Keine Stornierungen Trotz Coronavirus: Schweizer reisen weiterhin nach China

SDA/tsha

24.1.2020

Schweizer und Schweizerinnen lassen sich trotz Ausbruchs des tödlichen Coronavirus in China nicht von Reisen ins asiatische Land abhalten. Stornierungen sind bislang keine bekannt, wie eine Umfrage bei Schweizer Reiseveranstaltern am Freitag ergab.

Das Coronovirus, das China derzeit in Atem hält, schreckt Schweizer Reisende offenbar nicht ab. Bisher hätten keine Schweizer ihre Reisen nach China abgebrochen oder annulliert, teilte eine Sprecherin des grössten Schweizer Reiseveranstalters DER Touristik Suisse auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Momentan befänden sich allerdings nur wenige Kunden in dem Land. Hauptreisezeit für Schweizer nach China ist im Sommer.

Auch bei den Reiseanbietern Tui Suisse und Hotelplan gab es laut deren Angaben bislang keine Fälle von Schweizern, die ihre Ferienpläne aufgrund des tödlichen Krankheitsausbruchs und der damit verbundenen Reiseeinschränkungen in Zentralchina über den Haufen geworfen haben. Angaben zur Anzahl der Reisenden machten die Unternehmen nicht.

Region Wuhan wenig nachgefragt

Die chinesischen Behörden wiesen Touren-Anbieter an, Reisen in die vom Virusausbruch betroffene Region um die Stadt Wuhan per sofort zu annullieren. Damit soll verhindert werden, dass Menschen den Virus in andere Länder tragen. Die Region ist bei ausländischen Touristen allerdings eine wenig nachgefragte Destination.

Die Schweizer Reiseveranstalter sehen derzeit keinen Handlungsbedarf. Sie verweisen auf das Schweizer Aussendepartement (EDA), das derzeit nicht von Reisen nach China abrät.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rät von Reisen in die unter Quarantäne stehende Stadt Wuhan ab. Bei Reisen ins übrige China empfiehlt die Behörde unter anderem, regelmässig die Hände zu waschen, Kontakt mit Tieren zu meiden sowie Eier und Fleisch nur gut durchgekocht zu essen. Rückreisende mit Atembeschwerden oder Krankheitssymptomen sollten zudem zum Arzt und auf die Chinareise hinweisen.

Sollte sich die Lage verschärfen, wollen die Reisebüros mit den Betroffenen individuelle Lösungen suchen und unter anderem Umbuchungen anbieten. Die Reiseveranstalter hatten laut eigenen Angaben Urlauber bereits früher angewiesen, nicht während des Chinesischen Neujahrs, das am Samstag beginnt, nach China zu reisen. Die Sehenswürdigkeiten seien zu jener Zeit jeweils bereits von innerchinesischen Touristen stark frequentiert.

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