Lauter, stärker, besser? Was Sie über aktuelle Rasenmäher wissen müssen

12.4.2019 - 10:48, Marius Schlegel

Wer glaubt, nur grosse und laute Rasenmäher können richtig Gas geben, hat falsch gedacht.
Bild: iStock

Benzin-Rasenmäher stinken und machen richtig viel Lärm. Aber sind die lautesten Geräte dann überhaupt die besten? Wir zeigen Ihnen, welche Alternativen es gibt und worauf Sie unbedingt achten sollten.

Kommt Ihnen das bekannt vor: Wochenende, sonniges Wetter – und schon dröhnen die Rasenmäher durch das Quartier?

Das muss heute nicht mehr sein, denn Elektro- und Akku-Rasenmäher sind teilweise halb so laut wie ein Benziner. Die Stiftung Warentest (2017 und 2019) zeigte, dass leise Rasenmäher sogar zu den besten Modellen gehören.

Von einem Experten der Vergleichsplattform topten.ch kriegen wir spannende Hintergrundinfos zum Thema Rasenmäher und einen Vergleich der verschiedenen Alternativen.

High-Tech im Garten

Die Elektrifizierung hat auch in Schweizer Gärten Einzug gehalten: Rasenroboter, Elektromäher und Gartengeräte mit Akku finden sich mittlerweile in grosser Auswahl. Die Entwicklung hat Fahrt aufgenommen, auch weil Lithium-Akkus in den letzten Jahren leistungsfähiger und günstiger geworden sind. Akku-Modelle sind mittlerweile auch genügend stark, um die klassischen, sehr lauten Motorsensen zu ersetzen.

Ökologischer und günstiger sind zwar nach wie vor elektrische Gartengeräte mit Kabel. In sehr verwinkelten oder abgelegenen Gartenstücken drängen sich Akku-Geräte aber auf.

Oft können Akkus aber auch für verschiedene Geräte desselben Herstellers verwendet werden. Wer also einen Akku-Rasenmäher kauft, kann denselben Akku für die Heckenschere, die Kettensäge oder sogar für einen Bohrer nutzen.

«Der grösste Vorteil von elektrischen Gartengeräten und Rasenmähern ist aber, dass viele Modelle viel weniger Lärm machen als Geräte mit einem Verbrennungsmotor» sagt Fachexperte Ian Rothwell von topten.ch.

Schärfe vor Stärke

Damit Rasenmäher ein gutes Schnittergebnis liefern, ist primär nicht ein starker und lauter Motor nötig, sondern gute Mäherklingen. Scharfe Messerklingen sind das A und O eines guten Rasenmähers.

Ausserdem ist wichtig, wie die Messer, das Gehäuse und der Grasbehälter konstruiert sind. Deshalb aufgepasst bei sehr günstigen Rasenmähern: Diese sind oft nur mit einem Stück Blech mit einfachem Schliff ausgestattet. Das kann den Rasen sogar kaputt machen.

«Eine gute Klinge, welche auch regelmässig geprüft, geschliffen und gegebenenfalls ersetzt wird, ist Gold wert» sagt Rothwell.

Leise Rasenmäher schneiden gut ab

Die Stiftung Warentest hat 2017 und 2019 Akku-Rasenmäher getestet. In beiden Testserien waren unter den besten Modellen auch leise Geräte mit einer Lautstärke unter 90 dB(A).

Dies war Grund genug für topten.ch, eine online Rasenmäher-Liste für die Schweiz zu erstellen, die nur Geräte zeigt, die maximal 90 dB(A) laut sind und keinen Benzinmotor haben.

Lärm-Rangliste:
1. Platz: Benzin-Rasenmäher
2. Platz: Elektro-Rasenmäher
3. Platz: Akku-Rasenmäher
4. Platz: Rasenroboter und Handmäher/Spindelmäher

Handrasenmäher oder Spindelmäher

Spindelmäher sind die günstigse und umweltfreundlichste Variante. Und tun Ihrer Fitness gut.
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Kostenpunkt: 100 bis 130 Franken

Facts:

  • machen wenig Lärm
  • stossen keine Abgase aus
  • brauchen wenig Platz
  • Aber: Bei unebenen Flächen oder hohem Gras brauchen sie etwas mehr Muskelkraft, was wieder ein Pluspunkt für Ihre Fitness ist

Elektro-Rasenmäher

Elektro-Rasenmäher sind leistungsstark und brauchen kein Benzin.
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Kostenpunkt: 100 bis 350 Franken

Facts:

  • stossen keine Abgase aus
  • gleiche Leistung wie Benzin-Rasenmäher, sind aber leiser
  • günstiger in der Anschaffung als Benzin-Rasenmäher und keine Benzinkosten
  • Aber: Sie brauchen ein Stromkabel, das ständig mitgeführt werden muss

Akku-Rasenmäher

Lithium-Akkus sind in den letzten Jahren leistungsfähiger und günstiger geworden.
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Kostenpunkt: 300 bis 1000 Franken

Facts:

  • stossen keine Abgase aus
  • kabelloses Mähen
  • Akku kann gegebenenfalls für andere Geräte derselben Marke genutzt werden (vorher abklären)
  • Aber: «Nur» für Flächen von 200 bis 700 Quadratmeter geeignet, danach muss der Akku geladen werden

Rasenroboter

Rasenroboter sind besonders beliebt, weil sie selbstständig arbeiten und man eigentlich gar nicht mehr Rasenmähen muss.
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Kostenpunkt: 800 bis 6000 Franken

Facts:

  • stossen keine Abgase aus
  • wenig Lärm + mähen selbstständig
  • Aber: sehr teuer in der Anschaffung
  • Aber: Brauchen mehr Strom als Elektro- oder Akku-Rasenmäher, weil sie weitere Strecken zurücklegen
  • Aber: Können ein Risiko für Kleinkinder und Igel darstellen

Übrigens: Alle in der Schweiz erhältlichen Modelle finden Sie auf topten.ch/rasenmaeher.

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Marius Schlegel ist im CR-Team von Swisscom Experte für klimafreundliche Services, Mobile Aid sowie Energie- und Klimapolitik.
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