PolitikNach Zwist: US-Botschafter ruft Frankreichs Aussenminister an
SDA
24.2.2026 - 17:54
ARCHIV - Der US-Botschafter in Frankreich, Charles Kushner, verlässt den Elysee-Palast nach einem Gipfeltreffen zur Ukraine in Paris. Foto: Michel Euler/AP/dpa
Keystone
Nach diplomatischen Spannungen haben der US-Botschafter in Frankreich Charles Kushner und der französische Aussenminister Jean-Noël Barrot telefoniert. Kuschner habe Barrot angerufen, hiess es aus Barrots Umfeld. Die beiden hätten vereinbart, sich in den kommenden Tagen zu treffen.
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24.02.2026, 17:54
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Der französische Chefdiplomat betonte in dem Gespräch demnach erneut, dass Frankreich keine Einflussnahme oder Instrumentalisierung des inländischen Diskurses durch die Behörden eines Drittstaates dulden werde. Kushner habe dies zur Kenntnis genommen und zum Ausdruck gebracht, dass er nicht in die Debatte eingreifen wolle.
Ausgangspunkt des Streits war, dass die US-Botschaft in Frankreich kürzlich eine Mitteilung des Anti-Terror-Büros des US-Aussenministeriums auf X verbreitet hatte, in der ein Tötungsdelikt in Lyon als Beleg für eine besorgniserregende Bedrohung durch linksextremistische Gewalt gewertet wurde.
Mitte Februar war in Lyon am Rande einer rechten Kundgebung ein 23-jähriger Aktivist angegriffen und tödlich verletzt worden. Frankreichs Justiz ermittelt derzeit noch, wer genau hinter dem Tod steckt und wie der Vorfall verlief. Frankreichs Aussenminister Barrot wies die Äusserungen der US-Regierung zurück und entgegnete, man brauche keine Belehrung.
Wegen des Posts war Kushner ins Aussenministerium in Paris einbestellt worden. Dort erschien er am Montag aber nicht persönlich, sondern liess sich vertreten, wie es aus diplomatischen Quellen hiess. Paris kappte daraufhin Kushners direkten Zugang zu Mitgliedern der französischen Regierung. Nach der Einbestellung des Botschafters war die Einschränkung seines Regierungszugangs ein weiteres deutliches diplomatisches Signal der Unzufriedenheit.
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Belfast/London, 10.06.2026: Nach gewaltsamen Ausschreitungen: Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die rassistische Krawalle in Belfast aufs Schärfste.
Er schreibt in einem X-Beitrag:
«Die Szenen in Belfast letzte Nacht waren schockierend und völlig inakzeptabel (...) Es ist offensichtlich, dass Menschen letzte Nacht aufgrund ihrer Herkunft ins Visier genommen wurden, und das werde ich nicht tolerieren (...) Die Verantwortlichen werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.»
Hintergrund der Ausschreitungen ist ein brutales Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.
Randalierer zogen teils vermummt durch die Strassen und setzten mehrere Fahrzeuge in Brand. Auch Wohnhäuser wurden angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.
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Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
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