Netflix-Star betrog Frauen um MillionenTinder-Schwindler in Georgien festgenommen
SDA
15.9.2025 - 16:31
Der als «Tinder-Schwindler» bekannte Simon Leviev wurde festgenommen.
BBC
Der als «Tinder-Schwindler» berüchtigte Simon Leviev ist in Georgien festgenommen worden. Der 34-jährige Israeli, bekannt durch eine Netflix-Dokumentation, soll Frauen um Millionen betrogen haben.
Keystone-SDA
15.09.2025, 16:31
15.09.2025, 16:57
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Der durch die Netflix-Dokumentation «Der Tinder-Schwindler» bekannt gewordene israelische Betrüger Simon Leviev ist in Georgien festgenommen worden.
Der 34-Jährige, der mit richtigem Namen Shimon Yehuda Hayut heisst, sei «auf Ersuchen von Interpol» am Flughafen von Batumi festgenommen worden.
Leviev soll sich von 2017 bis 2019 auf der Dating-App Tinder als reicher Erbe ausgegeben haben. Den Frauen, die er über die App kennenlernte, täuschte er dann angebliche Notlagen vor und betrog sie um grössere Geldsummen.
Der als «Tinder-Schwindler» bekannte israelische Hochstapler Simon Leviev ist in Georgien festgenommen worden. Der 34-Jährige, der mit richtigem Namen Shimon Hayut heisst, sei am Flughafen von Batumi «auf Ersuchen von Interpol» verhaftet worden, teilte das georgische Innenministerium am Montag mit. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.
Leviev wurde weltweit durch die Netflix-Dokumentation Der Tinder-Schwindler bekannt, die 2022 erschien. Zwischen 2017 und 2019 soll er auf der Dating-App Tinder zahlreiche Frauen um Millionen betrogen haben, indem er sich als reicher Erbe ausgab. In Wahrheit täuschte er angebliche Notlagen vor und bat seine Opfer um hohe Geldsummen, die er nie zurückzahlte.
Die Masche gilt als besonders krasses Beispiel für sogenanntes Catfishing, bei dem Betrüger mit falschen Identitäten das Vertrauen ihrer Opfer erschleichen. Um glaubwürdig zu wirken, präsentierte Leviev ein luxuriöses Leben mit Privatjets, Bodyguards und teuren Geschenken. Nach Recherchen des «Spiegel» erbeutete er mindestens eine Million Euro, Netflix berichtet von insgesamt rund zehn Millionen US-Dollar.
Leviev gab sich zudem als Sohn des russisch-israelischen Diamantenmoguls Lev Leviev aus. Mit dem Geld, das er zuvor anderen Frauen abgenommen hatte, finanzierte er neue Opferreisen, Einladungen und kostspielige Abendessen – ein Schneeballsystem, das ihn immer wieder kurzfristig liquide hielt. Wenn seine Opfer skeptisch wurden, täuschte er Bedrohungen durch «Feinde» vor, verschickte Bilder eines angeblich verletzten Leibwächters und bat um weitere finanzielle Hilfe. Viele Frauen nahmen Bankkredite oder eröffneten neue Kreditkarten, um ihn zu unterstützen.
Später täuschte Leviev sogar Rückzahlungen vor, indem er gefälschte Überweisungsdokumente oder wertlose Luxusuhren verschickte. Die Netflix-Dokumentation erzählt die Geschichten mehrerer seiner mutmasslichen Opfer aus Skandinavien und zeigt, wie er Frauen in Norwegen, Finnland und Schweden um Millionen brachte.
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