Googles Messenger-Dienst Allo am Ende

6.12.2018 - 10:06, dj

Bei Allo konnte man auch direkt mit dem Google Assistant reden.
Google

Google stellt seinen Messenger-Dienst Allo ein, der autonome Taxidienst Waymo rollt auf den Strassen und der Prozessor für die Android-Flaggschiffe 2019 ist hier. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

Google wird im März 2019 seine Messenger-App Allo abschalten, wie das Unternehmen mitteilte. Allo wurde als smarte Nachrichten-App beworben, so hat es etwa Unterstützung für den Google Assistant an Bord. Mit ihm wollte Google auch einen Konkurrenten zu WhatsApp etablieren. Doch Allo erreichte nur knapp 50 Millionen Nutzer weltweit — WhatsApp hat über 1,5 Milliarden.

Stattdessen setzt Google nun verstärkt auf seine Messages-App. Diese soll vor allem mit der Unterstützung für «Rich Communication Service» (RCS), der SMS-Nachfolgetechnologie, punkten. Bis zur Abschaltung von Allo können Nutzer noch ihren Chatverlauf exportieren.

Zeit- und Vertragsarbeiter bei Google haben sich in einem offenen Brief an die Konzernführung beschwert, wie die «Mercury News» schreibt. Mitarbeiter wie sie machen inzwischen über die Hälfte der Google-Belegschaft aus, würden allerdings als Angestellte zweiter Klasse behandelt, heisst es im Brief. Neben schlechterer Bezahlung würde Google ihnen auch keine kritische Informationen zukommen lassen. So wurden bei einer Schiesserei im YouTube-Hauptquartier an die regulären Google-Mitarbeiter Sicherheitsupdates verschickt — nicht jedoch an die Zeit- und Vertragsarbeiter.

Bei einer Schiesserei im April 2018 im YouTube-Hauptquartier wurden Zeit- und Vertragsarbeiter nicht hinreichend informiert, beklagen sie sich.
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Google und Amazon arbeiten offenbar an direkten Konkurrenzprodukten für die AirPods, Apples kabellose Kopfhörer. Wie der Apple-Analyst Ming-Chi Kuo laut 9to5mac.com schreibt, sollen die Zulieferfirmen Geortek und Unitech bereits Aufträge für 10 bis 20 Millionen Stück solcher Kopfhörer bekommen haben. Im zweiten Halbjahr 2019 sollen die AirPods-Konkurrenten dann auf den Markt kommen.

Die AirPods von Apple bekommen wohl bald Konkurrenz. 
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Der Apple-Browser Safari soll bald auch Sicherheitsschlüssel im USB-Stick-Format unterstützen, berichtet cnet.com. Diese Geräte nach dem FIDO2-Standard steckt man einfach in den Laptop oder Computer und braucht dann bei Internet-Diensten zur Anmeldung kein Passwort mehr einzugeben. Die entsprechende Browser-Technologie WebAuthn wird von Firefox, Chrome und dem Microsoft-Browser Edge bereits jetzt unterstützt.

Die Google-Tochter Waymo startet in Phoenix ihren autonomen Taxi-Dienst, berichtet cleantechnica.com. Zunächst werden einige hundert Freiwillige die selbstfahrenden Autos in der Hauptstadt des US-Bundesstaats Arizona nutzen. Zum Start wird zudem auch immer noch ein menschlicher Fahrer im Fahrzeug sitzen, der im Notfall die Steuerung übernehmen könnte.

Kurven nun durch Phoenix: Die selbfahrenden Autos der Alphabet-Tochter Waymo.
Keystone

Qualcomm hat seinen neuesten Prozessor, den Snapdragon 855, vorgestellt, schreibt theverge.com. Er soll Verbesserungen bei der künstlichen Intelligenz oder der Bildbearbeitung bringen. Zudem unterstützt er schnelleres WLAN und eine schnellere Mobilfunkverbindung — Unterstützung für 5G ist allerdings nicht von Haus aus an Bord. Der Snapdragon 855 dürfte in allen Android-Spitzensmartphones des kommenden Jahres verbaut werden, wie dem Samsung Galaxy S10.

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