Bei Lauterbrunnen stürzen 1000 Kubikmeter Fels ins Tal

SDA

27.11.2018 - 15:42

Ausgangs Lauterbrunnen sind am Montagabend rund 1000 Kubikmeter Fels ins Tal gedonnert.
Source: SDA

Im Berner Oberland hat sich am Montag ein grosser Felssturz ereignet. Die entstandene Druckwelle legt einige Bäume um, weitere Schäden gibt es offenbar nicht.

Im Lauterbrunnental im Berner Oberland ist am Montagabend ein Felspaket von rund 1000 Kubikmetern abgestürzt. Personen wurden keine verletzt. Der Felssturz verursachte aber eine grosse Druckwelle.

Der Kalkstein wurde beim Aufschlag praktisch pulverisiert und sorgte für eine grosse Staubwolke. Die Häuser in der Umgebung des Felssturzes seien von einer mehrere Zentimeter dicken Staubschicht bedeckt, wie der Lauterbrunner Gemeindeschreiber Anton Graf auf Anfrage eine Meldung des «Berner Oberländer», bestätigte.

Keine weiteren Abbrüche befürchtet

Der Felssturz ereignete sich gegen halb neun Uhr Abends. So rasch wie möglich wurde ein Geologe für erste Abklärungen an die Mürrenfluh geflogen, wie Graf weiter ausführte. Am Fels habe man lediglich feststellen können, dass es sich um «eine grobe Sache» handle. Drei Familien mussten daher aus Sicherheitsgründen ihr Zuhause verlassen und das Gebiet abgesperrt.



Am Dienstagmorgen konnten Fachleute die Absturzstelle bei Tageslicht begutachten. Dabei stellte sich heraus, dass «nicht mit Folge-Ereignissen zu rechnen ist», wie Graf sagte. Die Familien konnten zurückkehren, und die Sperrung konnte gegen Mittag aufgehoben werden.

Druckwelle legt Bäume um

Das Felspaket mit einem Volumen von rund 1000 Kubikmetern brach zuoberst an der Mürrenfluh ab und donnerte rund 300 Meter zu Tal. Beim Aufschlag zerbarsten die Kalksteinbrocken und es entstand eine grosse Druckwelle. Durch diese wurden Bäume gefällt. Weitere wurden von herabstürzenden Steinen und Felsen in Mitleidenschaft gezogen. Rund ein Hektar Wald ist betroffen.

Ein Gebäude wurde laut Graf im Bereich eines Vordachs durch einen Stein beschädigt. Der Wohnbereich des Hauses wurde jedoch nicht getroffen. Das Felspaket brach etwa 200 Meter links der Staubbachfälle ausgangs Lauterbrunnen ab.

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