Deutschen Impfnachweis-Fälschern drohen bis zu fünf Jahre Haft +++ Schwedens Sonderweg war Exporteur des Coronavirus 

Agenturen/red

16.11.2021

Agenturen/red

16.11.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 4297 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG sechs neue Todesfälle und 76 Spitaleinweisungen.

Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 493,55 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,31.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 73,5 Prozent. 15 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Hausärzte bereit für Booster-Impfungen

Die Hausärzte in der Schweiz sind für die Booster-Impfungen gerüstet. Es gebe genügend Impfstoffe, sagte Philippe Luchsinger, Hausarzt und Präsident des Verbandes der Haus- und Kinderärzte Schweiz, in einem Interview mit dem «Blick». Da man nach der zweiten Impfung sechs Monate warten müsse, bevor eine Auffrischungsimpfung erfolgen sollte, könne der Reihe nach geimpft werden. Mehr zum Interview hier.

Pfizer gibt Lizenz für Covid-Pille teilweise frei

Der US-Pharmariese Pfizer hat die Lizenz für die Herstellung seiner experimentellen Covid-19-Pille teilweise freigegeben. Über eine Vereinbarung mit der von den Vereinten Nationen unterstützten Organisation MPP (Medicines Patent Pool) mit Sitz in Genf könnten Generika-Hersteller in 95 Ländern weltweit das Medikament selbst herstellen, teilte Pfizer am Dienstag mit.

Damit könnten bis zu 53 Prozent der Weltbevölkerung künftig mit einem günstigen Medikament gegen das Coronavirus versorgt werden. Zugelassen ist die Pille bisher noch in keinem Land. Laut Pfizer verhindert sie nach bisherigen Studienergebnissen in fast 90 Prozent der Fälle den Tod oder eine Einweisung in ein Krankenhaus bei Menschen, die leicht oder mittelschwer an Covid-19 erkranken.

Fachleute: 2G reicht nicht

Die 3G-Regel bringt es mit sich, dass Ungeimpfte dank Tests öffentliche Orte und Veranstaltungen besuchen können. Tests verhinderten aber keine Infektionen, wird Virologe Christian Drosten im Spiegel zitiert. Der einfache Zugang dank Tests führe sogar dazu, dass sich Umgeimpfte in Gefahr bringen.

Hinzu komme, dass es Gruppen gebe, die durch 3G kaum erreicht werden, argumentiert Drosten. Dies, weil sie zum Beispiel keiner formalen Arbeit nachgingen oder im Ruhestand seien, nicht viel reisten und kaum Veranstaltungen besuchten und sich eigentlich im Privatleben bewegen. Das Virus werde wesentlich im Privaten übertragen und in der aktuellen Situation hoher Inzidenz bekämen die Leute das Virus nach Hause getragen.


Die Ereignisse des Tages in der Übersicht:

Das Wichtigste im Überblick

  • Das BAG meldet 4297 neue Fälle 76 Hospitalisierungen und 6 Tote.
  • Die Leitung der Salzburger Kliniken stellen ein Triage-Team zusammen, welches bei vollen Intensivstationen entscheidet, wer IPS-Pflege erhält. 
  • Die Hausärzte in der Schweiz sind für die Booster-Impfungen gerüstet, sagt Philippe Luchsinger, Präsident des Verbandes der Haus- und Kinderärzte Schweiz.
  • Das Referendumskomitee gegen das Covid-Gesetz zieht die Nomination von Viola Rossi (Mass-Voll) als Vertreterin in der Arena zurück, unter anderem wegen der aggressiven Rhetorik dieser Organisation.
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  • 21.50 Uhr
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  • 21.31 Uhr
    Pfizer beantragt in USA Notfallzulassung für neues Corona-Medikament

    Der US-Pharmariese Pfizer hat in den USA eine Notfallzulassung für sein neues Corona-Medikament Paxlovid beantragt. Die entsprechenden Unterlagen wurden bei der Arzneimittelbehörde FDA eingereicht, wie Pfizer am Dienstag mitteilte.

    «Mit mehr als fünf Millionen Toten und zahllosen Leben, die weltweit von dieser verheerenden Krankheit betroffen sind, gibt es einen dringenden Bedarf nach lebensrettenden Behandlungsmöglichkeiten», erklärte Pfizer-Chef Albert Bourla. Die bei einer klinischen Studie aufgezeigte hohe Wirksamkeit der Pille zeige, dass antivirale Medikamente in Pillenform eine «zentrale Rolle im Kampf gegen Covid-19» spielen könnten.

  • 21.14 Uhr
    Pläne in Deutschland: Bis zu fünf Jahre Haft für Impfnachweis-Fälschung

    Fälschern von Corona-Tests, Genesenen- oder Impfnachweisen sollen nach den Plänen der Ampel-Parteien im schlimmsten Fall bis zu fünf Jahre Gefängnis drohen.

    Demnach soll die Herstellung und auch die wissentliche Nutzung nicht nur gefälschter Impfnachweise künftig strafbewehrt sein. Mit der Regelung werde die Strafbarkeit für den Fall klargestellt, dass eine «nicht berechtigte Person» einen Test ausstellt, heisst es. Auch der wissentliche Gebrauch eines falschen Testnachweises «mit dem Zweck der Täuschung» sei strafbewehrt.

    In besonders schweren Fällen des «unbefugten Ausstellens von Gesundheitszeugnissen», wenn «der Täter gewerbsmässig oder als Mitglied einer Bande» handelt, soll eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren möglich sein.

    Fälscher von Impfpässen oder Testergebnissen in Deutschland könnten künftig empfindliche Strafen drohen.
    Bild: dpa
  • 20.26 Uhr
    Brasilien: Auffrischungsimpfung für über 18-Jährige

    Brasilien bietet allen Menschen ab 18 Jahren künftig eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus an. «Fünf Monate nach der zweiten Dosis kann jeder eine Impfstelle aufsuchen», sagte der brasilianische Gesundheitsminister Marcelo Queiroga am Dienstag in Brasília. Bisher war die Auffrischungsdosis in Brasilien für Menschen über 60, besonders gefährdete Patienten und Mitarbeiter des Gesundheitswesens zugelassen.

    Nach den USA und Indien verzeichnet Brasilien mit fast 22 Millionen Fällen die meisten Corona-Infektionen. Mehr als 611’000 Menschen sind im grössten Land Lateinamerikas im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Inzwischen sind mehr als 100 Millionen Brasilianer gegen Corona geimpft, mit 59,8 Prozent überholte Brasilien zuletzt die USA (57,6 Prozent) bei der Impfquote. Brasilien hat Erfahrung mit Gesundheitskrisen. 2019 waren in drei Monaten 80 Millionen Menschen gegen das Influenzavirus geimpft worden.

  • 20.02 Uhr
    Silvesterparty am New Yorker Times Square wieder mit Zuschauern

    Die traditionelle Silvesterparty am New Yorker Times Square kann in diesem Jahr wieder mit Zuschauern stattfinden - allerdings müssen alle Besucher vollständig gegen das Coronavirus geimpft sein. «Silvester am Times Square wird eine unglaubliche Feier der Erholung unserer Stadt sein», sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag. Bis auf sehr wenige streng regulierte Ausnahmen müssten alle Besucher einen Impf-Nachweis vorzeigen, teilte der Nachbarschaftsverband Times Square Alliance mit.

    Im vergangenen Jahr war die Feier wegen der Pandemie weitgehend ins Internet verlegt worden. Auf dem berühmten Platz in Manhattan waren nur wenige Dutzend geladene Gäste anwesend, die Show - unter anderem mit der Herabsenkung eines leuchtenden Kristallballs an einem Fahnenmast zum sogenannten Ball Drop - wurde wie jedes Jahr live im Fernsehen und Internet übertragen.

    A new year celebration in Time Square, New York City, Usa.
    In früheren Jahren hatten stets rund eine Million Menschen auf den Times Square bei einer der grössten Silvesterfeiern der Welt mit Jubel, Konfettiregen, Gesang und Konzerten prominenter Musiker das neue Jahr begrüsst.
    Archivbild: Getty Images
  • 19.20 Uhr
    Italien: Impf-Schlusslicht Südtirol vor neuen Corona-Einschränkungen

    Wegen ansteigender Corona-Zahlen und der schlechtesten Impfquote in Italien steht Südtirol vor neuen Einschränkungen im öffentlichen Leben. In der autonomen Provinz im Norden des Landes wurde am Dienstag mit 390 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz Italiens registriert, wie Gesundheitslandesrat Thomas Widmann mitteilte. «Aus den vergangenen Corona-Wellen wissen wir, wie schnell die Situation entgleisen kann. Mit einer solchen Situation werden wir uns möglicherweise in Kürze auseinandersetzen müssen», sagte er.

    Nur rund 68 Prozent der Südtiroler sind gegen Covid-19 vollständig geimpft, das sind deutlich weniger als der italienische Durchschnitt (76,8). «Die Lage ist nicht gut - wir riskieren, sehenden Auges einer Überlastung der Krankenhäuser entgegenzugehen», warnte Arno Kompatscher, der Landeshauptmann und damit Regierungschef in der auch in Deutschland beliebten Touristenregion in den Alpen.

  • 18.46 Uhr
    Portugal erwägt trotz hoher Impfquote neue Corona-Massnahmen

    Trotz einer Impfquote von 86 Prozent hat der portugiesische Ministerpräsident António Costa am Dienstag mögliche neue Corona-Massnahmen angekündigt. «Wir können die Anzeichen nicht ignorieren», sagte Costa angesichts der jüngsten Infektionswelle in weiten Teilen Europas. «Je später wir handeln, desto grösser ist das Risiko.»

    Wegen der bevorstehenden Winter- und Grippesaison sei besondere Vorsicht geboten, sagte Costa am Dienstag gegenüber Reportern. «Wir dürfen wegen des Impfstoffs nicht unvorsichtig werden.»

    Für den kommenden Freitag hat der Ministerpräsident ein Treffen von Gesundheitsexperten einberufen, um zu bewerten, welche Massnahmen erforderlich sein könnten. Im Anschluss daran will er sich mit den Vorsitzenden der Oppositionsparteien treffen. Costa sagte, er erwarte keine Rückkehr zu einem Lockdown. Neue Beschränkungen für Zusammenkünfte und Vorschriften für das Tragen von Masken seien jedoch möglich.

  • 18.26 Uhr
    Studie: Schweden war Exporteur des Coronavirus

    Während in vielen Ländern drastische Massnahmen ergriffen wurden, ist Schweden während der Corona-Pandemie einen Sonderweg gegangen. In einer Studie wurden jetzt die Auswirkungen untersucht.

    Schwedens zurückhaltende Corona-Strategie hat einer Studie zufolge dazu beigetragen, dass das Virus in andere Länder getragen werden konnte.

    Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universität Uppsala in Schweden, des Norwegischen Instituts für öffentliche Gesundheit und der Universität Sydney in Australien. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift «Eurosurveillance» veröffentlicht.

    «Schweden war im ersten Jahr der Pandemie ein Nettoexporteur des Sars-CoV-2-Virus in unsere nordischen Nachbarländer», sagte John Pettersson von der Universität in Uppsala dem schwedischen TV-Sender SVT. Das Land hatte zu Beginn im Gegensatz zu den anderen skandinavischen Ländern kaum Massnahmen ergriffen, um eine Verbreitung des Virus zu stoppen. Die Folge waren hohe Ansteckungszahlen, die letztendlich auch die Mutation des Virus begünstigten.

    Der Studie zugrunde liegt die Analyse von 71’000 Patientenproben, anhand derer eine Art genetischer Stammbaum für die Ausbreitung des Virus in den nordischen Ländern erstellt werden konnte. Es stellte sich heraus, dass Infektionsketten mit Ursprung in Schweden in mehreren hundert Fällen die Landesgrenzen überschritten.

    Ein Tag in Stockholm (April 2020).
    Bild:dpa
  • 17.30 Uhr
    Repetitive Tests an Schaffhauser Primarschulen

    Ab Montag werden im Kanton Schaffhausen nicht mehr nur auf der Sekundarstufe, sondern auch auf der Primarstufe repetitive Spucktests durchgeführt: Damit soll das Risiko, dass sich das Coronavirus unter Schulkindern und deren Umfeld verbreitet, reduziert werden.

    «Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass mit repetitiven Tests die Verbreitung des Virus in den Schulen frühzeitig gestoppt werden kann», teilte das kantonale Gesundheitsamt am Dienstagabend mit.

    Dieses hat angesichts der aktuellen Lage mit steigenden Fallzahlen zudem beschlossen, dass die bestehende Maskentragpflicht auf den Sekundarstufen I und II bis Mitte Januar 2022 verlängert wird.

  • 17.18 Uhr
    Was Wiener über den Lockdown für Ungeimpfte denken
    Lockdown für Ungeimpfte in Österreich: Das denken die Wiener

    Lockdown für Ungeimpfte in Österreich: Das denken die Wiener

    Als erstes Land in der Europäischen Union hat Österreich einen Lockdown für Ungeimpfte eingeführt. Auf einem Weihnachtsmarkt in Wien stösst die Massnahme auf ein geteiltes Echo.

    16.11.2021

  • 17 Uhr
    Trotz Doppel-Impfung: Daniel Koch hatte Corona

    Daniel Koch war im Sommer an Covid-19 erkrankt. Der ehemalige «Mister Corona» sagte, er habe einen milden Verlauf gehabt. Er sei zu diesem Zeitpunkt doppelt geimpft gewesen, sagte Koch am Dienstag gegenüber dem Regional-Fernsender «TeleZüri».

    Daniel Koch, Delegierter des BAG fuer COVID-19, bereitet sich auf die Medienkonferenz des Bundesrates ueber die Situation des Coronavirus vor, am Mittwoch, 27. Mai 2020 in Bern. Fuer Daniel Koch ist es die letzte Medienkonferenz mit dem Bundesrat. Er geht Ende Monat in Pension. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
    Daniel Koch im Mai 2020: Der Gesundheitsexperte hatte sich mit dem Coronavirus angesteckt.
    KEYSTONE

    Er wisse nicht genau, wo er sich angesteckt habe, sagte er zudem. Die Erkrankung sei glücklicherweise harmlos verlaufen. Er habe während ein paar Tagen «ein bisschen Fieber» gehabt. Während zehn Tagen sei er zu Hause in Isolation gewesen.

    Der ehemalige «Mister Corona» war bis Ende Mai Delegierter des Bundesrates für die Atemwegserkrankung Covid-19. Davor war er Leiter «übertragbare Krankheiten» beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) gewesen. Ende Mai trat Koch in den Ruhestand.

  • 16.40 Uhr 
    Dramatische Lage in Salzburg

    Die Versorgung in den Spitälern im österreichischen Bundesland Salzburg steht wegen der angespannten Corona-Lage auf der Kippe: Die Salzburger Landeskliniken gaben am Dienstag bekannt, dass ein Triage-Team zusammengestellt werde, weil die Behandlung aller Patienten nach geltenden Standards schon bald nicht mehr garantiert werden könne.

    Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen. Laut dem Sprecher der Kliniken soll das Team künftig darüber beraten, wer noch intensivmedizinisch behandelt werden kann und wer nicht.

    In Reaktion auf den Hilferuf des Klinikbetreibers mit seinen vier Krankenhäusern kündigte Salzburgs Landeschef Wilfried Haslauer (ÖVP) Entlastungsmassnahmen an. «Die Situation ist besorgniserregend», sagte er während einer Pressekonferenz.

    ABD0082_20211116 - SALZBURG - ÖSTERREICH: ++ THEMENBILD ++ ZU APA0353 VOM 16.Nov 2021 - Die Geschäftsführung der Salzburger Landeskliniken (SALK) hat sich nun mit einem dramatischen Hilferuf an das Land Salzburg als Spitalserhalter gewandt. Den Salzburger Landeskliniken droht die völlige Überlastung. Es drohe eine Notstandssituation einzutreten, in der intensivmedizinische Triagierungen vorgenommen werden müssen. Im Bild ein Ambulanzwagen vor einer Station im Salzburger Universitätsklinikum, am Dienstag, 16. November 2021. - FOTO: APA/BARBARA GINDL
    Die Geschäftsführung der Salzburger Landeskliniken (SALK) hat sich nun mit einem dramatischen Hilferuf an das Land Salzburg gewandt. Den Salzburger Landeskliniken droht die völlige Überlastung.
    Bild: Keystone

    Unter anderem sollen manche Corona-Patienten in Zentren für medizinische Rehabilitation untergebracht werden. Ausserdem wurde die Bevölkerung aufgefordert, sich bereits vier Monate nach der zweiten Corona-Impfung eine dritte Injektion als Auffrischung zu holen. Laut Haslauer sind mehr als ein Drittel aller neu Infizierten doppelt geimpft.

    Salzburg verzeichnet derzeit mit mehr als 1500 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohnern die höchste Sieben-Tage-Inzidenz unter den österreichischen Bundesländern. Knapp dahinter folgt Oberösterreich mit einem Wert von mehr als 1400.

  • 16.25 Uhr
    Pfizer gibt Lizenz für Covid-Pille teilweise frei

    Der US-Pharmariese Pfizer hat die Lizenz für die Herstellung seiner experimentellen Covid-19-Pille teilweise freigegeben. Über eine Vereinbarung mit der von den Vereinten Nationen unterstützten Organisation MPP (Medicines Patent Pool) mit Sitz in Genf könnten Generika-Hersteller in 95 Ländern weltweit das Medikament selbst herstellen, teilte Pfizer am Dienstag mit.

    Damit könnten bis zu 53 Prozent der Weltbevölkerung künftig mit einem günstigen Medikament gegen das Coronavirus versorgt werden. Zugelassen ist die Pille bisher noch in keinem Land. Laut Pfizer verhindert sie nach bisherigen Studienergebnissen in fast 90 Prozent der Fälle den Tod oder eine Einweisung in ein Krankenhaus bei Menschen, die leicht oder mittelschwer an Covid-19 erkranken.

    FILE - This 2020 electron microscope image provided by the National Institute of Allergy and Infectious Diseases - Rocky Mountain Laboratories shows SARS-CoV-2 virus particles which cause COVID-19, isolated from a patient in the U.S., emerging from the surface of cells cultured in a lab. Pfizer says its experimental pill for COVID-19 cut rates of hospitalization and death by nearly 90% among patients with mild-to-moderate infections. The company announced Friday, Nov. 5, 2021 it will soon ask the U.S. Food and Drug Administration and international regulators to authorize its pill, which is taken twice a day for five days. (NIAID-RML via AP)
    So sieht Sars-Cov-2 unter dem Mikroskop aus.
    Archivbild: KEYSTONE

    Einige grosse Länder wie Brasilien, China oder Thailand sind von der Vereinbarung zwischen Pfizer und MPP ausgenommen. Ein brasilianisches Unternehmen könnte die Tablette zwar herstellen, aber nicht im eigenen Land verkaufen. Man habe bei dem Abkommen mit Pfizer neben Gesundheitsfragen auch das Interesse des Unternehmens berücksichtigen müssen, sagte Esteban Burrone von MPP.

    Dennoch, man könne möglicherweise bald mehr als vier Milliarden Menschen Zugang zu einem offensichtlich wirksamen Medikament ermöglichen. Die Vereinbarung besagt, dass Pfizer in ärmeren Ländern keine Lizenzgebühr für das Medikament erhält und in den übrigen so lange nicht, solange die Weltgesundheitsorganisation die Corona-Pandemie als Gesundheitsnotstand einstuft.

    Eine weitere Covid-Pille des Herstellers Merck ist in Grossbritannien bereits zugelassen. Über eine ähnliche Vereinbarung mit MPP soll sie letztlich in 105 ärmeren Ländern als Generikum verfügbar sein.

  • 15.50
    Supermarktkette Tesco ärgert Impfgegener mit Werbespot

    Ein Werbespot des britischen Grossverteilers Tesco bringt die Impfgegner auf die Palme. Dies, weil darin der Weihnachtsmann nur dank seinem Zertifikat ins Land gelassen wird.

    Gegner der Covid-Impfung rufen nun zum Boykott von Tesco auf, einer der grössten Supermarktketten in Grossbritannien. 

    Der umstrittene Werbespot von Tesco

    Youtube

  • 15:04 Uhr
    57 Prozent mehr Covid-Spital-Einlieferungen in Belgien

    Die Anzahl der Corona-Neuinfektionen in Belgien steigt stark. Zuletzt wurden 1086,5 Neuinfektionen je 100'000 Einwohner innerhalb von zwei Wochen registriert, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde Sciensano vom Dienstag hervorging.

    Dies entspreche einem Zuwachs um 38 Prozent. In den vergangenen 14 Tagen wurden im Schnitt täglich 208,8 Menschen wegen einer Covid-Erkrankung ins Krankenhaus gebracht – ein Zuwachs um 57 Prozent.

    Nach offiziellen Angaben sind in Belgien 75 Prozent der Gesamtbevölkerung komplett geimpft. Dennoch steigen die Infektionszahlen seit Wochen. Deshalb könnten am Mittwoch neue Corona-Einschränkungen beschlossen werden.

  • 13.35
    Die neuesten Zahlen zur Corona-Pandemie

    In den letzten 24 Stunden kam es zu 4297 Neuinfektionen, 76 Spitaleintritten und 6 Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19. 

    Die 14-Tage-Inzidenz der Neuinfektion liegt bei 493.55. Rund 12 Prozent der Tests sind positiv.

  • 13.27 Uhr 
    Baden-Württemberg führt ab morgen 2G-Regel ein

    Ab morgen Mittwoch gilt in Baden-Württemberg die 2G-Regel. Ab dann haben nur noch Genesene und Geimpfte Zugang zu Restaurants, Clubs,  Museen sowie zu den meisten öffentlichen Veranstaltungen. 

    Grund dafür ist die Situation in den Intensivstationen, wo die Betten knapp werden. Dies teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann heute Dienstag mit. 

  • 13.05 Uhr
    München sagt den Christkindlmarkt ab

    Die Stadt München hat wegen der hohen Zahl an Corona-Infizierten den Christkindlmarkt abgesagt. «Die dramatische Situation in unseren Kliniken und die exponentiell steigenden Infektionszahlen lassen mir keine andere Wahl», sagte der Oberbürgermeister der süddeutschen Metropole, Dieter Reiter, am Dienstag nach einer Sitzung des Krisenstabes.

    «Alles andere wäre eine nicht zu verantwortende Erhöhung des Infektionsrisikos und darüber hinaus auch das falsche Signal. Gerade auch für alle Beschäftigten in unseren Kliniken, die an ihrer Belastungsgrenze arbeiten.»

    Reiter sprach von einer katastrophalen Situation in den Kliniken der bayerischen Landeshauptstadt. Die Pandemiebeauftragten aller Münchner Kliniken hätten einstimmig davor gewarnt, auch die Gesundheitsbehörde und das Kreisverwaltungsreferat hätten dringend abgeraten.

    Der Christkindlmarkt rund um den Marienplatz könne nicht abgegrenzt werden, sodass die Zahl der Gäste und die Einhaltung der 2G-Regel nicht kontrollierbar wären, begründete Reiter. Vor allem für die Standbetreiber sei das eine bittere Nachricht. Die Verwaltung prüfe deshalb einen finanziellen Ausgleich.

    ARCHIV - 30.11.2019, Bayern, München: An einem ersten Adventwochenende sind zahlreiche Besucher auf dem Weihnachtsmarkt am Marienplatz in der Landeshauptstadt Bayerns an einem Stand für Glühwein. (zu dpa: «Umfrage: Bundesbürger schwärmen für Atmosphäre der Weihnachtsmärkte») Foto: Lino Mirgeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Lino Mirgeler)
    Der Weihnachtsmarkt auf Münchens Marienplatz fällt in diesem Jahr wegen Corona aus. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 13.10 Uhr 
    Seit heute möglich: Mit Antikörpertest zum Zertifikat

    Seit heute ist es möglich, mit einem positiven Antikörpertest ein Covid-Zertifikat zu erhalten. Der serologische Test weist nach, ob die betreffende Person genügend Antikörper besitzt, um vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt zu sein. 

    Wer einen positiven Antikörpertest vorlegt, kann ein «Schweizer Zertifikat» erhalten, das 90 Tage lang und ausschliesslich in der Schweiz gültig ist. Während dieser Zeit sind die Inhaber*innen eines solchen Zertifikats Genesenen und Geimpften gleichgestellt. 

    Antikörpertests können in Apotheken, Arztpraxen und auch in medizinischen Laboren oder Spitälern gemacht werden. Die Kosten bewegen sich zwischen 50 und 100 Franken.

  • 12.33 Uhr 
    Kroatien verschärft Corona-Massnahmen

    Kroatien hat angesichts steigender Infektionszahlen die Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschärft. Seit Dienstag dürfen Amtsgebäude nur mehr noch von Menschen betreten werden, die entweder geimpft, genesen oder getestet sind. Die Regelung gilt sowohl für die Mitarbeiter der Ämter als auch für Kunden.

    Die Einführung der 3G-Regel für Amtsgebäude lief weitgehend ohne grössere Schwierigkeiten an, berichtete das Nachrichtenportal «jutarnji.hr». Lediglich vor dem Bezirksgericht in Zagreb bildeten sich an der Einlasskontrolle längere Schlangen. Einzelne Bürger äusserten ihren Unmut über die neue Einschränkung, hiess es in dem Bericht. Die Massnahme war in der Vorwoche erlassen worden. Am Montagabend demonstrierten in Zagreb und in der Adria-Stadt Split jeweils mehrere hundert Massnahmen-Gegner.

    In Kroatien stiegen die Corona-Infektionszahlen zuletzt stark an. Die Sieben-Tage-Rate pro 100'000 Einwohner lag am Dienstag bei 914. Sie war damit fast dreimal so hoch wie in Deutschland. In den letzten sieben Tagen starben im Durchschnitt täglich 56 Menschen an den Folgen einer Corona-Erkrankung. Nur 45,5 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.

  • 11.50
    Kinder erkennen Gefühle trotz Gesichtsmasken

    Auch wenn nur noch die Augen sichtbar sind, erkennen Vorschulkinder, ob ihr Gegenüber wütend oder fröhlich ist. Dies hat eine Untersuchung festgestellt, welche das Universitätsspital Lausanne durchführte. Im Zentrum des Interesses stand, wie sich Gesichtsmasken darauf auswirken, wie Kinder Vorschulalter Gesichtsausdrücke Gefühlen zuordnen können. Diese Fähigkeit beeinflusst die emotionale  Entwicklung von Kindern.

    276 Kinder zwischen drei und sechs Jahren versuchten nahmen an der Studie teil. Sie sollten erkennen, ob ein Gesicht auf einem Foto Wut, Freude oder Trauer ausdrückt. Dabei zeigten sich kaum Unterschiede, ob das Gesicht teilweise von einer Maske verdeckt war oder nicht. 

    Die Forschenden veröffentlichten die Studie im Fachmagazin Jama Network.

    KEYSTONE/Jean-Christophe Bott
  • 09.20
    Covid-Medikament von Schweizer Firma verfehlt sein Ziel

    Das Schweizer Biotech-Unternehmen Molecular Partners hat bei der Entwicklung eines Corona-Medikaments einen Rückschlag erlitten. Der Wirkstoff Ensovibep hat in einer ersten zulassungsrelevanten Studie die gesteckten Ziele nicht erreicht.

    Molecular Partners sucht nach Möglichkeiten, Covid-Patienten mit Protein-Medikamenten zu behandeln. Die Testreihe mit dem Wirkstoff Ensovibep wird aber nach 470 hospitalisierten Patient*innen nicht weitergeführt. Das Mittel habe die Schwellenwerte der Wirksamkeit nicht erreicht.

    Das BAG hatte im Sommer 2020 mit Molecular Partners einen Reservierungsvertrag für das potenzielle Covid-Medikament unterzeichnet. Dies für den Fall, dass das Medikament die klinischen Tests erfolgreich durchläuft und zugelassen wird.

    Mit dem Vertrag sicherte sich der Bund den prioritären Zugang zu den ersten 200'000 Dosen des Mittels sowie ein Recht auf Lieferung von bis zu drei Millionen weiteren Dosen.

    Beim Medikament handelt es sich um ein Immunotherapeutikum. Im Ansatz ist die Therapie vergleichbar mit Mischungen verschiedener Antikörper-Therapien in einem Medikament, mit denen das Virus neutralisiert werden soll.

    Marcel Walser, Teamleiter Covid-Projekt, bei der Anzucht einer Bakterienkultur im Labor von Molecular Partners AG, aufgenommen in Schlieren.
    Marcel Walser, Teamleiter Covid-Projekt, bei der Anzucht einer Bakterienkultur im Labor von Molecular Partners in Schlieren.
    KEYSTONE/Alexandra Wey
  • 8.55 Uhr
    Fachleute: 2G reicht nicht

    Die 3G-Regel bringt es mit sich, dass Ungeimpfte dank Tests öffentliche Orte und Veranstaltungen besuchen können. Tests verhinderten aber keine Infektionen, wird Virologe Christian Drosten im Spiegel zitiert. Der einfache Zugang dank Tests führe sogar dazu, dass sich Umgeimpfte in Gefahr bringen.

    Hinzu komme, dass es Gruppen gebe, die durch 3G kaum erreicht werden, argumentiert Drosten. Dies, weil sie zum Beispiel keiner formalen Arbeit nachgingen oder im Ruhestand seien, nicht viel reisten und kaum Veranstaltungen besuchten und sich eigentlich im Privatleben bewegen. Das Virus werde wesentlich im Privaten übertragen und in der aktuellen Situation hoher Inzidenz bekämen die Leute das Virus nach Hause getragen.

    Viola Priesemann, Forscherin am Max-Planck-Institut, pflichtet bei: Nur 2G und 3G im öffentlichen Bereich zu etablieren, werde nicht reichen, um die Fallzahlen runterzubringen, zitiert Spiegel online die Leiterin einer Forschungsgruppe. Als einzige Lösung sieht sie Impfungen. Wenn bei Impfungen wieder ein Niveau wie im Sommer erreicht würde, «dann sähen wir in einem Monat erste Wirkungen», ist Priesemann überzeugt. 

  • 07.40
    Gegner des Covid-Gesetzes und Mass-Voll sind gespalten

    Zuerst nominierte das Referendumskomitee gegen das Covid-Gesetz die Co-Präsidentin von Mass-Voll, Viola Rossi, als Vertreterin in der zweiten Reihe der Arena vom kommenden Freitag. Dann zog es die Nomination zurück. 

    Ursache ist die unbewilligte Demonstration von Mass-Voll gegen das Impf-Dorf im Zürcher Hauptbahnhof, die die Polizei unterbunden hatte. Die «Freunde der Verfassung», das «Aktionsbündnis Urschweiz» und das «Netzwerk Impfentscheid» sagen sich in einer gemeinsamen Erklärung von Mass-Voll los und kritisieren deren «aggressive Rhetorik», wie beispielsweise der «Tages-Anzeiger» berichtet. 

    Es sei noch nie vorgekommen, dass ein Komitee eine Nomination zurückziehe, sagte die «Arena»-Redaktionsleiterin Franziska Egli dem Tages-Anzeiger. Nicolas A. Rimoldi, Co-Präsident von Mass-Voll, gibt sich gelassen: «Natürlich wäre es schön gewesen, wenn Viola hätte teilnehmen können, aber unsere Seite ist auch so gut vertreten.»

    Als Ersatz für Viola Rossi schickt das Komitee nun den Netz-Aktivisten Hernâni Marques in die Runde, der das linke Komitee «Geimpfte gegen das Covid-Zertifikat» vertritt. Hauptredner gegen das Covid-Gesetz sind Josef Ender, Sprecher des Bündnisses Urkantone und die SVP-Nationalrätin Martina Bircher. 

  • 6.10 Uhr
    SVP-Chef will Impfpflicht für Pflegepersonal

    SVP-Parteipräsident Marco Chiesa spricht sich dafür aus, eine Impfpflicht für das Pflegepersonal einzuführen. Es sei aber falsch, den Fokus nur darauf zu legen, sagte er in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen. Der Ständerat warnt davor, Andersdenkende zu stigmatisieren. Es gelte zu akzeptieren, dass es Menschen gebe, die sich nicht impfen lassen wollten, «sonst riskieren wir, dass sich die Impfskeptiker radikalisieren», sagte Chiesa.

    Die rund 100 Millionen Franken für die Impfwoche hätte man aus Chiesas Sicht auch anders einsetzen können. «Zum Beispiel spricht man nicht mehr von Massnahmen wie Maskentragen, Distanzhalten und Händewaschen, obwohl alle wissen, dass die Impfung nicht vollständig vor Ansteckungen schützt», sagte der SVP-Politiker. Er sprach sich im Interview auch für Gratistests und – im Notfall – für die Wiederherstellung von Spitalkapazitäten  aus.

    Chiesa äusserte Kritik am Covid-19-Zertifikat. Bei dessen Einführung sei man davon ausgegangen, dass es vor allem für Reisen ins Ausland eingesetzt werden sollte und nicht im Alltag im Inland. Das Zertifikat habe keinen epidemiologischen Wert, sondern sei nur ein Disziplinierungsinstrument.

    Vieles sei während der Corona-Krise in den letzten eineinhalb Jahren schiefgelaufen. Bei den Masken und Impfdosen habe die Schweiz zu lange warten müssen, übt Chiesa Kritik an der Politik des Bundesrates und des Bundesamtes für Gesundheit. Und die Regierung habe sich viel zu spät um die ältere Bevölkerung gekümmert.

    Aerzte und Pflegende kuemmern sich um Covid-Patienten in einer Intensivstation im Universitaetsspital Basel, am Montag, 28. Dezember 2020, in Basel.
    Pflegekräfte kümmern sich um Covid-Patienten in einer Intensivstation im Universitätsspital Basel. (Archivbild)
    Bild: Keystone/Peter Klaunzer
  • 5.59 Uhr
    Deutschland meldet neuen Inzidenz-Höchstwert

    In Deutschland ist die Sieben-Tage-Inzidenz erneut gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner und Woche mit 312,4 an – ein Höchstwert. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 303,0 gelegen, vor einer Woche bei 213,7 (Vormonat: 70,8).

    Das RKI meldet 32'048 neue Positiv-Tests. Das sind 10'216 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche, als 21'832 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf einen Höchstwert von 312,4 von 303,0 am Vortag.

    Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge 265 Todesfälle innert 24 Stunden verzeichnet. Vor einer Woche waren es 169 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5'077'124 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

  • 5.30 Uhr
    Hausärzte bereit für Booster-Impfungen

    Die Hausärzte in der Schweiz sind für die Booster-Impfungen gerüstet. Es gebe genügend Impfstoffe, sagte Philippe Luchsinger, Hausarzt und Präsident des Verbandes der Haus- und Kinderärzte Schweiz, in einem Interview mit dem «Blick». Da man nach der zweiten Impfung sechs Monate warten müsse, bevor eine Auffrischungsimpfung erfolgen sollte, könne der Reihe nach geimpft werden. Mehr zum Interview hier.

  • 4 .40 Uhr
    Forscher: Covid-Prognose mit hoher Zuverlässigkeit

    Forschende des Universitätsspitals Basel haben einen Weg gefunden, mit hoher Zuverlässigkeit vorherzusagen, bei welchen Patientinnen und Patienten ein schwerer Verlauf der Covid-19-Erkrankung droht, berichten die Zeitungen von CH Media. Dazu nötig sei ein Nasenabstrich mit PCR-Test. Im Abstrich gibt ein Zellmarker Hinweise darauf, ob in den unteren Atemwegen viele Zellen beeinträchtigt sind, wie es in einer Studie heisse.

    Besonders interessant seien die Resultate angesichts zweier neuer Medikamente: Molnupiravir von Merckx und Ridgeback sowie Paxlovid von Pfizer. Sie hemmen die Vermehrung des Virus und müssen deshalb früh nach der Ansteckung eingenommen werden, um ihre volle Wirkung zu entfalten.

  • 4.30 Uhr
    Heute äussern sich die Experten des Bundes zu Booster-Impfungen

    Die Fachexperten des Bundes für das Coronavirus treten heute Dienstagnachmittag einmal mehr in Bern vor die Medien. Seit Tagen jagen sich Äusserungen von Politikern und Experten für oder gegen rasche Auffrischungsimpfungen. Bundespräsident Guy Parmelin ist überzeugt, dass die dritte Impfung gegen das Coronavirus bald auf die Gesamtbevölkerung ausgeweitet werden muss. Laut Christoph Berger, Präsident der eidgenössischen Impfkommission, soll die dritte Impfung für die Gesamtbevölkerung noch dieses Jahr möglich sein. Sobald alle über 65-Jährigen die dritte Impfung bekommen hätten, werde diese für Jüngere geöffnet. Weniger dramatisch sieht es Taskforce-Chefin Tanja Stadler. Nach ihrer Einschätzung hat die Schweiz noch etwas Zeit für die dritte Impfung.

  • 0 Uhr
    Westschweizer Staatsräte erstatten Anzeige nach Bedrohung

    Der Walliser Staatsrat Mathias Reynard (SP) ist mit dem Tode bedroht worden. Sein Genfer Amtskollege Mauro Poggia (MCT – Mouvement Citoyens Genèvois) wurde als Diktator beschimpft. Zuvor hatten beide im Westschweizer Fernsehen RTS das Covid-19-Gesetz verteidigt. Reynard und Poggia erstatteten unterdessen Anzeige. «Todesdrohungen haben in unserem Land nichts zu suchen», sagte Reynard am Sonntag dem Westschweizer Fernsehen RTS. «Ich habe Todesdrohungen erhalten, nur weil ich die offiziellen Zahlen des Spitals genannt habe. Das ist völlig verrückt», fügte er hinzu. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis bestätigte am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass eine solche Anzeige eingereicht worden sei, ohne weitere Details zu nennen.

    Obwohl Reynard und Poggia in der französischsprachigen Schweiz die einzigen kantonalen Gesundheitsdirektoren sind, die eine Beschwerde eingereicht haben, erhalten ihre Amtskolleginnen und -kollegen in der Romandie nach Informationen von Keystone-SDA regelmässig Hassbotschaften, die sich auf ihre Haltung zu Corona-Massnahmen beziehen. Mehr dazu hier.