Wettlauf gegen die Zeit

Pfizer kann Omikron-Impfstoff im Frühjahr liefern

sda/dor

28.12.2021 - 02:23

Sabine Bruckner, Geschaeftsfuehrerin Pfizer Schweiz spricht an einer Medienkonferenz zur Lieferung von Impfdosen und die laufende Impfkampagne, am Donnerstag, 25. Maerz 2021 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Sabine Bruckner, Geschäftsführerin von Pfizer Schweiz, bei einer Medienkonferenz des Bundes am 25. März 2021.
Bild: Keystone/Anthony Anex

Pfizer bekräftigt, dass der angepasste Impfstoff zur Bekämpfung der Corona-Variante Omikron im kommenden Frühling lieferbar sein wird. Voraussetzung sei die Zulassung durch Swissmedic, sagt die Schweiz-Chefin des amerikanischen Pharmakonzerns.

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28.12.2021 - 02:23

Pfizer hat frühere Aussagen bekräftigt, dass der angepasste Impfstoff zur Bekämpfung der Corona-Variante Omikron bald lieferbar sein wird. «Sollte es notwendig sein, könnten wir den angepassten Impfstoff im Frühling liefern», sagte Sabine Bruckner, Chefin von Pfizer Schweiz, in einem Interview mit dem «Blick». Voraussetzung sei die Zulassung durch Swissmedic.

Ende November hatte der deutsche Pfizer-Partner Biontech erklärt, er arbeite auch an der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs – vorbeugend für den Fall, dass dieser notwendig werden könnte. Gemeinsam mit Pfizer habe man schon vor Monaten Vorbereitungen getroffen, um im Fall einer sogenannten Escape-Variante des Virus den Impfstoff innerhalb von sechs Wochen anzupassen und erste Chargen innerhalb von 100 Tagen auszuliefern. Auch der US-Impfstoffhersteller Moderna arbeitet an einer Anpassung seines Vakzins.

Laut Pfizer-Managerin Bruckner ist aber offen, ob es diesen Impfstoff braucht. Pfizer arbeite deshalb zweigleisig, sagte sie weiter. Der Konzern untersuche, wie wirksam der bisherige Impfstoff gegen die aktuell auftretenden Varianten sein. «Und parallel dazu analysieren wir, ob es eine Anpassung braucht und bereiten diese vor», sagte Bruckner.



25-mal höherer Schutz nach Booster-Impfung

Was sich derzeit sagen lasse, sei, dass nach der Booster-Impfung bei den erwachsenen Personen der Schutz vor einer Omikron-Erkrankung 25-mal höher sei. Das Boostern sei also sinnvoll – «vor allem, um sich vor einem schweren Krankheitsverlauf zu schützen», sagte Bruckner.

Der US-Pharmakonzern Pfizer treibt mit dem deutschen Partner Biontech die Entwicklung eines an die Sars-CoV-2-Variante Omikron angepassten Impfstoffes voran. (Archivbild)
Bild: Keystone

Für die Zulassung seines antiviralen Mittels Paxlovid stehe Pfizer mit der Aufsichtsbehörde Swissmedic sowie mit dem Bundesamt für Gesundheit in Kontakt, so Bruckner. Noch gebe es aber keine antivirale Therapie von Pfizer, die in der Schweiz eine Zulassung erhalten habe. Sie sei aber zuversichtlich, dass Pfizer hier mit dem Bund ins Geschäft komme.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bestätigte vor wenigen Tagen, dass es «im Gespräch mit Pfizer bezüglich einer möglichen Anwendung von Paxlovid in der Pandemiebekämpfung in der Schweiz» stehe.

Prüfungsbeginn Anfang 2022

Pfizer sollte laut Bruckner Anfang 2022 genug Daten haben, die Swissmedic zur Verfügung gestellt werden könnten, um die Prüfung zu beginnen. Antivirale Therapien könnten, wenn alles gut laufe, einen Beitrag leisten zur Entlastung der Spitäler. Die Mittel versprechen schwere Krankheitsverläufe zu reduzieren.

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