Null ToleranzLebenslanger Ausschluss möglich – was Kreuzfahrt-Touristen niemals tun sollten
Von Sven Ziegler
27.8.2025
Wer gewisse Regeln nicht beachtet, kann für den Rest des Lebens von Kreuzfahrten ausgeschlossen werden.
Bild:Getty Images
Kreuzfahrten gelten als Inbegriff von Ferien und Entspannung. Doch wer sich an Bord danebenbenimmt, riskiert harte Konsequenzen – bis hin zum Ausschluss auf Lebenszeit. Beispiele aus den letzten Jahren zeigen, wie rigoros Reedereien reagieren.
Kreuzfahrten gelten als Inbegriff von Erholung. Doch wer an Bord die Regeln verletzt, kann schnell das Gegenteil erleben. Wie das Online-Magazin Travelbook recherchiert hat, droht in manchen Fällen sogar ein lebenslanger Ausschluss.
Die Verantwortung für die Sicherheit liegt beim Kapitän. Bei Aida Cruises heisst es in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, dass «gewalttätiges, diskriminierendes, grobes oder verbal ausfallendes Verhalten» zum sofortigen Verweis vom Schiff führen kann. Doch auch weniger offensichtliche Vorfälle haben schon drastische Folgen gehabt.
Ein besonders kurioser Fall ereignete sich in Florida: Eine Frau wurde von allen Reisen der Carnival Cruise Line ausgeschlossen, weil sie CBD-Gummibärchen im Gepäck hatte. Obwohl die Produkte in Deutschland legal sind und der THC-Gehalt sogar unter dem Grenzwert Floridas lag, gilt auf den Schiffen ein striktes Verbot für CBD-Produkte.
Angeln auf dem Balkon ist verboten
Auch beim Angeln vom Balkon hört der Spass auf. Zwei Gäste fischten 2023 im Hafen von Nassau vom Kabinenbalkon aus und stellten den Fang auf TikTok. Carnival reagierte mit lebenslangem Bann – wegen Verstössen gegen Sicherheits- und Tierschutzbestimmungen.
Gefährliche Selfies sind ebenfalls tabu. 2019 kletterte eine Passagierin über die Reling ihres Balkons, um ein Foto zu machen. Royal Caribbean wertete das als massiven Sicherheitsverstoss und sperrte die Frau dauerhaft, wie CNN berichtete.
Ein weiterer Vorfall sorgte 2025 für Schlagzeilen: Ein neun Jahre alter Junge demolierte an Bord einen Spielautomaten und prügelte sich mit einem anderen Kind. Carnival Cruises reagierte – und verhängte ein lebenslanges Verbot gegen das Kind, während die Mutter weiter mitfahren durfte.
Anstössige Geräusche gehen gar nicht
Auch zu lautes oder anstössiges Verhalten im Kabinenbereich kann Folgen haben. Ein Pärchen wurde nach einer «übertrieben geräuschvollen Liebesnacht» ebenfalls von weiteren Kreuzfahrten ausgeschlossen. Gleiches gilt für Passagiere, die sich nackt auf Balkonen oder Decks sonnen und sich weigern, Anweisungen der Crew zu befolgen.
Klar ist: Reedereien dulden keine Verstösse gegen Sicherheits-, Drogen- oder Umweltregeln. Kapitäne haben das letzte Wort – und nutzen ihr Hausrecht konsequent.
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