Vegane Ernährung statt Schulmedizin – britische Mutter stirbt an Krebs

rre

6.6.2019 - 13:39

In der Schweiz sterben jedes Jahr etwa 1'400 Frauen an Brustkrebs. 
Bild:iStock

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung auf pflanzlicher Basis ist empfehlenswert. Wie fatal es aber ist, sich alleinig auf Diäten und alternative Heilmethoden zu verlassen, zeigt ein tragisches Beispiel aus Grossbritanien.

Als Katie Britton-Jordan Im Sommer 2016 mit ihrer kleinen Tochter spielte, bemerkte sie einen Schmerz in der Brust. Wenig später ertastete sie dort einen Knoten. Eine gründliche Untersuchung mittels bildgebender Verfahren wie Ultraschall, Mammografie sowie einer Biopsie bestätigten den schlimmen Verdacht: Die damals 38-Jährige war an Brustkrebs erkrankt. Trotz der schlimmen Diagnose standen die Chancen auf Heilung zu diesem Zeitpunkt noch gut. Allerdings hätte sie dazu dem Rat ihrer Ärzte folgen sollen und sich einer Chemotherapie sowie einer Mastektomie unterziehen lassen müssen. Bei letzterer wird das Brustdrüsengebe beziehungsweise die komplette Brust operativ entfernt.

Doch die Britin lehnte beide Therapien ab und entschied sich für einen anderen Weg: Sie begann, sich im Internet über alternative Heilmethoden zu informieren und wandte sich komplementärmedizinischen Behandlungskonzepten zu. Darüber hinaus ernährte sie sich fortan streng vegan. Auch raffinierter Zucker und Gluten kam nicht mehr auf den Tisch.

Chemotherapie und Op abgelehnt

Eine Verlaufsdokumentation, die mittels computertomographischer Bildgebung bei Krebs Standard ist, kam für sie nicht mehr infrage. Sie fürchtete, die dabei eingesetzte radioaktive Strahlung könnte ihrem Körper zusätzlich schaden.

«Ich fühle mich fit, kann immer noch arbeiten und mich um meine Tochter kümmern», wird Britton-Jordan von der britischen Zeitung «DailyMail» zitiert. Ihre Ernährung, die hauptsächlich aus rohen Früchten und Gemüse bestünde, habe ihr sehr geholfen. Weiter sagte sie: «Mit einer Chemo wäre ich fast bettlägerig. Ich habe gesehen, was die Chemotherapie bei meinen Freunden angerichtet hat. Das ist schrecklich, sie haben damit ihren Körper vergiftet.»

Vergangene Woche meldete sich ihr Ehemann Neil Britton-Jordan mit einem berührenden Post auf Facebook: «Es bricht mir das Herz. Am vergangenen Samstag, dem 25. Mai ist Katie, mit derselben Stärke und Anmut, mit der sie durchs Leben ging, für immer von uns gegangen.» Weiter ermutigte er die Leser, Kommentare zu hinterlassen, dabei aber eine «respektvolle und angemessene Form» zu bewahren.

Neil Britton-Jordan vermeldete den Tod seiner Frau in einem bewegenden Social-Media-Post.
Quelle: facebook

Sterblichkeit um das 2,5-fache erhöht

Immer wieder verlieren Patientinnen und Patienten wertvolle Zeit, indem sie anstatt auf wirksame, geprüfte schulmedizinische Therapien, alleinig auf alternative Heilmethoden setzen. Das veranschaulicht unter anderem eine Studie der Universität Yale (USA), bei der die Forscher Alternativmethoden (Homöopathie, nichterprobte pflanzliche Medikamente und spirituelle Methoden) gegen schulmedizinische Therapien wie Operationen, Chemotherapie oder Bestrahlung gegeneinander antreten liessen.

Über mehrere Jahre wurden 280 Krebspatientinnen und -Patienten, die alleinig auf Alternativmedizin setzten, mit einer doppelt so grossen Gruppe verglichen, die herkömmliche Krebstherapien durchliefen. Die Wissenschaftler kamen zum Ergebnis, dass die Sterblichkeit der Patientinnen und Patienten, die alleinig auf Alternative Behandlungsmethoden setzten, um das 2,5-fache höher war als bei jener Gruppe, die sich einer schulmedizinischen Therapie unterzog.

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