Unheimliche Serie Fünf Griechenland-Touristen tot, drei weitere werden vermisst

vab

17.6.2024

In Griechenland ist das Thermometer in den letzten Tagen immer wieder über 40 Grad geklettert. Tourist*innen auf Santorini versuchen sich mit Schirmen vor der prallen Sonne zu schützen.  
In Griechenland ist das Thermometer in den letzten Tagen immer wieder über 40 Grad geklettert. Tourist*innen auf Santorini versuchen sich mit Schirmen vor der prallen Sonne zu schützen.  
IMAGO/Bihlmayerfotografie

Eine unheimliche Serie von Vermisstenfällen sucht gerade die Inseln Griechenlands heim. In den vergangenen Tagen sind acht Tourist*innen nicht wieder ins Hotel zurückgekehrt. Fünf davon sind tot. 

vab

17.6.2024

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Acht Tourist*innen sind in den letzten Tagen auf den griechischen Inseln verschwunden.
  • Fünf Leichen wurden aufgefunden.
  • Die meisten von ihnen kamen nicht von Wanderungen zurück.
  • Griechenland wird gerade von einer Hitzewelle heimgesucht.

Gerade herrschen in Griechenland Temperaturen um die 40 Grad. Die Hitzewelle zwang die Behörden dazu, Schulen und Sehenswürdigkeiten zu schliessen und die Menschen zu Homeoffice aufzufordern.

Ferien gemacht wird auf den griechischen Inseln, die auch ein beliebtes Reiseziel für Schweizer*innen sind, trotzdem weiterhin fleissig. Doch viele Griechenland-Tourist*innen unterschätzen die extremen Temperaturen. 

In den letzten Tagen sind insgesamt acht Ferienmachende in Griechenland verschwunden. Fünf davon wurden tot aufgefunden. 

Zu den Hitzeopfern zählt auch der britische TV-Moderator Michael Mosley, der mit seiner Familie auf der griechischen Insel Symi Ferien machte und dann spurlos verschwand.

Am letzten Sonntag, 9. Juni, dann die traurige Gewissheit: Der seit am Mittwoch zuvor als vermisst geltende Mosley wurde im Rahmen einer Suchaktion tot aufgefunden. Laut Medienberichten sei der 67-Jährige auf einer Wanderung vom Weg abgekommen, dann zusammengebrochen.

Zu heiss für Wanderungen? 

Mosley bleibt nicht der Einzige, der sich auf einer Wanderung übernahm und die Hitze unterschätzte. Sieben weitere Tourist*innen sind in den letzten Tagen unter der prallen Sonne Griechenlands verschwunden.

So fanden Feuerwehrdrohnen am Samstag einen Ferienmachenden aus den Niederlanden, der in einer Schlucht auf der Insel Samos lag, wie CNN berichtet. Auch der 74-jährige, der zuletzt am Sonntag zuvor gesichtet wurde, hatte bei der brütenden Hitze eine Wanderung unternommen und war verunglückt.

Am Sonntag wurde zudem die Leiche eines US-Amerikaners entdeckt, der zuletzt am Dienstag gesehen wurde. Sein Körper wurde laut Berichten von CNN an einen ziemlich abgelegenen Strand angespült und dort von einem anderen Touristen entdeckt.

Wie die «Aargauer Zeitung» vermeldet, wurde ein 80-jähriger Tourist, nachdem er sich am Donnerstag zu einer Wanderung aufmachte, am Tag darauf tot aufgefunden. An einem Strand von Kreta brach zudem ein 70-jähriger Ferienmachender aus Frankreich zusammen. Er erlag der Mittagshitze.

Drei weitere Tourist*innen werden vermisst

Die Hitzewelle soll nun etwas abklingen, so schreibt der «Tages-Anzeiger». Doch wer sich für eine Wanderung entscheidet, sollte darauf achten, ausreichend Wasser dabei zu haben, die Mittagshitze zu vermeiden und auf gutes Schuhwerk zu setzen. Und damit man nicht Gefahr läuft, sich zu verirren, besser nur auf bekanntes Terrain vorwagen. 

Drei weitere Tourist*innen gelten aktuell als vermisst. Die Suchaktionen laufen. 

Auf der Insel Amorgos ist ein 59-jähriger US-Amerikaner nicht wieder zurückgekehrt. Der laut CNN pensionierte Sheriff aus Los Angeles, der regelmässig auf der Insel Ferien macht, gilt seit Dienstag vermisst. Ausserdem läuft die Suche nach zwei Französinnen, die auf der Insel Sikinos verschwunden sind. Die 64- und 73-Jährige wurden am Freitag das letzte Mal gesehen.


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