Diese fünf Nati-Spieler könnten im Januar noch den Verein wechseln

11.1.2019 - 20:00, jar

Johan Djourou muss sich überlegen, wie es mit seiner Karriere weitergehen soll.
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Steven Zuber und Gregor Kobel haben eingesehen, dass sie bei Hoffenheim in dieser Saison wohl keine Rolle mehr spielen und wechseln innerhalb der Bundesliga. Andere Nati-Spieler könnten demnächst ähnliche Wege gehen.

Letzte Saison stand Steven Zuber noch in 24 von 44 Pflichtspielen in der Startelf. In dieser Spielzeit spielt der Schweizer bei Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann eine weniger tragende Rolle. In den 25 Partien der Hinrunde in Liga, Pokal und Champions League spielte Zuber nur achtmal von Anfang an.

Zuber hat wohl gemerkt, dass sinnvoller ist, bis im Sommer den Klub zu wechseln. Dann wird nämlich Nagelsmann (wechselt im Juli zu Leipzig) nicht mehr Hoffenheim-Coach sein. Der Schweizer hat nun bei Stuttgart, wohin er bis im Sommer ausgeliehen wird, die Chance, wieder auf sich aufmerksam zu machen. 

Mehr Einsatzzeit erhofft sich auf Gregor Kobel. Der junge Nati-Goalie, der ebenfalls bei Hoffenheim unter Vertrag steht, geht leihweise bis Ende Saison zu Augsburg. Es gibt fünf weitere Kandidaten, für die ein Transfer oder eine Leihe im Winter durchaus Sinn ergeben würde.

Renato Steffen

Vom FC Basel stiess Renato Steffen vor einem Jahr nach Wolfsburg, damals war Martin Schmidt noch Trainer der Wölfe. Doch Wolfsburg befand sich in der Krise, weshalb Schmidt schon bald entlassen und Bruno Labbadia als neuer Trainer vorgestellt wurde. Seither hat es Steffen schwer. In dieser Saison kam der 27-Jährige zwar in 16 von 17 Hinrundenspielen zum Einsatz, jedoch meistens nur für die letzten Minuten, was für Steffen kaum befriedigend sein kann. In der Nati hat es für den Flügelflitzer auch kaum mehr Platz, das letzte Länderspiel bestritt Steffen vor mehr als zwei Jahren. Ein Wechsel, zum Beispiel leihweise zu einem kleineren Klub in Deutschland, liegt auf der Hand.

Kein seltenes Bild: Renato Steffen wird für die letzten Minuten eingewechselt.
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Yvon Mvogo

Mit grossen Vorschusslorbeeren wechselte der Westschweizer im Sommer 2017 von YB in die Bundesliga. Doch bei RB Leipzig ist Mvogo nie über die Rolle des Ersatzgoalies hinausgekommen, weshalb er sich langsam ernsthaft Gedanken um seine Zukunft machen sollte. Mit 24 Jahren ist Mvogo in einem Alter, in dem er spielen muss, will er weiterhin in der Nati bleiben. Dass er das Zeug dazu hat, Yann Sommer eines Tages als Nummer 1 der Schweiz abzulösen, hat er bei seinem Nati-Debüt im Oktober (2:1-Sieg in Island) eindrücklich bewiesen. In der Europa League, wo Mvogo zum Einsatz kam, ist Leipzig ausgeschieden. Der Goalie muss nun abwägen: Ist es sinnvoller, bis im Sommer abzuwarten – dann kommt mit Nagelsmann ein neuer Trainer – oder zieht er die Reissleine?



Johan Djourou

75-Länderspiele hat Johan Djourou bisher bestritten. Will er noch ein paar Mal für die Nati auflaufen, muss sich der Innenverteidiger Gedanken machen. Denn mit der aktuellen Situation ist Djourou bei Vladimir Petkovic unten durch. Seit Sommer spielt er bei SPAL Ferrara in der Serie A, kam dort aber bisher nur während 278 Minuten zum Einsatz. Mit seinen 31 Jahren gehört Djourou noch nicht zum alten Eisen, auch wenn Petkovic dran ist, die Nati stark zu verjüngen. Sein Vertrag bei SPAL endet im Sommer, ein Abgang im Winter wäre eine Alternative. Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Rückkehr in die Schweiz.



François Moubandje

Seine Karriere ist ein Spiegelbild seiner raren Auftritte in der Nati. Moubandje macht seine Sache gut, ohne grossartig aufzufallen. Beim abstiegsgefährdeten Toulouse ist er Stammspieler, spielt eigentlich immer solid, fällt aber nahezu nie mit Skorerpunkten auf. Seine Bilanz in dieser Saison: 17 Spiele, 0 Tore, 0 Vorlagen. Der Vertrag des 28-Jährigen endet im Sommer, weshalb sich der Westschweizer reinen Gewissens auch nach einem anderen Klub umschauen darf. Schafft Toulouse den Klassenerhalt, macht eine Vertragsverlängerung allerdings absolut Sinn. 

Bei Toulouse unumstrittener Stammspieler: François Moubandje.
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Denis Zakaria

Als Stammspieler hat Denis Zakaria massgeblichen Anteil am Höhenflug von Borussia Mönchengladbach. Der Mittelfeldspieler spielt beim Drittplatzierten der Bundesliga gross auf, das weckt Interesse: Tottenham soll den 22-Jährigen auf dem Zettel haben. Chefscout Steve Hitchen verfolgt Zakarias Entwicklung offenbar schon seit seinem Wechsel von YB nach Gladbach im Sommer 2017. Die Spurs könnten mit Mousa Dembélé (wird mit China-Klub Beijing Sinobo Guoan in Verbindung gebracht) einen zentralen Mittelfeldspieler verlieren. Für Zakaria wäre es womöglich die grosse Chance für einen Wechsel zu einem absoluten Top-Klub. Doch der Schweizer ist gut beraten, erst einmal die Saison bei Gladbach fertig zu spielen. Kann er an seine Leistungen der Hinrunde anknüpfen, wird er auch im Sommer noch gute Angebote erhalten.

Das Transferfenster ist in den Top-Ligen noch bis am 31. Januar geöffnet.

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