Jetzt macht der Hauptsponsor Druck: «Findet die WM in Minsk statt, ziehen wir uns zurück»

SDA / wer

16.1.2021 - 16:08

René Fasel trug Anfangs Woche seine Anliegen in Weissrussland vor. Doch der Druck, die WM bei Machthaber Lukaschenko zu veranstalten, steigt.
Bild: Keystone

Der Internationale Eishockey-Verband (IIHF) gerät immer stärker unter Druck. Nun hat Autohersteller Skoda öffentlich gedroht, sich als Hauptsponsor der WMzurückzuziehen, sollte das Turnier in der weissrussischen Hauptstadt Minsk stattfinden.

«Wir sind seit 28 Jahren Partner der Eishockey-WM. Aber wir respektieren und verteidigen auch die Menschenrechte», schreibt der treue tschechische Partner der IIHF auf Twitter. «Infolgedessen wird Skoda die Weltmeisterschaft 2021 nicht sponsern, wenn Weissrussland als Mitveranstalter bestätigt wird.»

Der öffentliche Druck auf die IIHF und deren Schweizer Präsidenten René Fasel nimmt damit weiter zu, den Weissrussen und dem dort diktatorisch herrschenden Präsidenten Alexander Lukaschenko die WM zu entziehen. Die IIHF will Ende Januar entscheiden, was mit dem WM-Turnier, das Weissrussland gemeinsam mit Lettland organisieren sollte, geschieht.

Lettland, Dänemark und/oder Slowakei?

Am Freitag hatte Fasel von einem «Plan B» gesprochen, den es gebe. Demnach soll die WM entweder in Lettland alleine stattfinden oder an Dänemark oder die Slowakei (mit-)vergeben werden.


Mehr zum Thema
IIHF-Präsident Fasel umarmt Machthaber Lukaschenko – und erntet dafür harsche Kritik

IIHF-Präsident Fasel umarmt Machthaber Lukaschenko – und erntet dafür harsche Kritik

12.01.2021

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport