Scharfseher Helene solo in der Fischer-Show, dafür halbnackt im Bett mit Luca Hänni

Lukas Rüttimann

26.12.2018

Risse in der heilen Helene-Welt: Das Multitalent absolvierte ihre Weihnachtsshow ohne «Flori», aber auch ohne neuen Freund. Spass hatte sie mit anderen Männern.

Weihnachten und Helene Fischer, das gehört im deutschsprachigen Kulturraum seit nunmehr acht Jahren so fix zusammen wie Donald Trump und seine Tweets. Wobei es beim deutschen Mutitalent und seiner Mammutshow einiges besinnlicher zu und hergeht als bei den regelmässigen Twitter-Rants des US-Präsidenten.

Tatsächlich war auch bei der Ausgabe 2018 zunächst alles wie  gehabt. Helene schmachtete, sang, tanzte, turnte und schauspielerte sich gekonnt durch ihre Show, hoch in der Luft, vor Filmleinwänden und in historischen Sets, einmal sogar über den Köpfen von zwei keifenden Dinosauriern. Und während letzteres eine durchaus eindrückliche Premiere war, hätte man mit Begriffen wie «Herz» «herzlich», «von Herzen», «Danke», «Glück» und «Liebe» auch heuer wieder ganz toll Bullshit-Bingo spielen können.

Tränen für Flori

Doch dann folgt dieser eine Moment, in dem sich erstmals Risse in der heilen Helene-Welt zeigen. «Ich glaube, jeder weiss, wie es sich anfühlt, wenn ein Lebenstraum zerplatzt», sagt die Sängerin nach exakt zwei Stunden und 43 Minuten Show mit traurigem Blick in die Kamera. Die Stimme klingt brüchig, die Tränen scheinen nahe. Und doch rafft sie sich dann auf und singt tapfer ihr Lied «Gib mir deine Hand».

«Ich will nicht weinen, dass du fort bist», singt Helene Fischer im Text unter anderem. Und wer sich ein bisschen in der Helene-Welt – ach was: in der Welt überhaupt – auskennt, weiss, an wen diese Worte gerichtet sind. «Danke», sagt sie nach dem letzten Ton ganz leise, während die Kamera ihr trauriges Gesicht im Halbdunkeln einfängt.

Nun ist auch dem Hintersten und Letzten klar: Ja, das war für «Flori», ihren, wie man inzwischen weiss, Ex-Freund Florian Silbereisen, mit dem sie nach zehn Jahre perfekter Liebesbeziehung nun tatsächlich getrennte Wege geht. Dass der Split zum Zeitpunkt der Show-Aufzeichnungen noch nicht offiziell ist, spielt keine Rolle. Denn offenbar laufen Trennungen selbst auch in der heilen Helene-Welt nicht immer ganz linear ab.

Spass an neuen Männern

Freilich hat es an der perfekten Liebe zwischen den beiden Schlagerstars immer Zweifel gegeben. Und die sind mit der perfektesten aller Trennungen in den vergangenen Tagen nicht eben kleiner geworden. Doch immerhin verhielt sich Fischer in ihrer grossen Show so, wie man es einem frisch getrennten Superstar zutrauen würde: Sie liess es krachen.

Mit dem halbnackten Schweizer Sänger Luca Hänni etwa wirbelte sie in hemmungslosen Turnübungen um und in einem riesigen Bett herum, was ihr am Ende des Auftritts fast ein wenig peinlich schien (Fischer: «Es war mir eine grosse Freude, auch wenn es doch sehr intim war»). Auch danach hatte sie Spass mit anderen Männern: Von Eros Ramazzotti, Luis Fonsi oder Olaf Schubert schwärmte sie so ungehemmt wie selten («bei dir kann ich mich kaum halten»), mit Schauspieler und Sänger Florian David Fitz gönnte sie sich sowohl ein Duett wie auch einen Whiskey (Fischer: «Was denkt ihr denn? Wir machen doch hier keinen Eistee rein!»), von Magier Farid liess sie sich zum Schweben bringen – und vom singenden Hollywoodstar Kiefer Sutherland war sie «nur geflasht».

Finale mit Paola

Und was sagte zu all dem Helenes Neuer, der zu diesem Zeitpunkt offiziell noch mit einer anderen verlobt war? Nun, Tänzer Thomas Seitel war «aus privaten Gründen» in Düsseldorf gar nicht erst dabei, was zum einen das spannendste Duett des Abends verhinderte, die Showmasterin aber andererseits so befreit auftreten liess wie selten.

Jedenfalls waren die drei Stunden «Helene Fischer Show 2018» höchst unterhaltsam und vielleicht sogar ein klein wenig authentischer als in den vielen Jahren zuvor. Dazu trug am Ende auch die «wunderbare, grosse Paola» (O-Ton Helene Fischer) bei, die zum 40-Jahre-Jubiläum noch einmal ihren Hit «Blue Bayou» zum Besten gab und dabei an der Seite von Fischer auch mit ihren nunmehr 68 Jahren eine souveräne Figur abgab.

«Du bist für mich der Fixstern am Showhimmel», lobte die Schweizerin ihre deutsche Superstar-Kollegin. Und dass diese das auch ohne Florian Silbereisen noch eine Weile bleiben wird, ist nach der gestrigen Show so sicher wie die nächsten Weihnachten mit Helene Fischer.

«Die Helene-Fischer-Show» lief am Dienstag, 25. Dezember, um 20.05 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

Zurück zur Startseite