«Nur schon sein Palmarès lässt uns erröten» – Shaqiri in Lyon vorgestellt

Redaktion blue

25.8.2021

Shaqiri: «Wir müssen den Klub dorthin bringen, wo er hin gehört»

Shaqiri: «Wir müssen den Klub dorthin bringen, wo er hin gehört»

Im Zuge seiner offiziellen Vorstellung spricht Xherdan Shaqiri über die Gründe für den Wechsel nach Lyon und steckt sich hohe Ziele für die Zeit in Frankreich.

25.08.2021

Nach drei Jahren bei Liverpool schlägt Xherdan Shaqiri mit dem Wechsel nach Frankreich ein neues Kapitel in seiner Karriere auf. An der offiziellen Vorstellung bei Olympique Lyon nimmt der Nati-Star Stellung.

Redaktion blue

25.8.2021

Xherdan Shaqiri wird am Mittwoch in Lyon mit viel Vorfreude vorgestellt. Er soll brillieren und führen. Die Erwartungen sind gross und die Latte hoch gesetzt. Shaqiri wird in der französischen Metropole nicht mehr im Schatten anderer stehen.

Das wurde aus den Worten von Sportchef Juninho bei der Präsentation des Neuzugangs klar. Der 46-jährige Brasilianer, der den Klub als Mittelfeldspieler über Jahre hinweg prägte und zu den grössten Erfolgen führte, erklärte, dass mehr noch als die bekannten Fähigkeiten von Shaqiri – der linke Fuss, die Torgefährlichkeit und die Power – die Siegermentalität das wichtigste Kriterium für die Verpflichtung gewesen sei.

Präsident Jean-Michel Aulas sprach von einer gewichtigen Investition für die kommenden drei Jahre: «Weil wir an ihn glauben. Nur schon sein Palmarès lässt uns erröten.» Shaqiri soll entscheidend dazu beitragen, den Klub wieder an die Spitze zu führen. «Ich will helfen, Lyon wieder zum Wachsen zu bringen», sagte der Basler Mittelfeldspieler am Mittwochabend vor den versammelten Medienvertretern auf Englisch. Bald hoffe er, die Fragen auf Französisch beantworten zu können.

Shaqiri: «Wusste nach erstem Kontakt, dass ich kommen will»

Der Entscheid von Liverpool zu Lyon zu wechseln, sei rasch gefallen, erklärte Shaqiri: «Ich wusste schon nach dem ersten Kontakt mit Juninho, dass ich kommen will. Lyon ist ein Topklub in Frankreich und Europa. Auch das ich nahe bei meiner Familie bin, ist ein grosses Plus. Zudem mag ich Peter Bosz sehr.» Der niederländische Trainer, der seit diesem Sommer in Lyon unter Vertrag ist, ist für seine offensive Spielweise bekannt. Bisher lässt der Erfolg noch auf sich warten. Aus den ersten drei Meisterschaftsspielen resultierten zwei Remis' und eine Niederlage.

Wann Shaqiri das erste Mal für Lyon mit der Nummer 29 auflaufen wird, ist noch offen. «Ich brauche schon noch einige Trainings mit der Mannschaft, um meine Mitspieler kennenzulernen. Der Match am Freitag (in Nantes – Red.) kommt wohl noch zu früh. Aber nach der Länderspiel-Pause sollte ich bereit sein», sagte der Schweizer Internationale, der damit am 12. September im Heimspiel gegen Strasbourg sein Debüt geben könnte. Daran, dass eine erfolgreiche Zeit bevorsteht, zweifelt Shaqiri nicht: «Das Team hat grosses Potenzial. Wir haben alles hier, um Erfolg zu haben.»

Der Live-Ticker zur Pressekonferenz

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  • Vorstellung von Shaqiri beendet

    Nach Fotos gemeinsam mit dem Präsidenten Jean-Michel Aulas und Juninho verlässt Shaqiri das Podium wieder.

    Xherdan Shaqiri posiert mit seinem neuen Vereinstrikot.
    Xherdan Shaqiri posiert mit seinem neuen Vereinstrikot.
    Bild: Keystone
  • Shaqiri äussert sich zu Bordeaux-Trainer Petkovic

    «Ich wünsche ihm alles Gute, es war eine schöne Zeit. Mit dem neuen Coach Murat Yakin habe ich gestern telefoniert. Ich kenne ich ihn auch privat sehr gut und ich freue mich mit ihm zusammenzuarbeiten», so Shaqiri. Ob er bereits am Freitag erstmals für Lyon auflaufen kann, ist derzeit noch unklar. «Ich kann momentan noch nicht sagen, ob ich am Freitag spielen kann. Ich muss noch einige Trainings machen, aber ich hoffe bald ready zu sein, um dem Team zu helfen.»

  • Shaqiri spricht über seine bevorzugten Positionen

    «Ich kann auf verschiedenen Positionen spielen. Der Coach wird entscheiden, wo er mich haben möchte. Ich kann rechts spielen oder auf der 10. In Liverpool spielte ich sogar als Achter. Am Schluss entscheidet der Trainer, was ich zu tun habe.»

  • Shaqiri will «jungen Spielern helfen»

    «Auch der Trainer wollte mich, Juninho wollte mich. Es ist wichtig, dass ich ein gutes Selbstvertrauen habe. Ich will mein Bestes für den Verein geben und den jungen Spielern helfen. Wir wollen guten und attraktiven Fussball spielen.»

  • Die Nähe zur Familie

    Shaqiri streicht weitere Vorteile seines Wechsels heraus: «Ich war schon vor einem Jahr in Kontakt mit Lyon. Ich habe nicht gedacht, dass es nun so schnell geht. Ein grosses Plus ist, dass ich näher an meiner Familie in der Schweiz bin. Für mich war es zu 100 Prozent klar, dass ich kommen möchte. Nur die Verhandlungen mit Liverpool waren etwas schwieriger. Aber nun können wir mit der Arbeit gewinnen.»

  • Shaqiri betont, dass er Lyons Mannschaft viel zutraut

    «Um Titel zu gewinnen, braucht es Top-Spieler. Man muss jedes Spiel gewinnen. Und wir haben alles um den Fans zurückzugeben, was sie verdienen. Wir müssen es einfach auf den Platz bringen», macht der 29-Jährige klar.

  • «Ich kann es kaum erwarten»

    Shaqiris Vorfreude ist spürbar: «Ich will der Mannschaft auf dem Platz helfen und eine gewisse Gewinnermentalität einbringen. Mit Emerson, den ich aus der Premier League gut kenne, haben sie einen weiteren Top-Spieler geholt. Ich kann es kaum erwarten.»

    Xherdan Shaqiri freut sich, bald in Lyon loslegen zu können.
    Xherdan Shaqiri freut sich, bald in Lyon loslegen zu können.
    Bild: Keystone
  • Shaqiri: «Lyon ist ein Top-Klub»

    Der Nati-Star sagt, er habe nach der Kontaktaufnahme mit Lyon nicht lange überlegen müssen: «Ich habe schon von Anfang an gesagt, dass ich hierhin kommen will. Sie haben ein gutes Projekt, einen guten Trainer Peter Bosz, den ich sehr mag. Ich will besser werden und will viel gewinnen. Lyon ist ein Top-Klub in Frankreich, der auch erfolgreich sein will.»

  • Jetzt spricht Shaqiri: «Heute noch in Englisch»

    Weil sein Französisch noch nicht ganz auf dem Stand ist, gibt Shaqiri seine Stellungnahme in englischer Sprache ab. «Im Moment spreche ich englisch. Aber vielleicht später versuche ich, nur noch französisch zu sprechen», kündigt er an.

  • Juninho erklärt Shaqiri-Verpflichtung

    Sportdirektor Juninho spricht zuerst über die Gründe für die Verpflichtung von Shaqiri: «Sein Titelhunger und sein linker Fuss sind die Gründe dafür, warum wir ihn geholt haben.»

Streller über Shaqiri: «Auch die Schweiz wird von diesem Transfer profitieren»

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Es ist fix: Xherdan Shaqiri wechselt zu Olympique Lyon. Ein Transfer, der Sinn macht, wie blue Fussballexperte Marco Streller erklärt.

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