WirtschaftBaubranche erwartet 2026 stabiles Plus – mehr Wohnungen gefordert
SDA
25.2.2026 - 10:07
Das Schweizer Bauhauptgewerbe ist im vergangenen Jahr klar gewachsen und dürfte 2026 erneut zulegen. Haupttreiber bleibt der Wohnungsbau. (Archivbild)
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Das Schweizer Bauhauptgewerbe ist im vergangenen Jahr klar gewachsen und dürfte 2026 erneut zulegen. Haupttreiber bleibt laut dem Baumeisterverband (SBV) der Wohnungsbau, der wegen struktureller Hürden jedoch hinter dem Bedarf zurückbleibe.
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25.02.2026, 10:07
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Die Bautätigkeit im Hoch- und Tiefbau stieg 2025 um 2,1 Prozent auf knapp 23,9 Milliarden Franken, wie der SBV gestützt auf den Bauindex am Mittwoch mitteilte. Besonders stark entwickelte sich das vierte Quartal mit plus 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Wohnungsbau blieb zentrale Stütze und legte 2025 um 4,8 Prozent zu. Die Auftragseingänge in diesem Segment wuchsen sogar um 11 Prozent. Insgesamt erhöhten sich die Bestellungen im Bauhauptgewerbe um 3,7 Prozent, und die Auftragsbestände lagen Ende des Jahres um 4,5 Prozent über Vorjahr.
Für 2026 erwartet die Branche einen Umsatz von rund 24,4 Milliarden Franken, was einem Plus von 1,9 Prozent entspricht. Der Wohnungsbau dürfte wichtigster Wachstumstreiber bleiben, hiess es.
SBV will mehr Tempo im Wohnungsbau
Dort geht es dem SBV allerdings nicht schnell genug: Um die Wohnraumknappheit zu lindern, wären laut dem Verband jährlich rund 50'000 neue Wohnungen nötig; zuletzt wurde diese Marke 2018 erreicht. Die vom Bund lancierten Massnahmen gegen Wohnungsmangel seien bislang erst zu einem kleinen Teil umgesetzt worden.
Der Verband forderte deshalb erneut generell weniger einspruchsberechtigte Personen und schnellere Baubewilligungen, eine Deregulierung der landesweit über 140'000 Bauvorschriften sowie eine aktivere Raumplanung von Kantonen und Gemeinden.
Neben dem Wohnungsbau sichert dem SBV zufolge der Tiefbau dank Infrastrukturinvestitionen eine stabile Grundauslastung. Allerdings bremsten dort Budgetengpässe, eine hohe Auslastung und Fachkräftemangel das Tempo. Der SBV plädiert dafür, dass der Bund seine Einlagen zur Finanzierung von Bahn und Strasse nicht kürzt, obschon dies die dauerhafte Beibehaltung des Mehrwertsteuer-Promilles bedeute.
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Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
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