Tobias Müller: «Mein Gentest hat ein solches Risiko ausgewiesen»

Bruno Bötschi

22.10.2019 - 13:49

Tobias Müller über seinen Traumberuf: «Ich wollte Radiomoderator werden. Später träumte ich davon, die Sat.1-Sendung Nur die Liebe zählt› zu übernehmen, weil mir Kai Pflaume als Moderator derart gut gefiel.»
Bild: SRF/Marion Nitsch

Er ist einer der bekanntesten Schweizer Fernsehmoderatoren. Tobias Müller («Einstein») spricht über Mut, sagt, wann er ein «Schisshas» ist – und verrät, warum er länger braucht als seine Freundin im Bad.

Dreissig Minuten in Leutschenbach beim Schweizer Fernsehen SRF: Tobias Müller offeriert dem Journalisten einen Kafi. Er sieht exakt so aus, wie er im Fernsehen aussieht: gut.

Der «Einstein»-Moderator wirkt konzentriert, scheint nicht angespannt, aber gut vorbereitet. Der Journalist ist es auch – schliesslich wurden ihm schon im Vorfeld von der Presseabteilung klare Vorgaben gemacht:

«Gerne möchte ich Sie deshalb noch kurz darüber informieren, dass Tobias Müller nicht über sein Liebesleben sprechen möchte, noch preisgibt, wo genau er wohnt. Ich bitte Sie, dies beim Vorbereiten der Fragen zu respektieren.»

Kein Problem, wir sind doch nett – zumindest am Anfang. Und los geht's!

Herr Müller, wir machen heute ein Frage-Antwort-Spiel: Ich stelle Ihnen in den nächsten 30 Minuten möglichst viele Fragen, und Sie antworten möglichst schnell und spontan. Wenn Ihnen eine Frage nicht passt, sagen Sie einfach ‹weiter›.

Ich weiss, wie diese Art von Gesprächen funktioniert. Ich habe im Vorfeld einige Ihrer Interviews gelesen.

Was tun Sie normalerweise vor dem Einschlafen?

Das Handy in den Flugmodus stellen.

Wie viele Stunden Schlaf brauchen Sie mindestens?

Sechs.

Am Morgen zum Wachwerden: Sex, Espresso, eine kalte Dusche oder alles zusammen?

Keines von all dem. Ich dusche lieber warm, und Kaffee mag ich nicht.

Tee?

Wenn morgens ein Getränk, dann Tee. Aber eigentlich esse ich meistens nur ein Müesli.

Irgendwelche anderen Tipps, um ganz schnell wach zu werden?

Leider nein – aber ich bin dankbar für jeden Tipp. Gerade heute wäre ich fast nicht aus dem Bett rausgekommen, obwohl ich gestern früh ins Bett gegangen bin. Trotzdem fühlte ich mich heute Morgen wie plattgewalzt.

Tobias Müller über seine Morgenrituale: «Wenn morgens ein Getränk, dann Tee. Aber eigentlich esse ich meistens nur ein Müesli.»
Bild: SRF/Valeriano Di Domenico

Wäre das nicht ein Thema für eine der nächsten ‹Einstein›-Sendungen?

Tatsächlich denken wir gerade darüber nach, ob wir demnächst eine Sendung zum Thema ‹Schlaf› realisieren wollen.

Der letzte gute Song, den Sie im Radio gehört haben?

Am Radio ... ach, da kommt mir gerade keiner in den Sinn. Dafür wird mir das Konzert von Herbert Grönemeyer, das er neulich in Basel gegeben hat, unvergesslich bleiben. Es war ein unglaubliches Gefühl, als er das Lied «Der Weg» anstimmte. Als der Song rausgekommen ist, arbeitete ich noch als Moderator beim Radio. Ich spielte ihn damals rauf und runter. Normalerweise nervt so ein Lied irgendwann. Aber dieses berührt mich noch immer – auch beim Konzert wieder.



Welche Musik haben Sie als Kind geliebt?

Die Toten Hosen hörte ich gern und (überlegt) ... eine Zeit lang mochte ich Take That sehr – und ich war ein grosser Fan von Michael Jackson. Ich wollte tanzen können wie er.

Sie meinen den Moonwalk.

Ja – hat aber nicht geklappt, weil ich tänzerisch absolut unbegabt bin.

Ihr liebstes Schweizer Volkslied?

‹Dr Schacher Seppeli›.

Welcher Mädchenname war für Sie geplant?

Das weiss ich nicht ... oder Moment, möglicherweise war es Barbara. Ich bin aber nicht ganz sicher.

Das läuft ja: wie geschmiert.

Als Teenager ‹Bravo›-Poster an die Wände gepinnt?

Nein.

Weil Sie die ‹Bravo› nicht lesen durften?

Genau – meine Eltern wollten nicht, dass ich dieses Heftli lese.

Mochten Ihre Eltern die Aufklärungsrubrik ‹Dr. Sommer› nicht, oder was missfiel Ihnen am Inhalt des deutschen Musikheftlis?

Sie dachten wohl, dem Thema ‹Sex› werde zu viel Platz eingeräumt. Ich habe die ‹Bravo› aber trotzdem gelesen – bei Freunden.

Grausamste Bestrafung, unter der Sie als Teenager zu leiden hatten?

Akne.

Wirklich wahr, dass Sie Ihren ersten öffentlichen Auftritt mit zwölf hatten?

Das stimmt. Während der Turnerunterhaltung in Mels – in dem Dorf bin ich aufgewachsen –, spielte ich in einem Sketch einen Geschäftsmann, dies im viel zu grossen Hochzeitsanzug meines Vaters.

Hat Ihnen das Spiel auf der Bühne gefallen?

Sehr sogar. Kurz danach wurde ich in das Drehbuchautoren-Team aufgenommen und durfte beim Erarbeiten der Sketche mithelfen. Das gefiel mir wahnsinnig gut.

Träumten Sie davon, Schauspieler zu werden?

Nein. Mein Berufswunsch war Radiomoderator – ich war noch ganz klein, als ich auf meinem Fisher-Price-Radio erste Kassetten mit eigenen Tonaufnahmen bespielte. Später träumte ich davon, die Sat.1-Sendung ‹Nur die Liebe zählt› zu übernehmen, weil mir Kai Pflaume als Moderator derart gut gefiel. In meinem jugendlichen Übermut dachte ich, wenn er pensioniert ist, wäre ich genug alt und könnte sein Nachfolger werden.

Wenn Sie noch einmal 18 sein könnten: Was würden Sie als Erstes tun?

Meine Güte ... – wenn ich nochmals 18 wäre, würde ich noch mal das Gefühl haben wollen, zum ersten Mal in einem Auto zu sitzen und selber zu fahren.

Sind Sie ein Autofan?

Nein, aber es kam mir jetzt gerade in den Sinn, wie ungeschickt ich mich angestellt habe, als ich neben meinem Vater zum ersten Mal am Steuer eines Autos sass. Und trotzdem war es ein tolles Gefühl, zum ersten Mal selber zu steuern – fühlte sich nach ‹jetzt bin ich erwachsen› an.



Es wird behauptet, Sie seien eitel. Wahr oder nicht?

Ich gebe zu, ich bin ein bisschen eitel. Aber nicht übereitel, sondern einfach ... Ich glaube, wer als Moderator beim Fernsehen arbeitet, bei dem gehört automatisch eine gewisse Portion Eitelkeit dazu.

Hat Ihnen schon einmal jemand direkt ins Gesicht gesagt: ‹Du bist aber ein eitler Sack!›

Nein, noch nie. Meine Freundin sagt manchmal, ich würde viel länger brauchen im Bad als sie. Nur: Das hat weniger mit Eitelkeit zu tun, als vielmehr damit, dass ich viel langsamer bin als sie.

Mal etwas Neues: Ein St. Galler, der langsam ist ...

... aber ich wohne seit einiger Zeit im Kanton Bern. (lacht)

Sind Sie mutig?

Ich suche gern die Herausforderung und mag den Nervenkitzel, gleichzeitig gibt es viele Dinge, bei denen ich mich wie ein Schisshase verhalte.

So. Das waren die Themen Lifestyle, Psyche, Freundin und Wohnort. Momoll, Müller hat beides selber erwähnt, obwohl doch die Presseabteilung das nicht thematisiert haben wollte.

Als Sie 2011 Moderator der TV-Sendung ‹Einstein› beim Schweizer Fernsehen wurden, sagten Sie: ‹Es ist für mich ein Traumjob, und ich freue mich sehr auf die geheimnisvolle Welt der Wissenschaft.›

Ich sage immer, ich habe in den acht Jahren als ‹Einstein›-Moderator mehr gelernt als in den 28 Lebensjahren davor – und es geht immer weiter, und es kommt immer wieder Neues und Spannendes dazu. Aber genau das ist es, was ich so faszinierend an der Wissenschaft finde. Es wird immer weiter geforscht, und es gibt immer wieder neue Resultate. Für die Sendung von dieser Woche haben wir uns zum Beispiel intensiv mit dem Thema ‹Genetik› beschäftigt.

Was haben Sie herausgefunden?

Lifestyle-Gentests werden unter anderem ein Thema in der Sendung sein. Mittlerweile kann ja jeder ein bisschen Speuz einschicken. Firmen, die solche Tests anbieten, tun so, als könnten sie nach der Untersuchung der Proben voraussagen, welche Krankheiten einem im Alter drohen.

Haben Sie ebenfalls Speuz eingeschickt?

Ja – aber erst nach reichlicher Überlegung.

Was ist dabei rausgekommen?

Was soll ich sagen ... okay, ich verrate es Ihnen: Meine Sorge war, dass ich unter einem erhöhten Herzinfarkt-Risiko leiden könnte, weil das in unserer Familie verbreitet ist. Mein Gentest hat dann auch wirklich ein solches Risiko ausgewiesen. Das Problem dabei: Man bekommt das Resultat per Post zugeschickt und wird damit völlig allein gelassen. Als ich das Resultat sah, dachte ich: Und jetzt?

Wie ging es weiter?

Ich bin dann zu einer Genetikerin gegangen, die auf Herzkrankheiten spezialisiert ist.

Was sagte sie?

Der Test sei unbrauchbar. Zwar werde das einzige Gen, das bei mir negativ angezeigt würde, mit einem Herzfehler assoziiert. Würde ich aber an einem solchen leiden, hätte man das aber schon viel früher herausgefunden. In der Folge machte die Genetikerin mit meinen Eltern und mir einen weiteren, wissenschaftlich fundierten Test.

Wie lauteten die Ergebnisse?

Die Resultate waren deutlich besser, aber auch nicht sehr gut.

Tobias Müller über seinen Gentest: «Meine Sorge war, dass ich unter einem erhöhten Herzinfarkt-Risiko leiden könnte, weil das in unserer Familie verbreitet ist. Mein Gentest hat dann auch wirklich ein solches Risiko ausgewiesen.»
Bild: SRF

Wann dachten Sie zum letzten Mal: ‹Mein Job ist ein Albtraum›?

Noch nie.

Und während der Nacht: Verfolgen Sie manchmal Albträume?

Die Gentest-Sendung hat mich oft beschäftigt, auch während der Nacht. Wenn man sich für einen Gentest entscheidet, kann es sein, dass sich das Leben danach total verändert. In meinem Fall ist das Resultat nur halb so wild, aber es hätte ja auch sein können, dass mein Risiko, im Alter an Alzheimer oder Parkinson zu erkranken, deutlich erhöht wäre. So ein Resultat kann das Leben durchaus total verändern.

Welches war bisher die absolut schlimmste Mutprobe während einer Erlebnisreportage, die Sie für die Sendung Einstein zu bestehen mussten?

Der Giftschlangen-Kurs – ich habe panische Angst vor Schlangen.

Heute immer noch?

Ja. Im Kurs habe ich gelernt, wie man Kobras am Kopf fixiert, und vor allem, dass Schlangen Menschen nur angreifen, wenn sie keinen Fluchtweg sehen. Deshalb sollte man sich langsam zurückziehen, wenn man auf eine trifft. Ich weiss nicht, wie ich das damals geschafft habe. Es war eine heftige Erfahrung. Deshalb sage ich heute: Das würde ich nie wieder machen.

Der Hühnerhaut-Moment: Da hatte einer wirklich ‹Schiss›.

Sie haben auch schon Geburtswehen an sich testen lassen. Würden Sie das nochmals machen?

Ja, das würde ich sofort wieder machen. Und ich empfehle diesen Test auch allen anderen Männern. Es war eine sehr gute Erfahrung. Es lehrt einen, Respekt zu haben vor dieser grossartigen Leistung der Frauen.



Gibt es noch andere Erlebnisreportagen, die Ihnen extrem viel Mut abgefordert haben?

Für die Sendung zum Thema ‹Grenzen› war geplant, dass ich aus einem Flugzeug geworfen werde. Anfänglich fand ich das eine gute Idee, weil ich glaubte, es sei ein Tandem-Fallschirmsprung. Erst später habe ich erfahren, dass ich allein springen sollte.

Waren Sie davor schon mal Fallschirm gesprungen?

Nie. Aber die Redaktion fand, dass der Moderator beim Thema ‹Grenzen› auch an seine Grenzen kommen müsse. Ich bekam dann eine halbtägige Schulung – und stellte fest: Das Steuern des Schirmes ist gar nicht so kompliziert.

Was wäre passiert, wenn der Fallschirm nicht aufgegangen wäre?

Im Kurs lernte ich, den Fallschirm zu entwirren und ihn – im Notfall – abzuwerfen, um den Notschirm ziehen zu können.

Die Landung ist ja auch nicht ohne, oder?

Stimmt – die ist auch nicht zu vergessen. Ich war während des Fluges derart geflasht von Adrenalin, dass ich total die Orientierung verlor und so rund zwei Kilometer von dem Ort entfernt gelandet bin, der eigentlich als Landeort ausgemacht war. Ich lag also irgendwo in einem Feld im Dreck, total euphorisiert, während sich das Kamerateam Sorgen machte, wo ich wohl geblieben sei.

Wie fanden Sie Ihr Team wieder?

Ich hatte ein GPS-Gerät dabei, deshalb konnte ich geortet werden.

Wer auf der ‹Einstein›-Redaktion hält Sie zurück, wenn die Gefahr droht, dass Sie sich mit einer Erlebnisreportage übernehmen könnten?

Bisher war das noch nie nötig – ich mag, wie bereits erwähnt, Herausforderungen, bin aber gleichzeitig ein vorsichtiger Mensch.

Welche Erlebnisreportagen konnten Sie nicht realisieren, weil Sie der Mut verliess?

Keine.

Wann kamen Sie sich das letzte Mal wie ein Idiot vor?

(Überlegt lange) Eine konkrete Situation kommt mir gerade nicht in den Sinn, aber natürlich ist das schon vorgekommen.



Schlimmste Beleidigung, die Sie je ertragen mussten?

Das Schöne an ‹Einstein› ist, dass das Publikum meist wohlwollend auf unsere Sendungen reagiert. In den acht Jahren als Moderator bin ich noch nie persönlich angegriffen oder gar beleidigt worden. Natürlich werden unsere Beiträge kritisiert, und das ist auch gut so. Hin und wieder ist meine Selbstinszenierung als Moderator Thema – aber das ist das Konzept der Sendung, das ist also nicht meine Schuld. Ich weiss jedoch von anderen SRF-Moderatorinnen und -Moderatoren, dass sie hin und wieder ziemlich harsch kritisiert werden vom Fernsehpublikum.

Ihr heimlicher Lieblingsstar – egal, ob Frau oder Mann – beim Schweizer Fernsehen?

‹Sport›-Moderator Jan Billeter finde ich grossartig, und ich mag Franz Fischlin von der ‹Tagesschau›.

Netteste Erinnerung an Ihren ehemaligen SRF-Kollegen Kurt Aeschbacher?

Persönlich habe ich Kurt Aeschbacher noch nie getroffen – während einer Recherche stiess ich jedoch kürzlich auf eine alte TV-Aufnahme seiner Sendung ‹Grell-Pastell›. Aeschbacher empfing das Publikum im hautengen Adams-Kostüm. Das fand ich grossartig.

Quelle: Youtube

Träumen Sie davon, der Nachfolger von Beni ‹National› Thurnheer zu werden und irgendwann eine grosse Samstagsabendkiste zu moderieren?

Nicht unbedingt – was ich jedoch wahnsinnig gerne moderieren würde, wäre eine Wissens-Quizshow im Stil der ARD-Show ‹Hirschhausens Quiz des Menschen›. Ich denke, so ein Format könnte auch beim Schweizer Fernsehen funktionieren.

Das modernste Format am Fernsehen?

Die Web-Videos vom Schweizer Fernsehen. Ich sage das ganz bewusst, weil ich finde, dass wir Fernsehen nicht mehr nur linear über die Flimmerkiste, die daheim vor dem Sofa steht, denken dürfen. Fernsehen ist heute viel mehr. Ich finde unser Angebot an Web-Formaten extrem spannend und finde es wichtig, dass wir sie weiter ausbauen.

Was kann Fernsehen nicht?

Fernsehen ist geruchlos. Und es löst, anders als das Radio, kein Kino im Kopf aus.

Lieblingsfarbe?

Blau.

Sind Sie glücklich oder irre glücklich?

Ich bin glücklich.

Wenn Frau sein, dann am ehesten welche?

Oh mein Gott (überlegt lange) … ich glaube, ich wäre gerne Michelle Obama.

Das schönste Kompliment, das Ihnen eine Frau je gemacht hat?

Ooooh … tut mir leid, da kommt mir im Moment keines in den Sinn.

Schönstes Kompliment von einem Mann?

Das weiss ich noch ganz genau. Ich arbeitete damals noch beim Radio und führte mit Mister Schweiz Renzo Blumenthal ein Interview – am Ende sagte er: ‹Hey, du siehst so super aus, du musst unbedingt bei der nächsten Mister-Schweiz-Wahl mitmachen.›



Der Vorname Ihres Personal Trainers?

Ich habe keinen – ich bin mein eigener Trainer.

Waschbrettbauch ­– ja oder nein?

Wieder – obwohl ich in letzter Zeit etwas nachlässig war mit dem Training.

Welches ist der schönste Teil Ihres Körpers?

Wahrscheinlich nach wie vor mein Bauch.

Wirklich wahr, dass Sie ‹unerträglich sind›, wenn Sie sich nicht mehrmals pro Woche verausgaben können?

Ja. Ich denke, meine Freundin würde das sofort bestätigen, auch wenn es heute nicht mehr ganz so schlimm ist wie früher.

Und nochmals erwähnt: die Freundin.

Wie fühlen Sie sich, wenn Sie unerträglich sind?

Ich bin unzufrieden und habe das Gefühl, sofort Sport machen zu müssen. Sport gehört bei mir wohl zu den Grundbedürfnissen. (lacht)

Und wie ist es für Ihre Mitmenschen, wenn Sie unerträglich sind?

Ich bin dann einfach ein bisschen grantig.

Wann waren Sie das letzte Mal unerträglich?

Nach den letzten Ferien.

Warum?

Weil ich während der Ferien nur ganz wenig Sport gemacht habe.

Cool. Das waren fünf unerträgliche Fragen an Tobias Müller. Er hat es über sich ergehen lassen, ohne grantig zu werden. Glückwunsch!

Ihre konzentrierteste Tageszeit?

Der Vormittag.

Ihre goldene Shoppingregel?

Habe ich nicht.

Das Kleidungsstück, das Sie niemals hergeben würden?

Ein weisses, nicht zu elegantes Hemd.

Tobias Müller über Reaktionen aus dem Publikum: «Das Schöne an Einstein› ist, dass das Publikum meist wohlwollend auf unsere Sendungen reagiert. In den acht Jahren als Moderator bin ich noch nie persönlich angegriffen oder gar beleidigt worden.»
Bild: SRF/Oscar Alessio

Fahren Sie gerne ÖV?

Sehr gern.

Welches Schweiz-Klischee nervt?

Dass es bei uns nur Raclette und Fondue gibt.

Wo liegt der vollends entspannte Tobias Müller?

Auf einem Liegestuhl am Meer.

Welche Bücher haben Sie mehr als einmal gelesen?

Ich glaube, ich habe noch kein Buch mehr als einmal gelesen.

Ein Geständnis, das Sie hiermit ‹Bluewin› schenken?

Hin und wieder höre ich Schlagermusik.

Von Ihnen gibt es keinen Wikipedia-Eintrag: Warum?

Wahrscheinlich bin ich zu wenig eitel, um selber einen Eintrag zu erstellen.

Zum Schluss noch der grosse Talenttest: Sie ordnen sich ein, auf einer Skala zwischen eins, minimale Begabung, bis zehn Punkten, maximale Begabung: Gärtner?

Minus eins. Ich habe absolut keinen grünen Daumen. Meiner Freundin geht es übrigens ähnlich. Wir wissen beide nicht, wieso wir es nicht schaffen, Pflanzen ein langes, erfülltes Leben zu schenken.

Fussballer?

Uiii ... vier Punkte. Entweder konzentriere ich mich auf den Ball oder dann auf den Gegner. Beides zusammen funktioniert bei mir nicht.

Schweizer des Jahres?

Drei. Ich wüsste nicht, warum ich Schweizer des Jahres werden sollte.

Familienvater?

Acht.

Ist schon etwas in Planung?

Zurzeit nicht, aber ich möchte irgendwann unbedingt Vater werden.

Da wäre natürlich jetzt auch nochmals die Freundin gefragt.

‹Einstein – Gentest› läuft Donnerstag, 24. Oktober, um 22:25 Uhr auf SRF1. Mit Swisscom Replay TV können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

«Bluewin»-Redaktor Bruno Bötschi spricht für das Frage-Antwort-Spiel «Bötschi fragt» regelmässig mit bekannten Persönlichkeiten. Bötschi hat viel Erfahrung mit Interviews. Für die Zeitschrift «Schweizer Familie» betreute er jahrelang die Serie «Traumfänger». Über 200 Persönlichkeiten stellte er dafür die Frage: Als Kind hat man viele Träume – erinnern Sie sich? Das Buch zur Serie «Traumfänger» ist im Applaus Verlag, Zürich, erschienen. Es ist im Buchhandel erhältlich.
Bild: zVg
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