Wetterdaten zeigen: Dieser Winter ist viel zu mild und viel zu trocken

tsha

24.1.2020 - 20:48

Schweizer Wetterflash

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06.12.2019

Zu wenig Schnee, zu hohe Temperaturen: Dieser Winter will einfach nicht in die Gänge kommen. Selten zuvor war es so mild und trocken.

Eine Schneeballschlacht austragen oder Schlittenfahren gehen? Fehlanzeige. Zumindest im Schweizer Flachland ist das diesen Winter unmöglich. Den letzten Schnee in Bern und Zürich gab es vor Weihnachten – und auch da fielen nur ein paar Zentimeter, die bald wieder verschwunden waren. Was ist los mit diesem Winter?

Wie der «Tages-Anzeiger» unter Berufung auf Daten von Meteo Schweiz berichtet, war selten zuvor ein Winter so mild und so trocken wie dieser. So habe die Wetterstation in Zürich-Fluntern nur 26,6 Millimeter Niederschlag im Januar gemessen. In diesen Wert sind die Prognosen für die kommenden Tage sogar eingerechnet. Nur zweimal in den vergangenen 20 Jahren sei es so trocken gewesen; in den letzten 158 Jahren, also seit Beginn der Wetteraufzeichnung, gab es nur 28-mal derart geringe Niederschläge.

In Bern ist die Lage kaum anders. Die Wetterstation Station Bern-Zollikofen habe laut Daten nur zweimal in den letzten 20 Jahren so geringe Niederschläge aufgezeichnet; seit dem Jahr 1862 lag der Wert dort nur 35-mal derart niedrig.

Der diesjährige Winter ist aber nicht nur trocken und mild, sondern auch aussergewöhnlich sonnig. «Gebietsweise sonnigster Januar seit Messbeginn» titelte «MeteoNews» vor wenigen Tagen. Vor allem in Bern, Neuenburg und Payerne schien die Sonne mehr als sonst im Januar. Bis Monatsende dürften noch weitere Sonnenschein-Rekorde aufgestellt werden, heisst es.

Zu hohe Temperaturen

Mit dem vielen Sonnenschein gehen auch besonders hohe Temperaturen einher. So habe die Durschnittstemperatur in Bern im Januar 0,9 Grad betragen, schreibt der «Tages-Anzeiger». Im langjährigen Mittel seien es aber 0,2 Grad gewesen. Noch krasser lesen sich die Zahlen aus Zürich. Hier liegen die Januar-Durchschnittswerte in diesem Jahr bei 2,6 Grad – statt der normal üblichen 0,9 Grad.

In den kommenden Tagen dürfte es weiterhin mild bleiben, die Temperaturen sollen sogar noch steigen. Die angekündigten Niederschläge kommen dann auch weiterhin als Regen auf die Erde – und nicht als Schnee. Die Schneefallgrenze liegt voraussichtlich bei bei 1'200 bis 1'600 Metern. 

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