Nur in Topf 2

Der Weg an die WM 2022 wird für die Nati zum Spiessrutenlauf

pat

16.11.2020

Xherdan Shaqiri und der Schweizer Nati droht auf dem Weg zur WM 2022 ein hartes Los.
Bild: Keystone

Am Dienstag will die Schweiz in der Nations League mit einem Sieg – es wäre der erste im Jahr 2020 – über die Ukraine den Abstieg in die Gruppe B verhindern. Bereits jetzt ist klar, dass unsere Nati bei der WM-Auslosung in Topf 2 sein wird.

Die Schweiz gehört in der FIFA-Weltrangliste nicht mehr zu den besten zehn Teams von Europa, daran würde sich auch im Falle eines Sieges über die Ukraine nichts mehr ändern. Bei der Gruppenauslosung am 7. Dezember für die Qualifikation zur WM 2022 in Katar wird sie deshalb in Topf 2 sein. Das bedeutet gleichzeitig, dass es die Schweiz mit einem der Top-10-Teams zu tun bekommt. Heisst: Die Schweiz muss Belgien, Frankreich, England, Portugal, Spanien, Kroatien, Italien, Dänemark, Deutschland oder Holland hinter sich lassen, um sich direkt für die WM zu qualifizieren.

Nati-Coach Vladimir Petkovic meint an der Pressekonferenz vor dem Ukraine-Spiel darauf angesprochen: «Leider werden wir in Gruppe 2 sein. Aber das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein.» Einige Teams in der Gruppe 2 seien mit jenen aus der Gruppe 1 auf Augenhöhe. «Und viele Mannschaften in Topf 1 werden den Wunsch haben, uns nicht in der gleichen Gruppe zu haben.»

Das mag zwar stimmen, dass sich viele Teams nicht die Schweiz als Gegner wünschen. Dass einige Teams aus dem 2. Topf jenen aus dem 1. Topf auf Augenhöhe begegnen, das ist wohl auch nicht gänzlich aus der Luft gegriffen. Das gilt aber nicht für alle Mannschaften. Wer beispielsweise die Wahl hätte gegen Wales oder Frankreich zu spielen, der würde wohl Wales als Gegner bevorzugen. Auf jeden Fall wird es für die Schweizer Nati sicherlich nicht einfacher, sich für die WM zu qualifizieren, wenn sie in Topf 2 ist. Denn nur die zehn Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die WM 2022 in Katar.

Die zehn Gruppenzweiten ermitteln zusammen mit den zwei besten Mannschaften der Nations League (sofern diese beiden in der Gruppenphase der WM-Quali nicht zu den zehn Erstplatzierten gehören) die restlichen drei europäischen Teilnehmer. Konkret heisst das: Als Gruppenzweiter muss man noch zwei Hürden überspringen, um an die WM zu kommen (Halbfinal, Final).

Spiel gegen die Ukraine steht auf der Kippe

Zunächst gilt aber der Fokus dem Spiel gegen die Ukraine, in dem es den Abstieg aus der höchsten Spielklasse der Nations League abzuwenden gilt. Wie das geht, weiss Pektovic: «Ein 1:0 oder ein 2:1. Oder einen Sieg mit zwei Toren Differenz.» Die Rechnung geht auf, stellt sich allerdings noch die Frage, ob die Partie überhaupt stattfinden kann, da bei den Ukrainern drei Spieler positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

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