Huawei-Chef: «USA können uns nicht vernichten»

dj

19.2.2019 - 10:27

Steht gerade mächtig unter Druck: Huawei
Keystone

Huawei zeigt sich kampfbereit, Werbespot für Samsung Galaxy S10+ versehentlich ausgestrahlt, der Zurück-Button könnte bei Android verschwinden und Gruppen-FaceTime funktioniert immer noch nicht wieder ganz. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

Ren Zhengfei, der Gründer und CEO des chinesischen Tech-Giganten Huawei, hat sich in einem Interview mit der BBC kampfbereit gezeigt. «Die USA können uns nicht vernichten», sagte Ren in Bezug auf den vielfältigen Druck, den die US-Regierung auf sein Unternehmen ausübt. «Wenn das Licht im Westen ausgeht, wird der Osten weiter strahlen».

Gegen Huawei gibt es zum einen Spionagevorwürfe sowie Strafverfahren wegen vermeintlicher Verletzungen von Sanktionen gegen den Iran. Wegen letzterem läuft gerade gegen Meng Wanzhou, Rens Tochter sowie Huaweis Finanzchefin, ein Auslieferungsverfahren in Kanada. Ausserdem versuchen die USA ihre Alliierten dazu bewegen, keine Huawei-Technik etwa bei der Einführung von 5G zu nutzen.

Weiterer Spionagevorwurf

Apropos Huawei und Spionage. Laut einem Bericht von theinformation.com haben sich Huawei-Mitarbeiter mit ein Zulieferer für die Apple Watch getroffen. Diesem habe Huawei zuvor einen lukrativen Vertrag in Aussicht gestellt, bei dem Treffen wollten die Huawei-Mitarbeiter aber nur allerlei vertrauliche Details zu Apples Swartwatch in Erfahrung bringen.

Huawei P30 am 26. März

Schliesslich noch positive Huawei-News. Das Unternehmen wird sein nächstes Flaggschiff, das P30, am 26. März in Paris vorstellen, wie Huawei per Tweet verkündete. Am nächste Woche beginnenden Mobile World Congress in Barcelona werden daher wohl keine Huawei-Spitzenmodelle zu sehen sein.

Galaxy S10+ erneut zu sehen

Auf dem norwegischen Sender TV 2 ist versehentlich ein Werbsport für das Samsung Galaxy S10+ ausgestrahlt worden, wie tek.no meldet. Es wird erst am 20. Februar offiziell vorgestellt werden. Im Clip zu sehen ist, das Loch im Bildschirm, welches Platz für die Doppel-Selfiekamera bietet. Auch die Dreifachkamera auf der Rückseite ist klar zu erkennen. Ausserdem sieht man den Ultraschall-Fingerabdruckleser, der ins Display verbaut wurde. Auch die komplett kabellosen Kopfhörer Galaxy Buds sind zu sehen. Sie lassen sich auch vom Smartphone durch Auflegen laden. Nicht zuletzt sind Bilder der Galaxy Watch Active aufgetaucht. Wie auf 9to5google.com zu lesen ist, soll die neue Smartwatch den Pulssensor der bereits erhältlichen Galaxy Watch nutzen und ebenfalls nur zwei haptische Knöpfe haben. 

Viele Sony-Neuheiten am MWC

Gross vertreten am MWC wird allerdings Sony sein. Von den Japaner wird die Lancierung von Xperia 10, Xperia 10 Plus, Xperia L3 sowie dem Spitzenmodell Xperia XZ4 erwartet. Bei letzterem setzt Sony auf einen Bildschirm im «CinemaWide»-Format, mit einem Seitenverhältnis von 21:9. Die Kamera soll eine 52 Megapixel-Auflösung haben. In einen Twitter-Video liefert Sony schon mal eine kleine Vorschau.

Zurück-Button könnte bei Android Q verschwinden

Bei der nächsten Android-Version könnte sich Google vom Zurück-Button verabschieden und komplett auf Gestensteuerung setzen. Das legt eine Vorabversion von Android Q nahe, die xda-developers.com in die Finger bekam. Hier muss man nun am unteren Bildschirmrand wischen, um etwa zu einer zuvor geöffneten App zurückzukehren.

Google will Fake News bekämpfen

Auf der Münchener Sicherheitskonferenz hat Google ein White Paper präsentiert, in dem das Unternehmen seine Bestrebungen auflistet, Desinformationen auf seinen Plattformen zu bekämpfen. YouTube beispielsweise steht schon seit Jahren in der Kritik, weil seine Algorithmen aktiv Nutzer etwa Videos zu abstrusen Verschwörungstheorien vorschlagen.

Unruhe bei Apple

Umstrukturierungen bei Apple verunsichern die Mitarbeiter, schreibt das «Wall Street Journal». Im letzten Jahr gab es Personalverschiebungen im Unternehmen in einem Ausmass wie lange nicht mehr. Ziel ist offenbar, Apple von einem iPhone-zentrischen Unternehmen in einer Firma zu verwandeln, bei der Dienstleistungen und neue Technologien die zentrale Rolle spielen.

Twitter löscht Direktnachrichten nicht

Von Nutzern gelöschte Direktnachrichten werden von Twitter weiterhin auf den eigenen Servern gespeichert, berichtet techcrunch.com. Auch wenn Nutzer die Löschung einer Nachricht veranlasst haben, ist diese noch Jahre später in einem Archiv des eigenen Accounts zu finden. Damit verstösst Twitter möglicherweise gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung, die Nutzern des Recht auf Löschung eigener Daten zuspricht. Twitter prüft die Situation gerade.

Gruppe-FaceTime noch nicht komplett funktionsfähig

Gruppen-FaceTime, das Apple wegen einer Sicherheitslücke temporär deaktivieren musste, ist offenbar immer noch nicht wieder voll funktionsfähig. Wie macrumors.com meldet, ist es nicht möglich, eine weitere Person zu einem 1-zu-1-Videochat hinzufügen, weil der entsprechende Button fehlt. Gruppen-FaceTime-Gespräche müssen also von Anfang an mindestens drei Teilnehmer haben. Apple ist das Problem bekannt, es ist unklar, ob oder wann es behoben wird.

Alibaba steckt hinter Propaganda-App

Eine Propaganda-App der chinesischen Regierung wurde laut «Reuters» offenbar vom Online-Shopping-Giganten Alibaba entwickelt. Xuexi Qiangguo, zu deutsch «Studiere um China stark zu machen», ist die derzeit beliebteste Apps im chinesischen App Store für iOS und enthält etwa kurze Videos und Quizze.

Schweizer Musiker kuratieren Playlists

Swiss Music Awards: Schweizer Musiker haben bei Apple Music Playlists mit ihren persönlichen Empfehlungen erstellt. Die Playlists stammen von Patent Ochsner-Frontmann Büne Hüber, Rapper Stress sowie Swiss Music Awards-Siegerin Sina.

Snapdragon X55 präsentiert

Qualcomm hat das 5G-Modem Snapdragon X55 vorgestellt. Es bietet eine maximale Downloadgeschwindigkeit von 7 Gbps. Das sind 40 Prozent mehr als beim X50.

Bilder des Tages

Zurück zur Startseite