Maschinenindustrie Georg Fischer schrumpft im Kerngeschäft «Flow Solutions» leicht

SDA

25.2.2026 - 07:15

Georg Fischer hat 2025 im verbleibenden Kerngeschäft "Flow Solutions" weniger umgesetzt und deutlich weniger verdient. Der Umsatz im fortgeführten Geschäft sank um 1,7 Prozent 3 Milliarden Franken. Der Reingewinn halbierte sich in etwa. (Archivbild)
Georg Fischer hat 2025 im verbleibenden Kerngeschäft "Flow Solutions" weniger umgesetzt und deutlich weniger verdient. Der Umsatz im fortgeführten Geschäft sank um 1,7 Prozent 3 Milliarden Franken. Der Reingewinn halbierte sich in etwa. (Archivbild)
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Georg Fischer hat 2025 im verbleibenden Kerngeschäft «Flow Solutions» weniger umgesetzt. Wegen der strategischen Neuausrichtung auf den Transport von Flüssigkeiten in Gebäuden und Infrastrukturen liegt der Fokus auf den Zahlen mit dem fortgeführten Geschäft.

Keystone-SDA

Der Umsatz im fortgeführten Geschäft erreichte in der Berichtsperiode 3 Milliarden Franken. Das ist ein Minus gegenüber dem Vorjahr von 1,7 Prozent, wie der Industriekonzern am Mittwoch mitteilte. Negative Währungseffekte belasteten den Umsatz mit 124 Millionen. Aus eigener Kraft wäre der Umsatz leicht um 0,6 Prozent gewachsen.

Das Flow-Solutions-Geschäft habe sich insgesamt als robust erwiesen, trotz geopolitischer Spannungen, einem starken Schweizer Franken und einer schwachen Baukonjunktur, heisst es zum Geschäftsjahr. Das künftige Geschäft von GF ist aufgeteilt auf die beiden neuen Divisionen «Industry and Infrastructure Flow Solutions» und «Building Flow Solutions».

Operativ etwas schwächer

Der operative Gewinn war von Sonderkosten in Höhe von 33 Millionen Franken belastet. Um diese Effekte bereinigt reduzierte sich der vergleichbare EBIT um 14 Prozent auf 299 Millionen und die entsprechende Marge um 1,4 Prozentpunkte auf 10,0 Prozent.

Der Margenrückgang sei teilweise auf die Abschwächung des Industriegeschäfts – insbesondere in Europa – in Kombination mit einem höheren Anteil der margenschwächeren Infrastruktursegmente sowie auf die von den USA verhängten Zölle zurückzuführen. Ausserdem fielen negative Währungseffekte mit 25 Millionen ins Gewicht.

Der ausgewiesene Reingewinn hat sich auf 103 Millionen Franken in etwa halbiert, wesentlich beeinflusst durch die Neubewertung von Vermögenswerten der verkauften Guss-Sparte und weitere Einmaleffekte. Im Zuge des Verkaufs der Sparte Casting Solutions wurden für das Geschäftsjahr 2025 Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 166 Millionen Franken auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und nicht aktuelle Darlehen vorgenommen.

Die Dividende soll dennoch unverändert bei 1,35 Franken je Aktien liegen.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet GF ein organisches Wachstum im unteren einstelligen Prozentbereich sowie mit einer vergleichbaren EBIT-Marge im Bereich von 10,5 bis 12,5 Prozent. So geht das Unternehmen davon aus, dass es in der Baukonjunktur sowie im Halbleitersegment im zweiten Semester eine «zunehmende Erholung» gibt.

Kein Mischkonzern mehr

GF ist in seiner früheren Form als Mischkonzern Geschichte. Nachdem der Verkauf der Division Casting Solutions im vergangenen Juli angekündigt worden war, ist er seit Mitte Februar nun auch abgeschlossen.

Der Verkauf der Maschinenbausparte (ehemals Agie Charmilles) sowie einzelner Giessereien waren bereits früher erfolgt. GF konzentriert sich künftig auf die Bereiche Wasser und andere Flüssigkeiten und nennt es «Flow Solutions». Damit will das Unternehmen zum globalen Leader aufsteigen.