FCB-Machtkampf

Degen legt im FCB-Machtkampf nach: «Hier werden vertragliche Vereinbarungen verletzt»

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29.3.2021

David Degen, Fussballspieler, posiert auf dem Blue Carpet anlaesslich der Vorstellung des neuen Samsung Galaxy S7 Smartphone im Seerestaurant Quai 61, am 10. Maerz 2016 in Zuerich...(PHOTOPRESS/Nick Soland)
David Degen sieht sich als neuen Boss des FC Basel.
Bild: Keystone

Der FC Basel hat offenbar einen neuen Mehrheitsaktionär. Zumindest erklärt sich David Degen zum neuen Klubboss, was der FC Basel kurz darauf dementiert. Die Geschehnisse eines chaotischen Machtkampfes im Ticker.

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29.3.2021

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  • 21.15 Uhr
    Degen legt nach: «Werde für den FCB kämpfen»

    Am Montagabend veröffentlicht Degen via Facebook eine nächste Medienmitteilung. Darin heisst es: 

    «Nur dank der superprovisorischen Verfügung des Zivilgerichts Basel-Stadt konnte durch David Degen heute verhindert werden, dass der Verwaltungsrat der FC Basel Holding AG der Übertragung der Aktien an die Basel Dream & Vision AG zustimmt. Bernhard Burgener und den anderen Verwaltungsräten wurde vom Zivilgericht eine solche Übertragung verboten. Die Anträge wurden in allen Punkten gutgeheissen.

    Mit dem Abbruch der Verwaltungsratssitzung und der Nicht-Übertragung der Aktien an David Degen hat Bernhard Burgener damit klar unterstrichen, dass er sich trotz wiederholten anderslautenden Zusicherungen nicht an die vertragliche Vereinbarung zwischen ihm und David Degen zu halten gedenkt und er hat in gravierender Weise gegen die Bestimmungen des Aktionärsbindungsvertrages verstossen.»

    David Degen selbst wird wie folgt zitiert:

    «Wir konnten heute den Verkauf des FC Basel an die Basel Dream & Vision AG in letzter Minute verhindern. Ich habe im Sinne der Sache alles unternommen, um den FC Basel zu retten. Bernhard Burgener hätte heute dafür sorgen müssen, dass sich die beiden von ihm bestellten Verwaltungsräte an die rechtlichen Vorgaben halten. Hier werden vertragliche Vereinbarungen verletzt und persönliche Interessen über die Interessen des Vereins gestellt. Jeder würde sich gegen ein solches Vorgehen wehren, ich bin verpflichtet dies für den FC Basel zu tun. Ein solches Verhalten darf nicht geschützt werden. Es braucht nun sehr rasch einen Neuanfang und Ruhe, so dass wir uns wieder auf den Fussball konzentrieren können. Ich werde für den FCB kämpfen.»

  • 19.15 Uhr
    «Houston, we have a Degen» – die besten Twitter-Reaktionen

    Nachdem eine Entscheidung am Montag gemäss des FCB ausbleibt, droht dem Verein nun ein langer Rechtsstreit, um die Besitzerverhältnisse abschliessend klären zu können. Hier gehts zu den emotionalen Twitter-Reaktionen.

  • 18.50 Uhr
    Degens Coup vor dem Zivilgericht

    Gemäss «20Minuten» landet David Degen erst am Montagmorgen vor dem Zivilgericht in Basel-Stadt einen regelrechten Coup und bewirkt, dass Burgener gerichtlich verboten ist, seine Aktienanteile an eine Drittpartei weiterzuverkaufen. Das zeigt ein Auszug des entsprechenden Urteils. «Zudem wird auch den beiden anderen Verwaltungsräten Karl Odermatt und Peter von Büren vom Gericht superprovisorisch verboten, einem anderen Deal als jenem von David Degen zuzustimmen», heisst es im Schreiben weiter.

    Auch der FC Basel bestätigt in seiner Stellungnahme (weiter unten), dass jene Verfügung «die Handlungsfähigkeit des Verwaltungsrates eingeschränkt hat, so dass die heutige Verwaltungsratssitzung nicht wie geplant abgehalten wurde.» Die Sitzung soll bereits nach 10 Minuten abgebrochen worden sein.

  • 17.50 Uhr
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  • 17.45 Uhr
    Basel dementiert

    Von offizieller Seite des FC Basel wird die Übernahme durch Degen (s. weiter unten) in folgender Medienmitteilung allerdings nicht bestätigt:

    «Der Verwaltungsrat der FC Basel Holding AG hat unmittelbar vor der heutigen Verwaltungsratssitzung eine superprovisorische Massnahme vom Zivilgericht Basel-Stadt, auf Gesuch von David Degen, erhalten. Diese gerichtliche Verfügung hat die Handlungsfähigkeit des Verwaltungsrates eingeschränkt, so dass die heutige Verwaltungsratssitzung nicht wie geplant abgehalten wurde.

    Der Verwaltungsrat hält fest, dass weder die Gesellschaft noch Bernhard Burgener persönlich vor Erlass der superprovisorischen Verfügung angehört wurden. Das Zivilgericht Basel-Stadt hat angekündigt, zu einer Verhandlung mit den Parteien vorzuladen.

    Entgegen der Medienmitteilung von David Degen erfolgte keine Aktienübertragung von Bernhard Burgener an David Degen. Der Verwaltungsrat wird dazu zu gegebener Zeit weiter informieren und bedauert die Vorgehensweise von David Degen.»

  • 17.20 Uhr
    Degen: «Ich habe eine klare Strategie»

    David Degen wird in der Mitteilung wie folgt zitiert: «Ich bin bereit, die Verantwortung für den FC Basel zu übernehmen. Ich habe eine klare Strategie mit kompetenten und sehr erfahrenen Leuten an meiner Seite, mit denen ich alles unternehmen werde, den FC Basel erfolgreich weiterzuentwickeln. Ich selber werde mich vor allem auf den sportlichen Bereich konzentrieren.»

  • 17.15 Uhr
    David Degen erklärt sich zum neuen Klubboss

    David Degen will den Machtkampf beim FC Basel gegen Bernhard Burgener gewonnen haben. Der Pressesprecher des ehemaligen FCB-Profis verschickt am Montagnachmittag folgende Medienmitteilung:

    «David Degen übt Vorkaufsrecht aus und übernimmt Aktienmehrheit an der FC Basel Holding AG.Basel, 29. März 2021. Das Vorkaufsrecht von David Degen an den Aktien von Bernhard Burgener kam zum Tragen, nachdem Bernhard Burgener beabsichtigte, das Kaufangebot der Basel Dream & Vision AG für 901'600 Aktien anzunehmen. David Degen hat mit dem Angebot der Basel Dream & Vision AG am 5. März 2021 fristgerecht gleichgezogen und die vertraglich vereinbarten nötigen Unterlagen bereitgestellt.

    Der Verwaltungsrat der FC Basel Holding AG hat die Aktienübertragung in seiner heutigen Sitzung traktandiert und muss entlang den vertraglichen Vereinbarungen zwischen Bernhard Burgener und David Degen der Aktienübertragung zustimmen. David Degen wird dann in den kommenden Tagen eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen und einen neuen Verwaltungsrat wählen lassen.»