Schoggibrunnen und Bohrmaschine: Berner LeihBar öffnet Tore

3.12.2018 - 18:21, Nicolai Morawitz

Hat die LeihBar mit Freiwilligen ins Leben gerufen: Raffael Wüthrich von der Stiftung für Konsumentenschutz.
Bluewin/mn

Warum kaufen, wenn auch teilen möglich ist? Das ist die Devise der neuen LeihBar, welche am Montag in Bern zum ersten Mal Güter verliehen hat. Insgesamt 100 Gegenstände warten dort darauf, ausgeliehen zu werden. «Bluewin» hat mit dem Vater des Projekts, Raffael Wüthrich, gesprochen.

Gegründet wurde die LeihBar von der Stiftung Konsumentenschutz — sie will die Initiative aber bald in die Hände von Freiwilligen geben. LeihBar-Nutzer müssen fünf Franken pro Monat für eine Mitgliedschaft zahlen. Dann dürfen sie aber so viele Gegenstände ausleihen, wie sie wollen. Vorausgesetzt, dass die Nutzerin oder der Nutzer sich vorher auf der Homepage erkundigt hat, ob das gewünschte Stück nicht schon reserviert ist. 

Derzeit gebe es 170 Mitglieder, sagt Raffael Wüthrich. Er ist der Leiter  für Nachhaltigkeit & Energie beim Konsumentenschutz. Dies sei auch die Grenze, ab der sich das Projekt finanziell selbst tragen könne. Löhne könnten den Freiwilligen allerdings nicht gezahlt werden.

Hohe Kaufkraft kann Problem darstellen

Vorerst wird die LeihBar an drei Abenden in der Woche öffnen. Mit der Filiale in Bern will der Konsumentenschutz Erfahrungen für ähnliche Projekte in anderen Schweizer Städten sammeln.

«Bluewin» hat die Ökonomin Vanessa Angst gefragt, welche Voraussetzungen es für ein Projekt wie die LeihBar gibt, damit es in der Schweiz erfolgreich sein kann. Angst arbeitet für Infras, ein Forschungs- und Beratungsunternehmen für nachhaltige Entwicklung.

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