, und so lauten sie noch immer.

Frau Basler, nehmen Sie am Frauenstreik teil?

Ich bin selbstständig erwerbend – ich kann also niemanden bestreiken. Als C-Promi habe ich zudem sehr viel mehr Einfluss, wenn ich das Gegenteil eines Streiks mache: arbeiten. Ich werde die Streikenden also unterstützen, indem ich zwei Auftritte vor Ort und auf der Strasse mache – einen im Leutschenbach, den anderen an der Langstrasse. Und abends bin ich zudem in der «Arena».

Wo sehen Sie den dringendsten Handlungsbedarf beim Thema Gleichstellung?

Wir brauchen endlich Elternzeit. Die ist überfällig. Sie soll für die Väter obligatorisch sein, damit Männer für Arbeitgeber das gleiche Einstellungsrisiko werden wie Frauen.

Was wünschen Sie sich für die nächste Frauengeneration?

Guten Sex. Ein glückliches Leben für Mann und Frau. Und viel Liebe.

Mehr zum Frauenstreik am TV.

«Dok: Frauen kämpfen um ihr Recht» lief Donnerstag, 13. Juni, um 20.05 Uhr auf SRF1. Mit Swisscom Replay TV können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

«Arena: Will Frau zu viel?» läuft Freitag, 14. Juni, um 22.25 Uhr auf SRF1. Mit Swisscom Replay TV können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

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