Gestatten, der schwungvollste Gerüstbauer der Welt

gbi

29.3.2020 - 18:03

Als Gerüstbauer hat er jeden Tag mit Stangen zu tun – was lag also näher als eine zweite Karriere als Poledancer? Dank seinem Talent lässt Justin Judge alle Spötter mit Leichtigkeit verstummen.

Wenn im Film jemand akrobatisch um eine Stange wirbelt, ist es für gewöhnlich eine Frau – nicht selten eine leicht bekleidete. Doch Poledance ist nichts Anrüchiges, sondern ein schweisstreibender Sport – den auch Männer betreiben. Männer wie Justin Judge.

Der Brite ist es gewohnt, mit Vorurteilen umzugehen. «Genau wie bei männlichen Balletttänzern, reissen die Leute auch bei männlichen Poledancern gerne ihre Witze», erklärt der 31-Jährige aus dem englischen Skegness dem lokalen Newsportal «Lincolnshire Live». «Es wird offenbar als sehr femininer Sport betrachtet, aber es braucht immenses Können und Kraft.» 



Dass er sein Geld als Gerüstbauer verdient, sorgt in seinem Umfeld heute noch für Amüsement. Hie und da zeigt er auch auf der Baustelle sein akrobatisches Können, klettert an Stangen hoch und hält sich oft allein mit der Kraft seiner Arme daran fest. Weil er diese Tricks zum Teil in schwindelerregender Höhe vollführt, muss wohl nicht extra betont werden: Bitte nicht nachmachen!

Judge stiess erst vor sechs Jahren auf den Sport, als ihn seine Coiffeuse Jessy Jardy dazu überredete. Erst widerwillig gab er dem Poledance dann eine Chance – und entpuppte sich als Naturtalent. Gemeinsam mit Jessy Jardy, die nun auch seine Tanzpartnerin ist, holte er im vergangenen Jahr Gold im Doppelwettbewerb bei den World Pole Sport and Fitness Championships in Belfast. 

Wenn ihn Arbeitskollegen wieder einmal mit blöden Sprüchen aufziehen, ermutigt Judge sie einfach dazu, einen seiner Tricks nachzumachen. «Wenn sie merken, wie schwer das ist, halten sie bald einmal den Mund.»

Galerie: Tanzen kann man auch mit hundert noch

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