Wie viele Kalorien stecken im Chlaussäckli?

6.12.2018 - 15:10, mit

EInem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul? Wenn der Samichlaus seine Belohnungen verteilt, greifen wir gerne zu. Woch wie viele Kalorien stecken in einem Chlaussäckli eigentlich?
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Am 6. Dezember feiern wir den Samichlaus traditionellerweise mit Versli, Grittibänzen und vielen anderen Leckereien. Doch wie viele Kalorien stecken eigentlich in so einem Chlaussäckli?

Eine Handvoll Erdnüsse, ein paar Mandarinli, Lebkuchen, Guetzli, Schöggeli und ein Grittibänz – so sieht so mancher Chlaussack hierzulande aus. In der Adventszeit greift man gern einmal zu und gönnt sich die eine oder andere kleine Sünde, um sich die Wartezeit aufs Christkind etwas zu versüssen. Dass das nicht nur gesund ist, wissen wir natürlich. Doch wie sündhaft ist das Säckli, das der Samichlaus verteilt?

Beginnen wir mit den gesunden Inhalten: Eine Mandarine enthält pro 100 Gramm gerade einmal 53 Kalorien, ein Stück wiegt ungefähr 50 Gramm, hat also 27 Kalorien. Zudem punktet die Zitrusfrucht mit Vitamin C: Zwei Stück decken rund 40 Prozent des Tagesbedarfs einer erwachsenen Person.

Mit Sicherheit die gesündeste Ingredienz im Chlaussäckli: Vitaminhaltige Zitrusfrüchte.
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Erdnüsse sind wertvolle Eiweisslieferanten

Auch Erdnüsse sind gesund, in der ungerösteten und ungesalzenen Variante, wie sie im Chlaussack vorkommt, sowieso. Eine Nuss (mit zwei Kernen) kommt auf 18 Kalorien. Die Hälfte der Erdnuss, die eigentlich keine Nuss, sondern eine Hülsenfrucht ist, besteht aus Fett, ganze 25 Prozent aus Proteinen – das macht sie zu einer wertvollen Eiweissquelle. Erdnüsse stecken zudem voller Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Magnesium, enthalten Kupfer, Zink und Fluor. 

Nüsse sind ein vergleichsweise gesunder Knabberspass. Was aber nicht heisst, dass sie keine Kalorien haben. Ernüsse überzeugen zudem durch ihren hohen Eiweissgehalt.
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Baumnüsse sind ebenfalls sehr gesund und fettreich. Auf Hundert Gramm kommen ganze 62 Gramm Fett, die allerdings zu einem beträchtlichen Teil aus gesunden ungesättigten Fettsäuren bestehen. Zudem enthalten die Nüsse Vitamine der B-Gruppe sowie Zink, Mangesium und viele weitere Nährstoffe. Eine Nuss hat in etwa 45 Kalorien. 

Nun wird es etwas weniger gesund: Ein kleiner Grittibänz schlägt mit etwa 400 Kalorien zu Buche, ein kleiner Lebkuchen à 50 Gramm mit 200. Zudem enthalten beide viel Weissmehl und Zucker, was den Blutzuckerspiegel zwar schnell ansteigen, aber genauso rasant auch wieder absacken lässt.

Grittibänzen – oder Grättimanne – gehören zum Samichlaus. 
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Schlanke Guetzli gibt es doch

Bei den Guetzli sind Mailänderli, Brunsli und Zimtsterne mit gut 70 Kalorien pro Stück am gehaltvollsten. Mit Zucker, Butter und Weissmehl stecken sie auch voller kalorienreicher Inhaltsstoffe. Wer auf den Guetzli-Spass nicht verzichten will, aber dennoch ein gutes Gewissen möchte, greift am besten zu den vergleichsweise schlanken Änis-Chräbeli: 31 Kalorien pro Stück sind verhältnismässig wenig.

Zimtsterne sind für viele unverzichtbar und zählen zu den beliebtesten Guetzli im Advent.
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Schoggi darf in einem gut gefüllten Säckli auf keinen Fall fehlen: 100 Gramm Vollmilchschokolade haben 570 Kalorien, 37 Gramm davon sind Fett und etwa die Hälfte Zucker. Damit bildet die süsse Versuchung in Sachen Gesundheit das Schlusslicht beim Inhalt, was man wiederum für den Genuss nicht behaupten kann.

Ein gut gefüllter Sack kommt so schnell einmal auf 1500 Kalorien. Zum Vergleich: Ein Big Mac hat 500 Kalorien, eine Pizza etwa 1000. Aber: Man muss ja auch nicht alles auf einmal essen.

Wer auch im Dezember auf die Gesundheit und die Linie achten möchte, ist mit Nüssen, Zitrusfrüchten, Äpfeln, Dörrfrüchten und Datteln gut beraten. Mit selbst gebackenen Guetzli hat man zudem den Zuckeranteil besser im Griff als bei gekauften Fertigmischungen. So kann man auf etwas gesündere Alternativen setzen. Am Schluss soll der Inhalt des Säcklis vor allem gut schmecken. Der Samichlaus kommt schliesslich nur einmal im Jahr. 

Dass Schokolade nicht unbedingt gesund ist, wissen wir ja. Aber sie schmeckt halt trotzdem unheimlich gut.
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