An Weihnachten allein daheim? Das muss nicht sein!  

Runa Reinecke

5.12.2019 - 15:52

Weihnachten nur mit sich selbst feiern – nicht jeder tut das freiwiliig. 
Bild: Getty Images

Vielen einsamen Menschen graut es schon jetzt vor Weihnachten. Dabei muss der Heiligabend nicht zwangsläufig zur frustrierenden, stillen Nacht werden.

Adventszeit, die Strassen sind festlich beleuchtet, vor den Ständen des Weihnachtsmarkts drängeln sich die Menschen, es duftet nach Glühwein und gebrannten Mandeln. Trotz der allgegenwärtigen Geschäftigkeit blickt so mancher sorgenvoll in die nahe Zukunft, denn: An Heiligabend wird man allein sein.

Ist nun einmal so: Erst recht als Single hat man niemanden an seiner Seite, und mitunter ist keine Familie mehr vorhanden, oder es fehlt schlicht die Lust dazu, sich den alljährlichen Verwandtschaftsschlauch anzutun. Aber die stille Nacht wirklich ganz allein? Es geht anders.

Koffer packen statt Guetzli backen

Ob Skiplausch in den Alpen oder Weihnachten unter Palmen: Auch für die Weihnachtsfeiertage bieten verschiedene Organisationen und Ferienunternehmen Gruppenreisen für Alleinreisende an. Und es spielt überhaupt keine Rolle, ob man eher zur jüngeren Zielgruppe oder zu den Best Agern gehört.



Wer weiss, vielleicht trifft man ausgerechnet dort auf Mister oder Mrs Right, und die Weihnachtsreise wird unverhofft zu einem ganz besonderen Fest der Liebe.

Frühzeitig planen, gemeinsam feiern

Festtagsmenü? Es wird wohl wieder nur ein Fertiggericht. Für viele Schweizer Singles ist Heiligabend ein Abend wie jeder andere, von der Extraportion Frust als Beilage abgesehen. Wer nicht allein an einem viel zu grossen Tisch speisen will und andere einladen möchte, sollte sich spätestens jetzt im Bekanntenkreis umhören, denn selbst spontane Menschen schmieden oft frühzeitig Pläne für die Weihnachtsfeiertage.

Welcher Freund, welche Freundin, welcher Nachbar, welche Nachbarin hätte auch Lust auf einen schönen gemeinsamen Abend mit feinem Essen, gutem Wein und angenehmen Gesprächen? Besonders spannend wird es, wenn gleich mehrere Menschen aufeinandertreffen, die sich kaum oder noch gar nicht kennen.

Für andere da sein

Nichts ist seliger als geben, und zweifellos ist das Spenden für wohltätige Zwecke eine gute Sache. Doch gerade während der Weihnachtszeit fehlt es vielen Hilfsorganisationen auch an helfenden Händen. An Leuten, die mit anpacken, um Menschen, denen das Leben besonders hart mitgespielt hat, ein Weihnachtsmenü zu kredenzen und ihnen damit etwas Wärme und Geborgenheit zu schenken.



Ob das strahlende Gesicht eines Kindes, das mit seinen Eltern aus einem Kriegsgebiet zu uns flüchten musste, oder die Freude eines Obdachlosen, der seine Liebsten, seinen Job und dadurch auch sich selbst verloren hat: Anderen in Not zu helfen, ist unbezahlbar, macht glücklich und ist definitiv sinnvoller, als allein daheim den Adventskranz anzustarren.

Bewusst und ohne Frust

Nun ist nicht jeder, der den 24. Dezember allein verbringt, zwangsläufig einsam, melancholisch oder gar niedergeschlagen: Man blickt zurück auf eine stressige Vorweihnachtszeit und hat so viel noch kurz vor Jahresende erledigt. Nun darf man die Ruhe nach dem Sturm geniessen: Schon lange wartet das Buch auf dem Nachttisch darauf, gelesen zu werden. Ganz zu schweigen von den Netflix-Serien, die man sich in den nächsten Tagen, lediglich unterbrochen durch ein paar Schlafpausen, anschauen kann.

Und während irgendwo Familiendebatten zu den Themen «Lametta am Christbaum – ja oder nein?», «Nicht schon wieder Socken!» oder «Muss meine vegan lebende Schwester Grosis selbstgemachten Eierlikör trinken?» geführt werden, geniessen andere – ganz ohne Gesellschaft – eine entspannte, erholsame, aber vor allem: stille Nacht.

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