Tops und Flops

So spielten die Schweizer im Ausland am Wochenende

Wechselbad der Gefühle bei Xhaka ++ Shaqiri on fire ++ Sommer für einmal nur «Fliegenfänger»

Patrick Lämmle

29.10.2018

Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri reihen sich in der Premier League unter die Torschützen.
Bild: Getty Images

Welche Schweizer Söldner haben geglänzt, wer fiel ab? Hier sind die Tops und Flops des vergangenen Spieltags.

Besonders die Schweizer in England sorgen für Schlagzeilen

Liverpool   

Erstes Pflichtspieltor für die «Reds»

Xherdan Shaqiri

Der 27-jährige Schweizer wird gegen Aufsteiger Cardiff City nach einer Stunde beim Stand von 1:0 eingewechselt, in der 84. Minute erzielt er das vorentscheidende 3:1. Es ist für den immer besser in Fahrt kommenden Shaqiri der erste Pflichtspieltreffer für Liverpool – und ein schöner noch dazu. Am Ende gewinnen die «Reds» mit 4:1. Zumindest bis Montag Abend grüssen sie von der Tabellenspitze.

Schon unter der Woche holte sich Shaqiri in der Champions League Bestnoten ab – bei seiner Auswechslung wurde er mit Standing Ovations gefeiert.

Arsenal   

Traumtor, Assist und Elfer-Verursacher

Granit Xhaka

Nach elf Siegen in Serie spielen die Gunners nur 2:2 gegen Crystal Palace. Xhaka läuft aufgrund der angespannten Personalsituation erneut als Linksverteidiger auf und ist auf bestem Weg zum Matchwinner zu avancieren. Erst zimmert er in der 51. Minute einen Freistoss direkt in den Winkel zum 1:1, fünf Minuten später tritt er die Ecke, die am Ursprung des 2:1 steht. Doch sieben Minuten vor Schluss foult er Wilfried Zaha im eigenen Sechzehner – zum zweiten Mal in diesem Spiel verwandelt Luka Milivojevic vom Elfmeterpunkt. Allerdings muss man Xhaka in Schutz nehmen, denn erstens ist er kein gelernter Aussenverteidiger und zweitens lässt sich Zaha ziemlich theatralisch fallen.

Das Freistosstor von Granit Xhaka aus der Perspektive des Torschützen.
Bild: Getty Images

Norwich City   

Assist-Geber bei 1:0-Sieg

Timm Klose

Nach seinem Doppelpack am letzten Spieltag zeigt der Innenverteidiger erneut eine starke Leistung und bereitet beim 1:0 gegen Brentford den Treffer mit einem langen Ball aus der eigenen Platzhälfte vor. In der Tabelle liegt Norwich in der sehr ausgeglichenen zweiten englischen Liga auf Platz 4, nur zwei Punkte hinter dem Leader, aber auch nur fünf Punkte vor dem Tabellenzwölften.

Wolfsburg   

Nur mit Fouls zu stoppen

Renato Steffen

Beim 3:0 gegen die in der Bundesliga überforderten Düsseldorfer bereitet Steffen die erste Grosschance seines Teams vor. Insgesamt ist er viermal nur mit einem Foul zu stoppen. Zweimal brennt es danach lichterloh.

Niko Giesselmann weiss sich gegen Renato Steffen nur mit einem Foul zu helfen.
Bild: Keystone

Diese Schweizer haben gefloppt

Schalke 04   

Chancentod

Breel Embolo

Beim 0:0 gegen Leipzig hat der 21-Jährige nach einer halben Stunde das 1:0 auf dem Kopf, doch er verfehlt das Tor knapp. Schon unter der Woche vergab Embolo in der Champions League gegen Galatasaray Istanbul mehrere hochkarätige Torchancen. Zurzeit will es einfach nicht klappen mit dem Toreschiessen, die Möglichkeiten dazu hätte er im Überdruss.

Breel Embolo kommt nach einer Ecke freistehend zum Kopfball, verfehlt das Tor aber knapp.
Bild: Twitter
Gladbach   

Ausnahmsweise kein sicherer Rückhalt

Yann Sommer

Schon nach 12 Sekunden verursacht er nach einem Missverständnis seiner Vorderleute einen Elfmeter. In der 94. Minute, beim Stand von 1:2, sieht dann der weit aufgerückte Sommer richtig alt aus: Er spielt die Kugel direkt zu Freiburgs Lucas Höler, der den Ball mit der Brust annimmt und dann vom Mittelkreis aus in die Maschen haut. Sommer meint im Anschluss nüchtern: «Wir haben ein Spiel verloren, mehr nicht.» Ebenfalls in der Startaufstellung standen beim auf Rang 3 abgerutschten Gladbach Nico Elvedi (solide Leistung, Pfostenpech beim Stand von 0:1), Michael Lang und Denis Zakaria. Nicht im Kader: Josip Drmic.

Toulouse   

Überfordert auf ungewohnter Position

François Mounbandje

François Mounbandje (Toulouse): Beim 0:3 gegen das drittklassierte Montpeiller spielt er für einmal in der Innenverteidigung. Möglicherweise ein einmaliges Experiment, der Schweizer erhält nach dem Spiel schlechte Kritiken – dies obwohl er keinen Gegentreffer direkt verschuldet.

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