«Social-Media-Battle»

Twitter-Schlagabtausch: Raiola und Pogba gegen Scholes und Neville

Lbe

21.8.2018

Paul Scholes (links) streitet mit Berater Mino Raiola um die Führungsqualitäten von Paul Pogba.
Bild: Getty Images

Nach dem zweiten Spieltag der neuen Premier-League-Saison und der ersten Niederlage von Manchester United gegen Brighton & Hove Albion (2:3) herrscht rund um den Traditions-Verein bereits wieder Unruhe. Die jüngste Diskussion lanciert Paul Scholes mit scharfer Kritik am französischen Nationalspieler Paul Pogba.

Nachdem Pogba im ersten Saisonspiel noch überzeugte, gelang ihm dies bei der Niederlage gegen Brighton nicht wie gewünscht. Dieser Meinung war auch Klublegende Paul Scholes, der in seiner Aktivzeit von 1994 bis 2011 ununterbrochen dem Profikader der «Red Devils» angehörte: «Es fehlen die Leader im Team. Wir dachten, Paul Pogba wäre der ideale Kandidat, ein Leader zu sein, aber heute war er nicht da. Er hatte ein weiteres wirklich schlechtes Spiel, er ist unkonstant.»

Die Reaktion auf diese kritischen Worte folgte umgehend am Dienstagmorgen – und zwar von Pogbas Berater Mino Raiola, der seinen Mandanten in Schutz nimmt, indem er via Twitter einen Gegenangriff auf Kritiker Scholes startet. «Einige Leute müssen reden, weil sie Angst haben, vergessen zu gehen. Scholes würde einen Leader nicht einmal erkennen, wenn er vor Sir Winston Churchill stehen würde

In einem zweiten Tweet fordert er Scholes auf, doch Sportdirektor zu werden und dann Vizepräsident Ed Woodward anzuweisen, seinen Schützling zu verkaufen. «Ich hätte sicher schlaflose Nächte, um Pogba einen neuen Klub zu finden» fügt der 50-jährige Italiener ironisch an.

Keine Stunde dauert es, bis Raiolas Provokation erneut auf Anschlusskommunikation stösst: Der langjährige Teamkollege von Scholes (und als grösster Shaqiri-Kritiker bekannte) Gary Neville lässt sich ebenfalls zu einer Reaktion auf Twitter hinreissen: «Hoffen wir, Paul Pogba führt seinen Berater und stellt ihn ruhig!» Nun wäre die Reihe eigentlich wieder an Raiola und Pogba. Gut möglich, dass das Social Media-Battle schon bald in die nächste Runde geht.

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