Reizfigur Milliardär Dietmar Hopp wird 80 – Feier ganz anders als geplant

dpa

22.4.2020

Dietmar Hopp kann seinen 80. Geburtstag nicht wie geplant feiern.
Dietmar Hopp kann seinen 80. Geburtstag nicht wie geplant feiern.
Bild: Getty

Dietmar Hopp feiert seinen 80. Geburtstag zuhause in Walldorf – «ganz anders als geplant».

«Meine Frau und ich wollten mit unseren Kindern und Enkeln über ein verlängertes Wochenende nach Terre Blanche in Südfrankreich fahren, um in kleiner Runde den 80. zu feiern», sagte der Milliardär und Mehrheitseigner der TSG 1899 Hoffenheim der Deutschen Presse-Agentur. «Daraus wird nun nichts, aber wir wohnen, durch eine Wiese getrennt, in der Nachbarschaft mit den Enkeln, so dass wir uns wenigstens sehen und zuwinken können.»

Der einstige Mitbegründer und Vorstandsvorsitzende des Software-Unternehmns SAP wird am Sonntag (26. April) 80 Jahre alt. «Nicht wenige denken sicher, der kann halt nicht loslassen, aber die irren sich», sagte Hopp. Er räumte aber ein, dass es mit seinem Vorhaben, mit 70 nichts Neues mehr zu beginnen, nicht geklappt habe. «Die Rechnung ist leider nicht aufgegangen, weil meine Stiftung, die Biotech-Investitionen, der Fussballclub TSG Hoffenheim und der Golfclub St. Leon-Rot noch immer sehr viel meiner Zeit beanspruchen.»



Hopp ist auch Mehrheitseigner des Pharmaunternehmen CureVac, das in Tübingen mit Hochdruck an einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus arbeitet. Im Frühsommer solle eine klinische Studie beginnen. «Ich habe grosse Hoffnung, dass im Spätherbst dieses Jahres ein Impfstoff von CureVac verfügbar sein wird. Dann beginnt die nächste Herausforderung, möglichst viele Dosen zur Verfügung stellen zu können», sagte Hopp.

Besonders wichtig sei ihm auch das gesellschaftliche Engagement der Hoffenheimer, die er als Mäzen bis in die Bundesliga führte. «Wir unterstützen auch Afrika und die TSG unternimmt vieles, um dem Klimawandel entgegenzutreten», sagte er. In der Ultrafan-Szene gilt Hopp weiterhin als Hassfigur, die Proteste und Beleidigungen hatten kurz vor der Corona-Krise für viel Wirbel in der Bundesliga gesorgt.

Das könnte Sie auch interessieren

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport