Googles China-Pläne vor dem Aus?

dj

18.12.2018

Weltweit wurde gegen Googles China-Pläne protestiert, wie hier in Madrid.
Keystone

Das umstrittene Project Dragonfly von Google ist offenbar am Ende, Facebook lässt sich bei Privatsphäre Zeit und Teslas können jetzt auch furzen. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

Googles höchst kontroverser Versuch, wieder mit einer eigenen Suchmaschine in den chinesischen Markt einzusteigen, ist offenbar gescheitert. Wie theintercept.com meldet, wurden zahlreiche Mitarbeiter von Project Dragonfly abgezogen. Ausserdem hat Google ein Datensammelprojekt in China abgeschaltet, das essentiell für seine China-Pläne war.

Google betrieb dazu das Webverzeichnis 265.com. Dort eingegebene Suchanfragen wurden zwar an den chinesischen Marktführer Baidu weiter geleitetet, Google konnte so allerdings detaillierte Daten über das Suchverhalten chinesischer Nutzer sammeln. Gleichzeitig überprüfte es, ob irgendwelche Suchergebnisse bei Eingabe des gleichen Begriffs in Google erscheinen, deren Zugriff in China blockiert ist. So wurde eine Liste von tausenden, zensurierten Websites zusammengestellt, die das chinesische Google dann mutmasslich auch blockiert hätte.

Die grosse Krypto-Handelsplattform Coinbase bietet seinen Privatkunden nun auch das direkte Konvertierten zwischen Bitcoin und anderen Krypto-Währungen an, so coindesk.com. So lässt sich Bitcoin nun direkt in Ethereum tauschen und vice versa. 

Bei Coinbase lassen sich nun auch Kryptowährungen untereinander tauschen.
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Britische Ärzte zeigen sich besorgt über eine Funktionalität der Gesundheitsapp Babylon Health. Ein von künstlicher Intelligenz angetriebene Chatbot soll selbstständig Diagnosen bei weit verbreiteten Krankheiten stellen. Doch die Ärzte haben in Praxistests festgestellt, dass die App in 10 bis 15 Prozent aller Fälle Anzeichen für schwere Krankheiten wie Krebs übersieht. Diese Sorgen haben sie dem Babylon-Gründer Ali Parsa mitgeteilt. Der strebe aber weiterhin eine aggressive Expansion und eine enge Kooperation mit dem staatlichen britischen Gesundheitssystem NHS an, berichtet «Forbes».

Ein von Facebook-CEO Mark Zuckerberg im Rahmen des Cambridge Analytica-Skandals versprochenes Feature zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer ist Immer noch nicht verfügbar, wie recode.net anmerkt. Auf der Facebook-Entwicklerkonferenz F8 im Mai kündigte Zuckerberg das Feature Clear History an. Damit sollen Nutzer auch Verlaufsdaten löschen können, die Facebook über sie ausserhalb seiner Plattform gesammelt hat. «Technische Schwierigkeiten» sollen nun dafür verantwortlich sein, dass Clear History erst im Frühjahr 2019 an den Start gehen kann, so Facebook zu recode.net.

Im Mai machte Mark Zuckerberg noch vollmundige Versprechen zum Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer.
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Beim Elektroautohersteller Tesla jagt eine Innovation die nächste. Im neusten Softwareupdate ist ein Easter Egg enthalten, mit dem das Fahrzeug auf Knopfdruck furzen kann, berichtet futurezone.at. Dabei haben Fahrer sogar die Wahl zwischen verschiedenen Furztönen.

Huawei hat bekanntgegeben, inzwischen mit 25 Kunden Verträge über die Lieferung von 5G-Technologie abgeschlossen zu haben, so «Reuters». Welche Kunden das sind, wollte das Unternehmen nicht mitteilen. Huawei steht derzeit unter mächtigem Druck der USA, die auch ihre Alliierten dazu bringen wollen, keine Huawei-Technologie mehr einzusetzen. Zudem droht Meng Wenzhou, der Tochter des Unternehmensgründers Ren Zhengei, derzeit die Auslieferung aus Kanada in die USA.

Der Kinobetreiber Imax steigt aus dem Virtual Reality-Geschäft aus, wie «Variety» schreibt. Er schliesst dazu seinen letzten VR-Zentren in Los Angeles, Toronto und Bangkok. Zuvor wurden bereits vier weitere VR-Zentren geschlossen, das Angebot wurde offenbar von Zuschauer kaum angenommen.

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