KonjunkturIndustrie-KMU stehen weiter im Gegenwind
SDA
25.2.2026 - 08:52
Die kleinen und mittelgrossen Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) bleiben in einer schwierigen Lage. Drei von vier MEM-Betrieben beurteilen ihre aktuelle Lage als ungünstig. (Archivbild)
Keystone
Die kleinen und mittelgrossen Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) bleiben in einer schwierigen Lage. Laut dem Swissmechanic-Wirtschaftsbarometer beurteilen wie schon im Oktober drei von vier MEM-Betriebe ihre aktuelle Lage als ungünstig.
Keystone-SDA
25.02.2026, 08:52
SDA
Es zeichnet sich keine Erholung ab. Hauptgründe sind die schwache Nachfrage, der anhaltend starke Franken sowie der Fachkräftemangel.
Die Senkung der US-Zölle auf 15 von 39 Prozent habe zudem nur begrenzte Entlastung gebracht, teilte Swissmechanic am Mittwoch mit. Für die Mehrheit der Unternehmen bedeute dies keine Trendwende, sondern lediglich eine moderate Verbesserung der Geschäftsaussichten.
Index schon 11 Quartale negativ
Der quartalsmässig erhobene KMU-MEM-Geschäftsklimaindex von Swissmechanic lag im Januar bei -30 Punkten. Er verbesserte sich damit gegenüber dem Stand von Oktober (-37) zwar leicht, es weist damit aber das elfte Quartal in Folge ein negatives Vorzeichen auf.
Die Auftragslage bleibt für 63 Prozent der befragten Unternehmen die grösste Sorge. So haben rund 40 Prozent der Firmen im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr rückläufige Zahlen beim Auftragseingang und beim Umsatz verzeichnet. Bei knapp der Hälfte der Firmen ging auch die operative Gewinnmarge zurück.
Investitionsproblem
37 Prozent der Firmen leiden unter den Wechselkursschwankungen und 26 Prozent unter dem Fachkräftemangel. Insgesamt ist laut dem Dachverband die Unsicherheit bei den Unternehmen weiterhin hoch. Aufgrund der finanziell eingeschränkten Möglichkeiten könne zudem rund ein Viertel der Firmen die notwendigen Investitionen nicht stemmen.
«Unsere KMU zeigen grosse Ausdauer. Doch eine Stabilisierung auf tiefem Niveau ist noch keine Erholung», wird in der Mitteilung der Präsident von Swissmechanic, Nicola Tettamanti zitiert. Er bekräftigt seine früheren Forderungen nach verlässlichen Rahmenbedingungen und politischer Stabilität.
Gegen Trumps Drängen: Fed votiert für stabilen Leitzins
Keine weitere Zinssenkung in den USA: Die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert. Wegen hoher Arbeitslosenquote und Inflation belassen die Währungshüter den Zins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Zehn der zwölf Mitglieder stimmen für diesen Schritt.
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und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
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Europa müsse sich darauf einstellen, dass Stärke und Durchsetzungsfähigkeit wieder zentrale Faktoren der internationalen Politik seien.
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