Besser schlafen – zehn coole Tipps für heisse Nächte

Runa Reinecke

27.6.2019 - 18:04

Kaum schlafen, morgens wie gerädert aufstehen. Ein Schicksal, das derzeit viele hitzegeplagte Schweizerinnen und Schweizer teilen. Höchste Zeit, dem Sommer – zumindest nachts – die kalte Schulter zu zeigen.

Wie gut oder ob wir überhaupt schlafen, ist stark von der Raumtemperatur abhängig. Und die wird in vielen Schweizer Schlafgemächern derzeit als unangenehm empfunden. Mit diesen Tipps lässt sich auch in heissen Sommernächten wieder zu wohlverdientem Schlaf finden.

1. Runter mit den Rollos

Lüften? Unbedingt, aber nur ganz früh am Morgen, solange es draussen noch einigermassen kühl ist. Danach sollte man die Markise auf dem Balkon oder der Terrasse ausfahren und die Fenster nicht mehr öffnen. Damit die Temperatur einigermassen erträglich bleibt: Rollos, Jalousien und Vorhänge an allen Fenstern herunter- beziehungsweise zuziehen. Helle Aussenjalousien sind besonders empfehlenswert: Sie reflektieren das Licht schon bevor es durchs Fenster in den Wohnbereich eindringen und sich die Hitze in den Räumen ausbreiten kann.

Um zu kühlen, produziert er Wärme - den Kühlschrank also besser geschlossen halten. 
Bild: iStock

2. Sport am späteren Abend? Lieber nicht!

Wer zu vorgerückter Stunde Gewichte stemmt, joggen geht oder sich anderen körperlich anstrengenden Tätigkeiten zuwendet, regt den Kreislauf an. Dann wird es schwierig, zur Ruhe zu kommen und in den Schlaf zu finden. In den frühen, kühlen Morgenstunden macht Sport ohnehin mehr Spass.

3. Duschen? Ja, aber …

Einmal mit kaltem Wasser abbrausen. Das erfrischt zwar im ersten Moment, ist aber nicht ratsam, denn: Unser Organismus bemüht sich darum, stets eine konstante Körpertemperatur von etwa 37 Grad beizubehalten. Sobald sie sinkt, setzt unser inneres Thermostat alles daran, die Temperatur hochzufahren – und wir schwitzen. Eine lauwarme Dusche erfrischt länger und lässt uns besser schlafen.

4. Keine kalten Getränke

Wer geniesst nach einem heissen Sommertag nicht gern eine eiskalte Erfrischung? Leider verhält es sich mit gekühlten Getränken ähnlich wie mit dem Duschen. Auch wenn es schwerfällt: Lieber die Bierflasche im Kühlschrank lassen, und gönnen Sie sich vor dem Zubettgehen einen warmen Kräutertee. Das hilft dabei, nächtlichen Schweissausbrüchen vorzubeugen, da die Körpertemperatur konstant bleibt. Apropos Bier: Dem darin enthaltenen Hopfen wird eine beruhigende Wirkung nachgesagt, während Alkohol für Schlafstörungen sorgt. Vielleicht doch eher einen Hopfen-Tee?

5. Nasse Tücher

Ein angenehmes Raumklima hilft dabei, ein- beziehungsweise durchzuschlafen. Die meisten Menschen empfinden eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent als angenehm. Man mache ein grosses Laken oder Badetuch nass und hänge es im Schlafzimmer vor dem Zubettgehen auf.

6. Ventilator und Klimagerät

Besitzer einer Klimaanlage sind in diesen Tagen zu beneiden. Doch der kühle Luftstrom auf nackter Haut kann auch zu Muskelverspannungen, vor allem im Nackenbereich und am Rücken, führen. Klimaanlage oder Ventilator also am besten so positionieren, dass die obere Körperhälfte vom kühlenden Gebläse verschont bleibt. Wer auf Nummer sicher geht, schläft mit einem leichten, um den Hals gewickelten Baumwolltuch und mit T-Shirt oder Nachthemd. Wer sich vom surrenden Geräusch der Apparaturen gestört fühlt, schläft mit Ohrenstöpseln besser. Die verhindern ausserdem, dass man sich aufgrund der kühlen Luft eine Ohrenentzündung einfängt.

7. Klimaanlage Marke Eigenbau

Klimageräte sind nicht nur in der Anschaffung teuer: Sie benötigen jede Menge Strom, und die energieeffizienteren Modelle erzeugen heisse Abluft. Die günstige Alternative: Eine grosse PET-Flasche mit Wasser füllen und ins Tiefkühlfach legen. Sobald der Inhalt gefroren ist, die Flasche – oder besser zwei – vor einen Ventilator stellen. Das verspricht zusätzliche Kühlung – zumindest für wenige Stunden.

Eine mit Eis gefüllte PET-Flasche und ein Ventilator - fertig ist die DIY-Klimaanlage.
Bild: rre
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8. Zudecken – bei dieser Hitze?

Ja, denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier: Ohne Duvet fehlt uns etwas, und wir schlafen unruhig. Allzu wärmend sollte das, womit wir uns des Nachts zudecken, natürlich nicht sein. Ein Baumwolllaken fühlt sich angenehm an und verhindert, dass – wenn wir schwitzen – der Körper während des Schlafs auskühlt.

9. Nicht nackt schlafen

Auch wenn es schwerfällt: Ganz ohne Textilie am Leib sollte man nicht schlafen gehen. Sonst geschieht das, was auch passiert, wenn wir ohne Decke schlafen: Der Schweiss wird nicht absorbiert, und wir beginnen zu frösteln.

10. Getrennte Schlafzimmer

Zugegeben, für Paare, die für gewöhnlich das Bett teilen, ist es ist unromantisch. Wird es im gemeinsamen Schlafzimmer zu warm, profitieren beide von getrennten Nachtlagern, denn jeder zusätzliche Körper im Raum strahlt Wärme ab – und das lässt die Temperaturen im Schlafzimmer zusätzlich steigen.

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