Nati-Coach Murat Yakin «Beunruhigt bin ich nicht und ich sehe auch keine Krise»

sda

6.6.2022 - 03:35

Murat Yakins Anweisungen werden ungenügend umgesetzt.
Murat Yakins Anweisungen werden ungenügend umgesetzt.
Keystone

Die Schweizer Nationalmannschaft erhält in der Nations League beim 0:4 gegen Portugal in Lissabon eine Abfuhr. Nationaltrainer Murat Yakin spricht aber nicht von einer Krise.

6.6.2022 - 03:35

Das Unheil für die Schweizer Nationalmannschaft hatte an diesem Abend in Lissabon schon früh seinen Lauf genommen. Ruben Vargas zog sich beim Aufwärmen eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu und wird für den Rest des Zusammenzuges ausfallen.

Auch im Spiel passte dann nicht viel zusammen, auch wenn die Schweiz gut in die Partie fand und beim aberkannten Tor von Haris Seferovic in der 5. Minute etwas Pech bekundete. Eine halbe Stunde waren die Gäste dem Europameister von 2016 ebenbürtig, danach folgte der Zusammenbruch. Am Ende war das Resultat noch das Beste aus Schweizer Sicht. «Wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen», sagte Trainer Murat Yakin. «Es war nicht unser Abend, das müssen wir akzeptieren.»

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War beim 1:2 gegen Tschechien vor allem die Innenverteidigung nicht auf der Höhe ihrer Aufgabe, war dies gegen Portugal die ganze Mannschaft. «Wir sind als Auswärtsmannschaft ausgekontert worden, das darf nicht passieren», sagte Captain Granit Xhaka. Vor allem in der Viertelstunde vor der Pause stellte sich die SFV-Auswahl naiv an, am Ende musste sie froh sein, nur 0:4 verloren zu haben. Allein Doppeltorschütze Cristiano Ronaldo hätte vier oder fünf Tore schiessen können.

Nach zwei von sechs Partien und nach dem Remis von Tschechien gegen Spanien stehen die Schweizer vor dem Heimspiel gegen die Iberer am Donnerstag in Genf bereits mit dem Rücken zur Wand. Mindestens ein Punkt ist Pflicht, will man bei Halbzeit der Kampagne nicht bereits allzu arg in Rücklage sein. «Beunruhigt bin ich nicht und ich sehe auch keine Krise», sagte Yakin. «Aber wir müssen als Mannschaft zusammenstehen und vorwärts schauen.»

Gegen Spanien dürften die gegen Portugal mehrheitlich geschonten Noah Okafor, Breel Embolo, Remo Freuler und Silvan Widmer wieder in die Startaufstellung rücken. Auch Manuel Akanji sollte gegen den EM-Halbfinalisten zumindest für einen Teileinsatz bereit sein. Ein Einsatz von Nico Elvedi und Steven Zuber ist fraglich.

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