Video zeigt Crash US-Zerstörer rammt Schiff – Kommandant gefeuert

Sven Ziegler

24.2.2026

Bei dem Crash wurde niemand verletzt.
Bei dem Crash wurde niemand verletzt.
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Nach einer Kollision zweier US-Marine-Schiffe in der Karibik hat die Navy den Kommandanten des Lenkwaffenzerstörers USS Truxtun entlassen. Zwei Seeleute wurden leicht verletzt, der Vorfall sorgt für politische Brisanz.

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Sven Ziegler, DPA

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  • Der Kommandant der USS Truxtun wurde nach einer Kollision mit einem Versorgungsschiff abgesetzt.
  • Der Zusammenstoss ereignete sich am 11. Februar während einer Betankung in der Karibik.
  • Die US Navy sprach von einem «Vertrauensverlust» in die Führungsfähigkeit des Offiziers.

Der Lenkwaffenzerstörer USS Truxtun kollidierte am 11. Februar in der Karibik mit dem Versorgungsschiff USNS Supply. Der Unfall geschah während einer laufenden Treibstoffübernahme auf See.

Laut US Navy drehte die Truxtun unerwartet nach Steuerbord und prallte gegen den Tanker. In Videoaufnahmen ist ein lautes Krachen zu hören, gefolgt von Rufen: «We’ve been hit, we’ve been hit!»

Zwei Seeleute erlitten leichte Verletzungen. Beide Schiffe mussten den Einsatz abbrechen und liefen den Hafen von Ponce in Puerto Rico an.

Kommandant verliert Posten

Die Navy erklärte, James Koffi sei «aufgrund eines Vertrauensverlusts in seine Fähigkeit zu führen» seines Kommandos enthoben worden.

Koffi hatte das Kommando über die Truxtun erst am 9. Januar 2025 übernommen. Der Absolvent der United States Naval Academy galt als erfahrener Offizier der Flotte.

Vor dem aktuellen Einsatz war das Schiff unter anderem im Mittelmeer sowie im Nahen Osten stationiert gewesen.

Politische Dimension

Die Truxtun war Anfang Februar von Norfolk ausgelaufen. Der Einsatz in der Karibik ist Teil der verschärften Marinepräsenz unter Präsident Donald Trump, die sich gegen Drogenhandel und Aktivitäten rund um Venezuela richtet.

Die Navy teilte mit, die Truxtun bleibe trotz des Zwischenfalls in Puerto Rico stationiert und unterstütze weiterhin Operationen zur Bekämpfung des Drogenschmuggels.