BrasilienUN-Klimachef lobt Erfolge des Pariser Abkommens
SDA
10.11.2025 - 17:12
Simon Stiell, UN-Klimachef, spricht während einer Plenarsitzung vor einer Grafik zum Pariser Abkommen auf der Weltklimakonferenz COP30. Foto: Fernando Llano/AP/dpa
Keystone
Zum Auftakt der Weltklimakonferenz in Brasilien hat UN-Klimachef Simon Stiell die Erfolge im Kampf gegen die Erderwärmung herausgestrichen – und zugleich mehr Tempo eingefordert.
Keystone-SDA
10.11.2025, 17:12
SDA
Das vor zehn Jahren geschlossene Pariser Klimaabkommen habe dazu geführt, dass der Ausstoss klimaschädlicher Treibhausgase gebremst worden sei, sagte er vor dem Plenum in der brasilianischen Millionenstadt Belém im Amazonasgebiet. Doch wolle er nichts schönreden. «Wir müssen viel, viel schneller werden – sowohl beim Runterfahren der Emissionen, als auch bei der Stärkung unserer Widerstandskraft.»
Zu lamentieren keine Strategie
Die Wissenschaft sei klar, fügte Stiell an. Die Menschheit könne und müsse die Erderwärmung auf weniger als 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit drücken – nach einem nun unvermeidlichen vorübergehenden Überschreiten der Marke. Darüber zu lamentieren sei aber keine Strategie. «Jetzt zu zögern, macht weder wirtschaftlich noch politisch Sinn – in einer Zeit, in der Megadürren die nationalen Ernten vernichten und die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben.»
Zum Konferenzpräsidenten wählte das Plenum den brasilianischen Karrierediplomaten André Corrêa do Lago. Er sagte, eine Zusammenarbeit der Staaten, also Multilateralismus, sei der Schlüssel zum Erfolg. Diese COP müsse konkrete Lösungen liefern. Vor allem solle das Treffen eines sein, das auf die Wissenschaft höre und an ihre Ergebnisse glaube.
Solar- und Windenergie meist am kostengünstigsten
Stiell sagte dazu, Hoffnung machten die Erfolge der Energiewende. «Solar- und Windenergie sind mittlerweile in 90 Prozent der Welt die kostengünstigste Energiequelle. Erneuerbare Energien haben Kohle in diesem Jahr als weltweit wichtigste Energiequelle abgelöst.» Investitionen in erneuerbare Energien überträfen die in Öl, Gas und Kohle inzwischen im Verhältnis 2:1.
Die Gastgeber der COP30 erwarten rund 50.000 Teilnehmer. Mehr als 190 Staaten beraten zwei Wochen lang, wie die Erderhitzung und ihre fatalen Folgen eingedämmt werden können. Dies sind etwa häufigere und heftigere Dürren, Stürme, Waldbrände und Überschwemmungen. Zudem geht es um Forderungen armer Staaten nach mehr Geld, um sich an diese lebensfeindlicheren Bedingungen anzupassen.
Land- und Bündnisverteidigung im Fokus: Pistorius besucht Kommando Spezialkräfte
Boris Pistorius zu Gast beim Kommando Spezialkräfte in der Graf-Zeppelin-Kaserne in Calw – der Verteidigungsminister betont dabei die besondere Rolle des KSK. Es sei immer wieder in wichtigen Einsätzen und Missionen gefordert gewesen.
23.02.2026
Klingbeil: Nach Rubio-Rede nicht zufrieden zurücklehnen
Versöhnliche Töne bei der Münchner Sicherheitskonferenz: US-Aussenminister Marco Rubio bekommt für seine Rede viel Applaus – doch Vizekanzler Lars Klingbeil sieht noch keinen Grund für Entwarnung in den transatlantischen Beziehungen.
16.02.2026
Wankende Weltordnung: Lehren aus der Münchner Sicherheitskonferenz
München, 15.02.26: Freundlich im Ton, hart in der Sache: Nach drei Tagen mit Reden und Debatten auf der Münchner Sicherheitskonferenz fällt die Bilanz düster aus, aber immerhin nicht katastrophal.
Die wichtigsten Lehren aus einer Konferenz inmitten des grössten Umbruchs der Weltordnung seit Ende des Kalten Krieges.
US-Aussenminister Marco Rubio lässt in seiner Rede versöhnliche Töne gegenüber Europa anklingen – doch wer genau hinhört, findet viele Gründe für Zweifel. Kooperation kann es demnach nur geben, wenn die Europäer dem politischen Kurs von Trump folgen.
Europa gibt sich hingegen pragmatisch, laut Bundeskanzler Friedrich Merz müsse man nun mit mehr Eigenständigkeit reagieren. Deutschland und Frankreich sprechen etwa über einen möglichen europäischen Atomschirm.
Ein Staatschef bekommt in München diesmal weitaus weniger Aufmerksamkeit als sonst: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj muss anerkennen, dass der Krieg in seinem Land angesichts der Krise in den transatlantischen Beziehungen nicht im Mittelpunkt steht.
16.02.2026
Land- und Bündnisverteidigung im Fokus: Pistorius besucht Kommando Spezialkräfte
Klingbeil: Nach Rubio-Rede nicht zufrieden zurücklehnen
Wankende Weltordnung: Lehren aus der Münchner Sicherheitskonferenz