Pulver gut – eine unbekannte Seite des Irans

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22.11.2019 - 00:00

Dass der Iran ein Land der Bergbegeisterten ist, weiss im Westen kaum jemand. Besonders Skitourer kommen auf ihre Kosten: Das Alpine Museum der Schweiz widmet dem iranischen Alpinismus nun eine Ausstellung.

Sanktionen, Mullahs, Proteste – das Bild des Iran, das in den Medien vermittelt wird, ist seit Jahren dasselbe. Darüber hinaus sind im Zusammenhang mit dem Iran noch Perserteppiche und die Ruinen von Persepolis bekannt.

Doch was kaum einer weiss: Durch den Iran verlaufen Tausende von Kilometern Gebirge – die bekanntesten sind Alborz und Zagros –, und die Iraner und Iranerinnen organisieren sich in zig Alpenclubs im ganzen Land.

Besonders im Winter, wenn die unzähligen Viertausender und der 5'610 Meter hohe Damavand schneebedeckt sind, bieten diese einen Spielplatz für Winteralpinisten. Bis vor wenigen Jahren machten sich die iranischen Alpinisten dann meist mit Steigeisen und Gamaschen auf, ihre Schneeberge zu erklimmen.

Freiheit und unberühte Hänge

Doch seit einigen Jahren hält der Skitourensport Einzug. Iranische wie auch westliche Skialpinisten entdecken, dass auch iranische Gipfel alle Freiheiten bieten, hier und da Spuren in unberührte Hänge zu ziehen. Und so gerät mitunter sogar für einige Stunden die Realität harter Sanktionen, die damit verbundene wirtschaftliche Misere und die politischen Spannungen im stiebenden Pulverschnee vergessen.



Das Alpine Museum der Schweiz in Bern zeigt ab heute unter dem Titel «Biwak#25: Iran Winter: Abseits der Piste» eine Ausstellung zum Thema – sie läuft bis Mitte April 2020.

Die Schau lässt Iraner und Iranerinnen erzählen, was sie in die Berge lockt und was sie dort entdecken, und zeigt Audio- und Videomaterial der Zürcher Filmerin, Fotografin und Autorin Caroline Fink, die den Iran als Alpinistin immer wieder bereiste.

In unserer Bildergalerie zeigen wir einen Querschnitt durch die fotografischen Arbeiten von Fink.

«Biwak#25: Iran Winter: Abseits der Piste»: 22. November 2019 bis 12. April 2020 im Alpinen Museum der Schweiz in Bern.

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