Ex-CEO Thiam verlässt die Credit Suisse «stolz»

SDA/gbi

13.2.2020 - 07:13

Tidjane Thiam verlässt die Credit Suisse mit einem Reingewinn von 3,42 Milliarden Franken. Der scheidende CEO legt heute zum letzten Mal die Jahreszahlen vor.

Nach fünf Jahren an der Konzernspitze der Credit Suisse muss Tidjane Thiam aufgrund der Beschattungsaffäre seinen Hut nehmen. Und so unschön diese Geschichte für die Bank auch gewesen sein mag: Was die Zahlen angeht, darf der CEO erhobenen Hauptes abtreten: Die Credit Suisse hat im vierten Quartal 2019 den Gewinn – auch dank Sonderfaktoren –deutlich gesteigert. Das treibt auch den Jahresgewinn in die Höhe.

«Ich bin stolz darauf, was die Credit Suisse während meiner Zeit bei der Bank erreicht hat», sagte CEO-Tidjane Thiam, für den es der letzte Tag im Amt ist. Die Ergebnisse für 2019 würden zeigen, dass die Bank nachhaltig profitabel sein könne. Die Strategie, die 2015 formuliert wurde, sei richtig und bleibe richtig.



Im vierten Quartal 2019 erzielte die CS einen Vorsteuergewinn von 1,21 Milliarden Franken nach 595 Millionen in der Vorjahresperiode, wie die Bank am Donnerstag mitteilte. Der Reingewinn stieg auf 852 Millionen (Vorjahr: 259 Millionen). Unter anderem die Neubewertung der Beteiligung an der Schweizer Börse SIX spülte einen hohen Einmalgewinn in die Kasse.

Im Gesamtjahr 2019 erzielte die CS damit einen Vorsteuergewinn von 4,72 Milliarden nach 3,37 Milliarden im Vorjahr. Der Reingewinn erreichte 3,42 Milliarden (Vorjahr: 2,02 Milliarden). 2018 war es der erste Gewinn seit 2014 gewesen, der nun noch einmal deutlich gesteigert werden konnte. Die Aktionäre sollen eine Ausschüttung in bar von 0,2776 Franken je Aktie bekommen.



«Ich bin stolz darauf, was die Credit Suisse während meiner Zeit bei der Bank erreicht hat», lässt sich Thiam in der Mitteilung zu den Jahreszahlen 2019 zitieren. «Wir haben die Credit Suisse erfolgreich transformiert, und unsere Ergebnisse für 2019 zeigen, dass wir nachhaltig profitabel sein können.»

Mit Blick auf das laufende Jahr hiess es zudem, dass alle Divisionen einen sehr erfreulichen Jahresauftakt verzeichnet hätten. Die Aussichten für das Jahr 2020 würden daher vorsichtig optimistisch eingeschätzt. «Die zugrundeliegenden Fundamentaldaten der Weltwirtschaft sind unserer Ansicht nach trotz der zahlreichen geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten, unter anderem in Bezug auf die Auswirkungen des Coronavirus, nach wie vor intakt», so die CS.

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