Der Traum von Heimsieg lebt

Die Barty-Party in Melbourne geht weiter

sda

27.1.2022 - 10:54

Ashleigh Barty steht zum dritten Mal in einem Grand-Slam-Final
Ashleigh Barty steht zum dritten Mal in einem Grand-Slam-Final.
Bild: Keystone

Ashleigh Bartys Traum von einem Heimsieg am Australian Open lebt weiter. Die Weltnummer 1 gewinnt den Halbfinal gegen die Amerikanerin Madison Keys 6:1, 6:3 und trifft nun im Final auf deren Landsfrau Danielle Collins.

sda

27.1.2022 - 10:54

Die Zuschauer in der Rod-Laver-Arena in Melbourne wurden in der Night-Session Zeugen von zwei einseitigen Halbfinals. Nach dem klaren Sieg von Ashleigh Barty blieb auch die Polin Iga Swiatek (WTA 9) gegen Danielle Collins (WTA 30) überraschend ohne Chance und verlor 4:6, 1:6.

Die 28-Jährige aus Florida setzte mit ihren Returns die French-Open-Siegerin von 2020 permanent unter Druck und feierte nach 79 Minuten ihren grössten Erfolg der Karriere. 2019 hatte Collins erstmals einen Major-Halbfinal erreicht – ebenfalls in Melbourne.

Im Final wird die auf der Tour nicht sehr beliebt Collins allerdings die klare Aussenseiterin sein – und nicht viele Sympathien im Publikum geniessen. Ashleigh Barty bietet sich die Chance, als erste Australierin seit 1978 den Titel zu gewinnen.

Barty ohne Satzverlust

Barty kontrollierte gegen Madison Keys (WTA 51) von Beginn an mit ihrem variablen Spiel und dem guten Aufschlag die Ballwechsel und zwang ihre Gegnerin zu vielen Fehlern. Erst im zweiten Satz vermochte Keys, die 2017 den US-Open-Final erreicht hatte, besser mitzuhalten. Beim Stand von 2:2 vergab die 26-Jährige, die im Bundesstaat Illinois aufgewachsen ist, einen Breakball. Im Anschluss kassierte Keys, die in der Weltrangliste in die Top 30 vorstossen wird, das letztlich entscheidende Break.

Nach ihrem erneut überzeugenden Auftritt ist Barty 2022 weiterhin ungeschlagen und in diesem Turnier noch immer ohne Satzverlust. Bei ihren sechs Siegen im Melbourne Park gab sie nur gerade 21 Games ab. Die Siegerin am French Open 2019 und in Wimbledon 2021 ist die erste australische Finalistin in Melbourne seit Wendy Turnbull 1980.

sda