Didier Deschamps bleibt Trainer bei Weltmeister Frankreich

sda

8.7.2021 - 17:01

Didier Deschamps bleibt weiterhin Nationaltrainer Frankreichs
Didier Deschamps bleibt weiterhin Nationaltrainer Frankreichs.
Bild: Getty

Didier Deschamps bleibt trotz des EM-Scheiterns Trainer bei Weltmeister Frankreich und soll das Team zur erfolgreichen Titelverteidigung bei der WM 2022 in Katar führen.

sda

8.7.2021 - 17:01

Das sagte Verbandspräsident Noël Le Graët zehn Tage nach dem Achtelfinal-Aus gegen die Schweiz der Zeitung «Le Figaro». Der Weltmeister von 2018 gab dabei in den letzten zehn Minuten der regulären Spielzeit einen 3:1-Vorsprung aus der Hand. Deschamps ist seit 2012 im Amt ist, sein Vertrag läuft noch bis Ende 2022.

«Die Antwort ist ja», sagte Le Graët auf die Frage, ob Deschamps bleibe: «Ich habe mich am Mittwoch ausführlich mit ihm unterhalten. Die Sache war in drei Minuten erledigt. Er hat es nicht verdient, nicht weitermachen zu dürfen.» Deschamps sei «ein Gewinner mit einer einzigartigen Erfolgsbilanz. Mein Vertrauen in ihn und seine erfahrenen und kompetenten Mitarbeiter ist uneingeschränkt.»

Über eine zuvor angedachte Vertragsverlängerung habe man allerdings nicht mehr gesprochen. «Wir werden zusammen nach Katar gehen, dann sehen wir weiter», so Le Graët. Deschamps darf aber seinen kompletten Stab behalten.

Der Verbandspräsident, dessen persönliche Nähe zu Deschamps bekannt ist, war nach dem vorzeitigem EM-Aus des Topfavoriten einem Bekenntnis zu seinem Trainer aus dem Weg gegangen und hatte die Diskussion damit erst richtig eröffnet. Als möglicher Kandidat auf eine Nachfolge des Weltmeister-Trainers hat der frühere Weltfussballer Zinedine Zidane gegolten. Mit ihm habe es aber zuletzt keinen Kontakt gegeben, versicherte Le Graët und sagte: «Vielleicht wird er eines Tages Trainer. Vielleicht ernennt ihn mein Nachfolger, denn auch ich bleibe nicht ewig.»

Nach der EM waren in den Medien Unstimmigkeiten im Team teilweise als Zeichen für verloren gegangene Autorität des Trainers gewertet worden. Zudem wurden ihm zu viele taktische Wechsel während des Turniers vorgeworfen. Der Präsident stellte aber klar: «Er hat die Kontrolle über die Kabine nicht verloren.»

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