Lanzarote – auf den Spuren des «Inselheiligen» César Manrique

26.5.2019 - 10:00, Manuel Meyer, dpa

Vor 100 Jahren wurde César Manrique auf Lanzarote geboren. Die Insel feiert das Jubiläum mit diversen Veranstaltungen. Der Künstler und Architekt schuf nicht nur faszinierende Orte. Er hatte auch eine klare Haltung zum Massentourismus.

Die Meerwasserlagune in Lanzarotes Hauptstadt war lange eine stinkende Kloake. Doch dann kam César Manrique. Der international berühmte Künstler und Architekt liess die Lagune säubern und verschönerte sie mit kleinen Brücken und einer palmengesäumten Promenade.

Manrique starb am 25. September 1992 bei einem Autounfall. «Ich war geschockt, als mich damals die Nachricht von seinem Tod erreichte», erzählt Esteban Armas. Seit 1978 hatte der Architekt praktisch an allen architektonischen Werken Manriques mitgewirkt. Beide waren Freunde und sogar entfernte Verwandte.

«Lanzarote ist natürlich mehr als César Manrique. Aber ohne ihn ist unsere Insel nicht zu verstehen», sagt der Kulturverantwortliche Lanzarotes, Oscar Pérez. «Er war und ist immer noch unser grösster internationaler Botschafter.» Mit seinen architektonischen Werken und seinem Kampf für einen sanften, nachhaltigen Tourismus prägte er wie kein zweiter das Gesicht Lanzarotes.

Grottenlandschaft Jameos del Agua
Bild: iStock

Am 24. April wäre César Manrique 100 Jahre alt geworden. Mit Hunderten Kulturveranstaltungen feiert ihn seine Heimatinsel ein Jahr lang. Ihm werden Ausstellungen, Vorlesungen, Theatervorführungen, Konzerte und Dokumentarfilme gewidmet.

Ein Gespür für Verwandlungspotential

Als Manrique nach seinem Kunststudium in Madrid und einem USA-Abenteuer 1968 aus New York nach Lanzarote zurückkehrte, holte er seine Heimatinsel aus dem Dornröschenschlaf. Das karge Lanzarote galt damals als das hässliche Entlein unter den Kanarischen Inseln.

«Wir waren eine arme Insel, ohne Tourismus, und lebten von der Landwirtschaft und Fischerei. Wer konnte, zog nach Gran Canaria oder Teneriffa, wo bereits der Tourismusboom losging», erinnert sich Armas.

«Doch wo wir nur trostlose Ödnis sahen, sah César Schönheit. Er änderte unseren Blick auf die Insel, machte die Bewohner stolz auf ihre Insel. Und er hatte eine unglaubliche Vorstellungskraft, spürte an den Orten sofort ihr Verwandlungspotential.»

Manrique sah in Lanzarote ein Juwel

Ein Beispiel ist der Lavatunnel Jameos del Agua. Mit seinem Salzsee, der subtropischen Pflanzenwelt und der Konzerthöhle gehört er heute zu den beliebtesten Besucherattraktionen der Insel. «Damals war es ein Loch, in welches die Leute illegal ihren Müll warfen. Aber César sah sofort das Zauberhafte an diesem Ort», sagt Armas.

Manrique sah in Lanzarote ein Juwel. Nach seiner Rückkehr versprach er den Bewohnerinnen und Bewohnern: «Ich werde unsere Insel zum schönsten Ort der Welt machen.» So entstanden bezaubernde, nahezu bizarre Orte wie der Jardín de Cactus, ein stillgelegter Steinbruch, den Manrique in einen kunstvoll angelegten Kakteengarten verwandelte.

Heute bestaunen Touristen die Skulpturen und Windspiele Manriques wie das Monumento al Campesino. Oder sie pilgern zum dramatisch in die Felsklippen geschlagenen Aussichtspunkt Mirador del Río mit seinen Panoramablicken auf die vorgelagerte Insel La Graciosa. In der Militärfestung von San José in Arrecife schuf Manrique 1975 das Internationale Museum für zeitgenössische Kunst MIAC.

Die architektonischen Werke Manriques lockten mit der Zeit immer mehr Feriengäste an, die von Teneriffa oder Gran Canaria aus Tagesausflügen nach Lanzarote unternahmen. Erste Hotels entstanden.

Kampf gegen Bettenburgen und Partymeilen

Die Tourismusbranche witterte das grosse Geld – und César Manrique die Gefahr. Dabei war er es, der die Ferienmaschinerie erst richtig in Gang gebracht hatte. Aber er wollte verhindern, dass Lanzarote die Fehler der Nachbarinseln beging.

Manrique wurde in den 1980er Jahren beauftragt, in Costa Teguise ökologisch vorbildliche Hotels und Ferienanlagen zu bauen. Doch bald setzte die Tourismusindustrie auf Quantität statt Qualität. Manrique ging auf die Barrikaden, organisierte Proteste und nutzte seine Bekanntheit als Künstler, um in internationalen Medien zu schimpfen – gegen «raffgierige Spekulanten und kurzsichtige Politiker, die dabei sind, die Insel zu zerstören».

In seinem Jugendfreund Pepín Ramírez Cerdá, dem Inselpräsidenten, hatte Manrique einen mächtigen Verbündeten. Mit Cerdás Hilfe setzte er durch, dass Neubauten nicht höher sein durften als ausgewachsene Palmen. Dank seines Einsatzes wurde Lanzarote kurz nach seinem Tod 1993 von der Unesco zum Biosphärenreservat ernannt. So konnten grössere Bau- und Umweltsünden weitgehend verhindert werden.

Mit seinem Kampf gegen Bettenburgen, Partymeilen und Hochhäuser machte sich Manrique viele Feinde. Einige Politiker wollten den berühmtesten Sohn der Insel gar zur unerwünschten Person erklären, erinnert sich Bettina Bork, eine deutsche Architektin aus Krefeld, die seit mehr als 30 Jahren auf Lanzarote lebt.

Keine Vorzeige-Ferieninsel

«César war ein liebevoller, sensibler Mensch. Doch wenn es darum ging, seine Insel zu verteidigen, konnte er auch sehr aufbrausend werden, eine richtige Nervensäge sein», sagt Bork, die mit Manrique befreundet war.

In Haría unterhält sie ganz in der Nähe von Manriques ehemaligen Wohnhaus ihr Zentrum Arte de Obra. Es handelt sich um eine Mischung aus Kulturtreff und Pension. Mit ihrer Haría Society führt Bock den Kampf des Künstlers für einen sanften Tourismus fort.

Eine ökologische Vorzeige-Ferieninsel ist Lanzarote nicht. Auch wenn sich die Inselregierung nach dem Tod des Künstlers verpflichtete, den Weg Manriques weiterzugehen. Zwar feiern 2019 alle César Manrique als «Inselheiligen». Doch Stiftung und Inselregierung huldigen dem Künstler getrennt mit eigenen Jubiläumsprogrammen.

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